Vettel will sich durch die Erfolge nicht aus der Konzentration bringen lassen

Formel 1 2011

— 30.08.2011

Vettel bleibt vorsichtig: "Wenn wir zweimal ausfallen..."

Die Zahlen sprechen ganz klar für Sebastian Vettel, doch während die Rivalen langsam resignieren, sieht der Red-Bull-Pilot den Titel in weiter Ferne

Die Zahlen sprechen einen deutliche Sprache: Sebastian Vettel ist der Titel kaum noch zu nehmen. Er führt die WM mit 259 Punkten an - das sind schon jetzt mehr Zähler als in seiner Weltmeister-Saison 2010. Teamkollege Mark Webber liegt als Zweiter 92 Zähler zurück. Dem besten Nicht-Red-Bull-Fahrer Fernando Alonso fehlen bereits 102 Punkte. Da in den verbleibenden sieben Rennen nur noch 175 Punkte zu vergeben sind, könnte Vettel den Sack bereits in zwei Rennen - also in Singapur - zumachen.

Damit würde der erst 24-jährige Heppenheimer erneut einen Rekord brechen - er wäre der jüngste Doppel-Weltmeister der Formel-1-Geschichte. Er muss dieses Jahr nicht mehr unter die ersten Zwei eines Rennens kommen, um seinen Titel zu verteidigen. Von einer Spazierfahrt zum WM-Titel hält Vettel allerdings wenig. "Wenn man zwei Mal ausfällt und jemand anderer ein paar gute Rennen hat, dann könnte sich etwas ändern", ist Vettel gewarnt. "Daher werden wir versuchen, weiterhin jedes Mal das Maximum herauszuholen."

Horner fordert Konzentration

Dennoch gibt er zu, dass ihn der Sieg in Belgien "näher zum Ziel gebracht", hat, dennoch sei der Titel "noch weit weg." Bei Red Bull ist man sich offenbar einig: Noch ist der Titel nicht in trockenen Tüchern. "Wir haben noch sieben Rennen vor uns", sagt Teamchef Christian Horner nach dem Doppelsieg in Spa-Francorchamps. "Noch immer sind viele Punkte zu holen. Das war unser siebter Sieg, die zwölfte Pole, wir liegen bei der Zuverlässigkeit bei 100 Prozent, aber wir unterschätzen unsere Rivalen nicht. Wir werden sicher nicht nachlässig und blicken bereits zum nächsten Rennen. Wir werden unsere Herangehensweise nicht ändern."

Die Umstände des Doppelsieges in Spa geben dem österreichischen Rennstall mit Sitz in Milton Keynes zusätzlichen Auftrieb: Ursprünglich hatte man damit gerechnet, dass man aufgrund des Renault-Motors auf den Geraden Zeit verlieren würde. "Motorleistung ist hier ein wichtiger Faktor, vor allem im ersten und dritten Sektor", weiß Horner, der "in vielerlei Hinsicht", von der starken Leistung seines Teams überrascht war. Trotz der Streckencharakteristik, die Red Bull eigentlich nicht liegen sollte, "war es eines unserer stärksten Rennen des Jahres."

Einer der besten Vettel-Siege?

Und das, obwohl man sich über die Empfehlung Pirellis beim Sturz der Vorderräder hinweggesetzt und mit heftiger Blasenbildung zu kämpfen hatte. "Das Rennen war für das Team sehr knifflig", gibt Horner zu. "Das zeigt, wie stark wir als Einheit sind, denn wir haben die Strategie hinbekommen, die Autos waren fabelhaft schnell und die Fahren taten das Übrige. Das war ein tolles Resultat für uns."

Für Vettel war es der erste Sieg auf dem klassischen Ardennen-Kurs - und Horner ist sich sicher: "Das war eines seiner allerbesten Rennen - auf einer Ebene mit Monaco, als er mit dem harten Reifen so lange fuhr. Das war eine sehr reife Fahrt."

Streichen McLaren und Ferrari die Segel?

Dennoch geben die Rivalen des Red-Bull-Piloten noch nicht ganz auf - auch wenn die Durchhalte-Parolen immer weniger überzeugend klingen. "Wenn wir jetzt sagen, dass wir ihn ziehen lassen, dann wäre das die falsche Botschaft. Die Fans verdienen sich einen besseren Kampf als das", so McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh.

Ähnlich klingen die Worte aus dem Mund von Alonso. "Wir müssen weiterkämpfen, aber gleichzeitig daran denken, uns gut auf die kommende Saison vorzubereiten", gibt der Ferrari-Star gegenüber 'El Pais' die Strategie für die restliche Saison vor. Für die Italiener steht nun das Heimspiel in Monza am Programm - die Ferraristi erwarten sich nach den bisherigen Enttäuschungen einen Triumph der Roten aus Maranello.

Das hält Ferrari-Testfahrer Marc Gene durchaus für möglich - doch nicht nur dort rechnet er mit einem starken Alonso. "Monza und Singapur sind immer gut für ihn - und in Asien und in Italien ist es üblicherweise warm", spielt er gegenüber 'El Mundo' auf die schwäche Ferraris bei kühlen Temperaturen an. Er rechnet aber mit einem harten Kampf: "Red Bull hatte vor Spa Zweifel und das Resultat war ein Doppelsieg."

Fotoquelle: xpb.cc

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