Pedro de la Rosa legt Jenson Button nahe, die Saison 2011 abzuhaken

Formel 1 2011

— 01.09.2011

De la Rosa rät Button: Schreib die WM ab

McLaren-Testfahrer Pedro de la Rosa legt Jenson Button nahe, sich bereits jetzt auf 2012 zu konzentrieren - Am Samstag in Spa letzte Chance verloren

Das Qualifying zum diesjährigen Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps hat wieder einmal die Tücken der "Ardennen-Achterbahn" offengelegt. McLaren-Mercedes-Pilot und Mitfavorit Jenson Button war einer derjenigen, die am meisten unter den wechselnden Witterungsbedingungen zu leiden hatten. Unterm Strich sah sich der Brite bereits am Schluss von Q2 einer Chance beraubt, um die Pole-Position mitkämpfen zu können, da ihn das Team zum falschen Zeitpunkt auf die sieben Kilometer lange Strecke schickte.

"Die diesjährige Qualifikationssitzung war der beste Beweis, warum wir Spa so lieben und warum diese Strecke uns in der Nacht zuvor nicht schlafen lässt", schreibt McLaren-Testfahrer Pedro de la Rosa in seiner Kolumne für 'Santander'. "Wir mussten mit ansehen, wie Jenson Button, der aufgrund seiner Erfahrung und seiner Intelligenz der gerissenste aller Formel-1-Piloten ist, seine letzte fliegende Runde nicht beenden konnte."

Nach Ansicht des Spaniers ging dem Weltmeister des Jahres 2009 in diesem Moment nicht nur einer der vorderen Startplätze durch die Lappen, sondern auch die letzte realistische Chance, das Ruder im WM-Kampf gegen Red Bull und Sebastian Vettel noch einmal herumzureißen. "Der Mann, der Vettel am ehesten hätte schlagen können, schied am Samstag bereits vorzeitig aus und damit endete meiner Ansicht nach der Kampf um den Titel", so de la Rosa.

Großer Respekt für Vettel

Im Rennen am Sonntag konnte Button nach furioser Aufholjagd als Dritter immerhin noch einen Podestplatz retten. Aufgrund der Tatsache, dass die Red-Bull-Piloten Vettel und Mark Webber gleichzeitig einen Doppelsieg einfuhren, plädiert de la Rosa dafür, "die Taschenrechner beiseite zu legen" und sich bereits jetzt auf 2012 zu konzentrieren.

An der aktuellen Überlegenheit des amtierenden Weltmeisters gibt es nach Ansicht des McLaren-Testfahrers nichts zu rütteln. "Vettel gebührt der größte Respekt für seine außergewöhnliche Leistung in Spa. In einem so komplexen Rennen mit blasenwerfenden Reifen auf einer trockenen Strecke stets zu wissen, wann es Zeit ist, sich überholen zu lassen und wann man selbst überholt, ist beeindruckend", lobt der Spanier.

Man müsse nun bei McLaren akzeptieren, dass "der Gewinner der diesjährigen Weltmeisterschaft praktisch feststeht", urteilt de la Rosa und gibt die Marschrichtung für die kommenden Wochen vor: "Jetzt muss es darum gehen, alle Kräfte zu mobilisieren, um eine ähnliche Dominanz von Red Bull in der kommenden Saison zu vermeiden."

Fotoquelle: McLaren

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