Lewis Hamiltons Fahrstil fordert, wie zuletzt in Spa-Francorchamps, zu oft Opfer

Formel 1 2011

— 04.09.2011

Lauda: Hamilton kann von Button lernen

Lewis Hamilton teilt weiterhin die Meinungen der Experten: Niki Lauda zweifelt nicht am Tempo des Briten, fordert aber Jenson Buttons Coolness

Die Fahrerpaarung bei McLaren ist unterschiedlich und doch so hnlich. Whrend Lewis Hamilton der Heisporn ist und an Ayrton Senna erinnert, agiert Teamkollege Jenson Button stets berlegt und zeigt damit Parallelen zu Alain Prost auf. Trotz ihrer unterschiedlichen Herangehensweise trennt das ungleiche Duo lediglich drei WM-Zhler, zugunsten von Button. Die Anzahl der Siege ist hnlich ausgeglichen: Beide haben 2011 bisher zwei Mal ganz oben gestanden.

Seit dem jngsten Ausfall des aggressiven Hamilton in Spa-Francorchamps, wuchs erneut die Kritik am Briten, der ohne den Zwischenfall sicher aufs Podest gefahren wre. "Lewis kann viel von Button lernen", ist sich Niki Lauda gegenber dem 'Sunday Express' sicher. Es ist nicht das erste Mal, dass der sterreicher Kritik am Weltmeister von 2008 uert. "Lewis schlgt Jenson im Qualifiying. Er ist der schnellere Fahrer. Aber in Belgien war es Jenson, der Dritter wurde, whrend Hamilton erneut ausschied."

"Man kann keine Meisterschaften gewinnen, wenn man ausfllt. Schaut euch Sebastian Vettel an. Er macht keine Fehler oder fllt aus. Deswegen wird er dieses Jahr erneut den Titel holen", erklrt Lauda und begrndet seine Meinung: "Man kann argumentieren, dass er das schnellere Auto hat, aber schaut euch Jenson und Lewis an. Sie haben beide das gleiche Auto, aber es ist Button, der in der Meisterschaft vorne liegt."

"Das liegt daran, weil er mit dem Auto ins Ziel fhrt und Punkte holt. Das ist sehr frustrierend, weil Lewis einer der drei besten Fahrer in der Formel 1 ist. Darber gibt es keinen Zweifel. Aber er bertreibt es. Wenn man keine Punkte holt, gewinnt man keine Meisterschaften", so der dreimalige Weltmeister.

Hamilton, der sich in seiner fnften Formel-1-Saison befindet, lag zu Saisonende noch nie hinter seinem Teamkollegen. In seinem Debtjahr beendete er die Saison punktgleich mit Fernando Alonso. Im Jahr darauf wurde er knapp Weltmeister. In der schwierigen Saison 2009 lag Hamilton immerhin auf Position fnf, whren Heikki Kovalainen lediglich Elfter wurde. Im Vorjahr besiegte er Button um 26 Zhler.

Jackie Stewart nimmt den umstrittenen McLaren-Piloten in Schutz, fordert aber mehr Konstanz und weniger Ausflle: "Lewis ist ein Racer. Er war immer sehr aggressiv. Aber er hatte diese Saison mit Abstand zu viele Kollisionen. Wenn er kontinuierlich ausscheidet, hat das Auswirkungen auf seine Resultate. Das ist etwas, was er schnellstmglich ndern sollte."

Auch McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh mchte das Wesen von Hamilton nicht ndern: "Lewis ist ein extrem wetteifernder und leidenschaftlicher Rennfahrer. Ich denke, er macht die Formel 1 zu einem unterhaltsameren Schauplatz. Wir sollten alle hoffen, dass Lewis weitermacht, einer der aufregendsten Rennfahrer zu sein, die wir je gesehen haben. Ich mchte nicht, dass er sich ndert."

Fotoquelle: xpb.cc

Weitere Formel 1 Themen

News

Top 10: Die dominantesten Autos der Formel-1-Geschichte

News

Formel-1-Live-Ticker: Der Sonntag in der Chronologie

News

Fotostrecke: Die grten Hassduelle der Formel-1-Geschichte

News

Formel 1 Ungarn 2017: Teamorder-Diskussionen bei Vettel-Sieg

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen gnstig kaufen und Geld sparen.


Kfz-Versicherung