Die langen Geraden in Monza verlangen nicht nur den Renault-Motoren alles ab

Formel 1 2011

— 07.09.2011

Renault-Teams in Monza mit neuen Aggregaten

Motorenhersteller Renault stattet die Teams Red Bull, Renault und Lotus für die Highspeed-Piste im Königlichen Park mit neuen Motoren aus

Der Grand Prix von Italien auf dem Autodromo Nazionale di Monza ist jeher das Highspeed-Festival im Formel-1-Kalender. Nahezu 75 Prozent der 5,793 Kilometer messenden Runde werden unter Volllast zurückgelegt, was für die Motoren eine enorme Beanspruchung darstellt.

Mit seinen 75 Prozent Vollgasanteil liegt Monza in dieser Hinsicht knapp vor Spa-Francorchamps (70 Prozent) auf Platz eins der gegenwärtigen Formel-1-Kurse. Nachdem Motorenhersteller Renault auf der Hochgeschwindigkeitspiste in den belgischen Ardennen dank Red Bull einen Doppelsieg feiern durfte, blickt man im Lager der Franzosen auch dem anstehenden Highspeed-Festival in Monza optimistisch entgegen.

"Monza ist für unseren RS27 die härteste Bewährungsprobe im gesamten Jahr", sagt Renault-Motoreningenieur Remi Taffin und fügt an: "Wir nehmen die Einstellungen für Monza bei uns in Viry-Chatillon als Basis für Langstreckentests unserer Motoren her, um alle Parameter inklusive der Daten für Sprit und Öl genauestens überprüfen zu können. Auf dem Prüfstand haben wir so bereits 3.000 Kilometer am Stück zurücklegen können, was der Distanz von zehn Monza-Rennen entspricht."

Abhängig vom Setup der jeweiligen Boliden treiben die RS27-Aggregate des französischen Herstellers die Fahrzeuge von Red Bull, Renault und Lotus auf den langen Geraden der italienischen Traditionspiste auf bis zu 330 km/h Topspeed. Die anliegende Drehzahl beläuft sich in diesen Geschwindigkeitsbereichen knapp unter dem vom Reglement vorgeschriebenen Limit von 18.000 Touren.

Doch nicht nur die Endgeschwindigkeit ist in Monza entscheidend, wie Taffin erläutert: "Neben einem potenten Motormapping, das im oberen Drehzahlbereich ordentlich Leistung vermittelt, kommt es in Monza auch auf die korrekte Getriebeübersetzung an, da zum einem beim Herausbeschleunigen aus den Schikanen ein gutes Ansprechverhalten gefragt ist und zum zweiten der siebte Gang durch die Einführung von DRS erst kurz vor dem Drehzahllimit enden soll."

Das Ansprechverhalten des Motors in den engen Schikanen, auf deren Anfahrt die Piloten von 330 km/h auf 80 km/h herunterbremsen müssen, nur um kurz darauf wieder auf über 300 km/h zu beschleunigen, ist neben der reinen Endgeschwindigkeit entscheidend für eine gute Rundenzeit.

Angesichts der Tatsache, dass die Motoren auf der Start/Ziel-Geraden "17 Sekunden lang Vollgas ausgesetzt sind", vergleicht Taffin die italienische Hochgeschwindigkeitsstrecke mit einem Kurs nach US-amerikanischem Vorbild: "Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 250 km/h bewegen wir uns hier in Bereichen, wie sie sonst nur in einem Oval erzielt werden."

"Da die die Motoren hier einer ungeheuren Belastung ausgesetzt sind, werden wir unsere Teams sehr wahrscheinlich mit neuen Aggregaten beliefen, auch wenn dies erst beim vergangenen Rennen in Spa-Francorchamps ebenfalls geschehen ist", offenbart der Franzose.

Fotoquelle: Renault

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