Stefano Domenicali will mit Ferrari neuen Erfolgen entgegen steuern

Formel 1 2011

— 08.09.2011

Domenicali: Ferrari steuert neue Ära an

Mit Fernando Alonso soll bei Ferrari eine Erfolgsära folgen, die an die Triumphe mit Michael Schumacher und Jean Todt heranreichen soll

Nachdem Michael Schumacher 2006 bei Ferrari eine glorreiche Ära beendete, steuerte das Team zunächst in eine unklare Zukunft. Gedämpft wurden die Sorgen durch den überraschenden Titelgewinn von Kimi Räikkönen in dessen erster Ferrari-Saison 2007. Dennoch fehlte es den Roten an einer Führungskraft, die das Team über einen längerfristigen Zeitraum in die richtige Richtung lenkt.

Es dauerte bis zum Ende der Saison 2009. Ferrari verkündete wenig überraschend die Verpflichtung von Fernando Alonso, der von vielen Experten als komplettester aller Piloten angesehen wird. Bereits in der ersten Saison dieser Konstellation konnte Ferrari bis zum letzten Grand Prix des Jahres um die Meisterschaft fahren und verlor diese denkbar knapp.

Alonso, der sich bei den Italienern sehr wohl zu fühlen scheint, verlängerte nach den ersten Rennen 2011 seinen Vertrag vorzeitig bis 2016 und erstaunte die Formel 1 mit dieser frühzeitigen Entscheidung. Im Team hat man die Vertragsverlängerung als klares Zeichen für eine neue Ära aufgefasst.

"Fernando ist ein großer Gewinn für uns. Er ist eine weitere Verantwortung für uns, weil er dem Team für einen langen Zeitraum Vertrauen schenkt", wird Stefano Domenicali von der Agentur 'Reuters' zitiert. "Das zeigt, dass er wirklich daran glaubt, dass wir zusammen einen guten Job machen können. Wir möchten ihm dieses Vertrauen zurückgeben und gemeinsam gewinnen."

"Wir befinden uns aktuell in einem Prozess, das Team neu aufzubauen. Ich denke, dass wir in einem Jahr bereit sind, eine weitere anhaltende Serie von Siegen zu starten", berichtet der Ferrari-Teamchef, der mit Sicherheit noch die Dominanz mit Schumacher im Hinterkopf hat: "Wir sind wieder drauf und dran, die Basis für eine starke und lang anhaltende Zukunft vorzubereiten."

"Ich bin seit 1991 ein Teil der Gruppe. Deshalb kenne ich die Geschichte hier sehr gut", so Domenicali. In den frühen 1990ern war das Team durch zahlreiche Fehlentwicklungen wenig erfolgreich. Mit Jean Todt und der Verpflichtung von Schumacher konnte man bereits im ersten Jahr Siege holen. Der erste Titel folgte aber erst 2000.

"Wir haben sechs oder sieben Jahre benötigt, bevor wir wettbewerbsfähig waren und kontinuierlich gewinnen konnten", erinntert sicht Domenicali, der den Umbruch bei Ferrari live miterlebt hat und merkt an, dass sich die Zeiten der Einzelkämpfer stark geändert haben: "Außer der Situation bei Red Bull mit Adrian Newey gibt es keine Charaktere, die einen Unterschied machen können. Jetzt geht es darum, als Team zu funktionieren und wirklich eng miteinander zu arbeiten", so Domenicali.

Fotoquelle: Ferrari

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