Mark Webber und alle Formel-1-Kollegen werden wohl in Japan fahren

Formel 1 2011

— 08.09.2011

Formel 1 hat keine Angst vor Fukushima-Strahlung

Die Formel-1-Verantwortlichen und die Mitglieder der Fahrergewerkschaft GPDA vertrauen auf die Aussagen aus Japan: Suzuka ist weit weg von Fukushima...

Nach der Reaktor-Katastrophe von Fukushima entbrannten in der Zweirad-Königsklasse MotoGP intensive Diskussionen über das geplante Rennwochenende in Motegi. Vor allem die Superstars Casey Stoner und Jorge Lorenzo wehrten sich anfangs mit allen Mitteln gegen einen Japan-Besuch. Doch aus der Diskussion ist mittlerweile die Luft heraus. Die mächtigen japanischen Hersteller sprachen ein Machtwort, die japanischen Behörden legten per Studie die "geringen Risiken" eines Motegi-Trips dar.

Nur eine Woche nach dem MotoGP-Rennen in Japan wird die Formel 1 in Suzuka zu Gast sein. Zwar hat auch in der Vierrad-Königsklasse womöglich der ein oder andere Beteiligte ein ungutes Gefühl angesichts der bevorstehenden Reise, aber ein Suzuka-Boykott steht nicht einmal ansatzweise zur Debatte. "Angesichts der vorliegenden Informationen erwarten wir keinerlei Probleme", sagt Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery. Der Brite fügt an: "Ich denke, wir unterstützen mit dem Event vielmehr ein Land, das schlimme Erfahrungen machen musste."

"Ich werde auf jeden Fall nach Japan reisen", sagt beispielsweise Sauber-Chefingenieur Giampaolo Dall'Ara. "Ich nicht", meint Toro-Rosso-Chefaerodynamiker Nicolo Petrucci, "aber das liegt daran, dass wir nur begrenzt Teammitglieder mit an die Strecke nehmen." Während Jarno Trulli noch "nicht weiß, was passieren wird", hat Nico Rosberg keinerlei Bedenken. "Wir haben das in der Fahrergewerkschaft GPDA durchgesprochen", so der Mercedes-Pilot. "Laut offizieller Mitteilung ist alles okay. Das ist die einzige Information, die wir haben."

"Die Ereignisse dort haben Spuren hinterlassen, aber die örtlichen Verantwortlichen haben uns alle erdenklichen Garantien gegeben. Wir müssen ihnen vertrauen", erklärt Ferrari Teamchef Stefano Domenicali. "Suzuka ist weit weg von Fukushima. Man sagt, es sei dort alles normal", meint der Italiener und fügt mit Blick auf das kommende Wochenende an: "Nicht vergessen: Wir fahren hier ganz in der Nähe von Seveso." Bei einem Chemieunfall im norditalienischen Seveso waren 1976 große Mengen von hochgiftigem Dioxin freigesetzt worden.

Fotoquelle: xpb.cc

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