Sebastian Vettel holte sich in der Schlussminute die Bestzeit zurück

Formel 1 2011

— 10.09.2011

Red Bull fährt in der "Generalprobe" vorneweg

Sebastian Vettel (Red Bull) fuhr im dritten Freien Training zur Bestzeit - Ferrari und McLaren in Schlagdistanz - Beide Mercedes in den Top 10

Die "Generalprobe" ist geschafft und Sebastian Vettel (Red Bull) meisterte sie perfekt: Der aktuelle WM-Spitzenreiter umrundete das 5,793 Kilometer langen Autodromo Nazionale di Monza im dritten Freien Training am schnellsten und bestätigte damit seine Bestzeit vom Freitag. Der Deutsche fuhr in 1:23.170 Minuten um den Kurs und verwies seinen Teamkollegen Mark Webber auf Position zwei.

Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren scheint Red Bull nun also auch in Monza konkurrenzfähig zu sein, zumal die Konkurrenz das Tempo der WM-Titelverteidiger nur bedingt mitgehen konnte. Satte 0,498 Sekunden lag Felipe Massa (Ferrari) auf dem dritten Rang bereits hinter Vettel zurück, Lewis Hamilton (McLaren) und Jenson Button (McLaren) handelten sich rund 0,6 Sekunden Rückstand ein.

Nico Rosberg (Mercedes) und Michael Schumacher (Mercedes) klassierten sich am Samstagmorgen auf den Positionen sechs und sieben und blieben damit sogar noch vor Fernando Alonso (Ferrari). Letzterer hatte - genau wie Teamkollege Massa - erst sehr spät in das Geschehen eingegriffen und war im Beisein von Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo nie wirklich gut in Fahrt gekommen.

Ricciardo verpasst die 107-Prozent-Marke

Einen sehr soliden Eindruck hinterließ dafür Adrian Sutil (Force India) auf Platz neun. Paul di Resta (Force India) komplettierte die Top 10 aus Monza, die Bruno Senna (Renault) und Witali Petrow (Renault) knapp verpassten. Petrow fuhr übrigens mit einem schwarzen Helm, um den Opfern des Flugzeug-Absturzes in Russland zu gedenken. Diesen wird der Russe auch im Rennen tragen.

Timo Glock (Marussia-Virgin) kam im dritten Freien Training nicht über 1:28.962 Minuten hinaus und reihte sich damit "nur" auf Position 23 ein. Langsamer war nur Daniel Ricciardo (HRT), dessen Zeit von 1:30.316 Minuten nicht für die Qualifikation ausgereicht hätte - der Australier blieb über der 107-Prozent-Marke. Im Gegensatz zu manchen Kollegen hielt sich der Formel-1-Neuling aber schadlos.

Viele Fahrer leisteten sich in der 60-minütigen Session im sommerlichen Monza nämlich kleinere Fehler. Oft im Bild waren in diesem Zusammenhang die beiden Silberpfeil-Fahrer Rosberg und Schumacher, die gleich zu Beginn ein hohes Risiko einzugehen schienen. Gleich mehrfach wurde das Duo in den Schikanen etwas abseits der Linie gesichtet, "Schumi" drehte sich sogar einmal.

Die Hackordnung ist klar ersichtlich

Während die erste Schikane und auch die Variante della Roggia die üblichen Schauplätze für solche Manöver waren, erwies sich auch die zweite Lesmo-Kurve als tückische Stelle. Neben Senna rutschte dort auch Kamui Kobayashi (Sauber/14.) einmal über den Randstein hinaus. In beiden Fällen wurde aber nur Staub aufgewirbelt und die Piloten konnten weiterfahren. Heftige Abflüge gab es keine.

Dafür scheint die Hackordnung in Monza einem glasklaren Muster zu folgen. Ein Blick auf das Ergebnis zeigt: Die Reihenfolge ist fast durch die Bank nach Teams geordnet. Red Bull, McLaren, Mercedes, Force India, Renault, Sauber, Toro Rosso und Lotus belegen jeweils aufeinander folgende Ränge. Williams, Marussia-Virgin und HRT bilden kleine Ausnahmen, Ferrari eher eine große.

Die Italiener taten sich vor heimischem Publikum schwer damit, das Tempo der Konkurrenz mitzugehen. Massa steckte zudem oft im Verkehr fest, konnte sich aber dennoch auf Platz drei manövrieren. Alonso blieb indes überraschend weit hinter seinem Teamkollegen zurück und war rund eine Sekunde langsamer als Vettel an der Spitze. Nach einem Happyend für Rot sieht das nicht aus...

Fotoquelle: Red Bull/Getty

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