Zwei große Namen: Weder Lotus noch Renault stecken als Werk hinter dem Team

Formel 1 2011

— 11.09.2011

Renault: Neuer Simulator, neuer Motorenvertrag in Sicht

Beim Renault-Team sieht man gute Chancen auf ein starkes Jahr 2012: Neuer Simulator mit McLaren- und Red-Bull-Hilfe - Neuer Motorenvertrag mit Renault

Nach einem starken Saisonauftakt ist Renault seit vielen Wochen wieder um Anschluss bemht. Die Experimente mit einem innovativen Auspuffsystem warfen das Team phasenweise im Kampf an der Spitze recht weit zurck, mittlerweile ist man aber wieder auf dem Vormarsch. An diesem Wochenende in Monza kommen neue Teile zum Einsatz, die den R31 offenbar schneller machen. Beide Piloten schafften es im Qualifying in die Top 10.

"Es ist ermutigend. Vor allem aufgrund der Tatsache, dass wir hier noch gar nicht alle Teile des Updates dabei haben. Ein Groteil kommt erst in Singapur ans Auto", freut sich Teamchef Eric Boullier. "Uns bringen die aktuellen Neuteile vielleicht zwei Zehntelsekunden. Der groe Vorteil auf lange Sicht wird sein, dass wir bezglich des Setups nun neue Mglichkeiten haben." Auf noch lngere Sicht - also ab 2012 - will man wieder in den Kampf um Titel eingreifen.

"Ich war froh, dass wir zu Saisonbeginn ein Auto hatten, das fr Podestpltze gut war. Das war der Beweis, dass wir in unserer Technikabteilung definitiv ausreichend Know-how und Mglichkeiten haben", sagt der Franzose. "Dass wir das nicht haben halten knnen, lag eindeutig an der weiteren Entwicklung. Wir haben aber verstanden, warum wir bei diesem Wettlauf nicht mithalten konnten." Man zieht Konsequenzen: Aktuell wird ein neuer Simulator gebaut.

Als Grundlage fr den Simulator wird Technik aus dem Hause McLaren verwendet. "Aber die Software und alles weitere kommt von uns", betont Boullier. Renault hat bezglich dessen einen Trumpf im rmel. Seit dem vergangenen Jahr ist der frhere Chef der Red-Bull-Simulationsabteilung bei Renault angestellt. Dessen Know-how soll dabei helfen, die neuen Mglichkeiten ab der Fertigstellung im Mrz kommenden Jahres sofort voll auszuschpfen.

Boullier ist bemht, seinen Laden zusammenzuhalten. Die wichtigsten Schlsselfiguren in der Technikabteilung sollen gehalten werden. "Im Fahrerlager findet derzeit ein sehr aggressives Headhunting statt. berall werden gute Leute abgeworben und wir leiden darunter", sagt er. "Eine Vereinbarung ber einen freiwilligen Verzicht von solchen Abwerbeversuchen sehe ich nicht. Wir haben zwar hier eine berschaubare Szene, aber so etwas kann man nicht wirklich kontrollieren. Man kann doch niemanden davon abhalten, wenn er irgendwo anders hingehen mchte."

"Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir auch fr das kommende Jahr ein konkurrenzfhiges Auto bauen werden. Es gibt einige Elemente, die uns noch besser machen werden. Das stimmt uns zuversichtlich", sagt Boullier mit Blick auf das kommende Jahr. Ein Kerneelement auf diesem Weg soll die weitere Zusammenarbeit mit dem Hersteller Renault sein, dessen Motoren man auch in Zukunft verwenden mchte. Red Bull hat einen entsprechenden Vertrag gerade um fnf Jahre verlngert.

"Wir stehen auch kurz vor der Verlngerung unseres Motorenvertrages mit Renault, aber man muss im Hinterkopf immer einen Plan-B haben", sagt der Teamchef. Die Mannschaft, die seit Beginn des Jahres im Besitz der Genii-Gruppe ist, trgt zwar den Namen Renault, aber dies bedeutet nicht zwangslufig, dass deren Motoren verwendet werden mssen.

"Wir sind von Cosworth angesprochen worden. Die haben zuletzt Kunden verloren und sprechen nun mit fast allen. Aber es gibt da bisher keine konkreten Plne", sagt Boullier. Ein Cosworth-Vertrag gilt demnach nur als absolute Notlsung. "Uns verbindet eine sehr enge technische Zusammenareit mit Renault. Auerdem ist unser Partner Total als Bindeglied dazwischen. Es gibt also auch kommerzielle Grnde, die fr eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Renault sprechen", so der Franzose.

Fotoquelle: xpb.cc

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