Topfavorit Sebastian Vettel vermeidet es, im WM-Kampf zu viel zu rechnen

Formel 1 2011

— 14.09.2011

Vettel: "So schlecht schaut es nicht aus"

Stargast in Frankfurt: Sebastian Vettel scheint bewusst zu werden, dass ihm der WM-Titel in dieser Saison kaum noch zu nehmen ist

Wenn Sebastian Vettel nach Singapur 125 oder mehr (statt derzeit 112) Punkte Vorsprung auf seine Verfolger im Titelrennen hat, wrde sich der Red-Bull-Pilot vorzeitig zum Weltmeister krnen. Nach seinem berragenden Sieg in Monza war ihm das zunchst noch gar nicht so richtig bewusst, doch so schn langsam scheint ihm zu dmmern, dass die Sache praktisch gelaufen ist.

"Wir sind in einer sehr guten Position", sagt Vettel bei einem Termin im Rahmen der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt. Allerdings schrnkt er ein: "Wir haben noch einige Rennen vor uns, extrem wichtige Rennen. Auch wenn es vielleicht gut ausschaut, ist es erst vorbei, wenn es vorbei ist. Unser grtes Ziel war von Anfang der Saison an, den Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Ich glaube, so schlecht schaut es nicht aus."

"Ich bin nicht der Typ, der rechnet, deswegen gehen wir Schritt fr Schritt und lassen uns beim nchsten Rennen berraschen", whnt sich der 24-Jhrige noch nicht in Sicherheit. Doch mit dieser Meinung steht er ziemlich alleine da: "Es kann eigentlich nichts mehr passieren", findet 'Motorsport-Total.com'-Experte Marc Surer. "Im Prinzip ist es gelaufen, doch rechnerisch darf man ihm noch nicht gratulieren. Er ist aber praktisch schon jetzt Weltmeister."

Und hat daher Zeit, sich um andere Dinge zu kmmern, zum Beispiel um den Auftritt von Sponsor Infiniti bei der IAA. Vettel war gestern in Frankfurt der absolute Superstar, schrieb fleiig Autogramme, lie sich fotografieren, stellte sich den Medien. Bei der Gelegenheit rumte er mit einem groen Mrchen auf: dass nmlich alle Formel-1-Fahrer im normalen Straenverkehr wie die Irren durch die Gassen donnern...

"Viele haben die Vorstellung: 'Der fhrt in der Formel 1, also fhrt er sicher auch im normalen Straenverkehr wie eine gesengte Sau.' Aber so ist das berhaupt nicht", sagt Vettel. "Im Gegenteil: Man hat ja die Mglichkeit, sich auf der Rennstrecke auszutoben, deswegen habe ich im Straenverkehr gar nicht so das Verlangen. Man wei ja aus der Formel 1, welche Krfte bei einem Unfall herrschen, deswegen wei man das auch im Straenverkehr viel besser einzuschtzen."

Fotoquelle: xpb.cc

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