Sergio Perez bei seiner ersten Ausfahrt in einem F60-Rennwagen von Ferrari

Formel 1 2011

— 16.09.2011

Bianchi und Perez testen Ferrari F60 in Fiorano

Die Ferrari-Akademie schickte am Donnerstag erneut zwei Nachwuchspiloten auf die Strecke: Dieses Mal saßen Jules Bianchi und Sergio Perez im F60

Wenige Tage nach dem Europa-Finale der Formel 1 gab Ferrari dem Nachwuchs eine Chance: Die beiden Kaderfahrer Jules Bianchi und Sergio Perez durften im italienischen Fiorano im Ferrari F60 von 2009 Platz nehmen und einige Testrunden drehen. Der Franzose und der Mexikaner waren allerdings mit unterschiedlichen Programmen betraut, sodass ein direkter Vergleich kaum sinnvoll erscheint.

Nach 70 Proberunden und einer besten Zeit von 1:00.213 Minuten hatte Bianchi aber einen kleinen Vorsprung auf Perez, der bei 46 Umläufen auf einen persönlichen Topwert von 1:00.650 Minuten kam. Akademie-Chef Luca Baldisserri spricht beiden Piloten ein Lob aus und zeigt sich vor allem mit der Debütleistung von Perez zufrieden. Der mexikanische Sauber-Fahrer saß erstmals in einem Ferrari.

"Trotzdem wusste er zu beeindrucken", meint Baldisserri. "Sergio war von Anfang an aggressiv und schnell. Er konnte sich in kürzester Zeit an das Fahrzeug anpassen. Für sein Alter ist er bereits sehr reif. Sein Verständnis ist größer als die Zeit, die er bisher in Formelautos verbracht hat", gibt der Italiener erklärend zu Protokoll. Perez selbst spricht von einem "besonderen Tag" im Ferrari.

Perez debütiert für Ferrari

"Ich möchte mich bei Ferrari für die Chance bedanken, mich zu verbessern und dazuzulernen. Man muss bedenken, wie wenige Testgelegenheiten wir während des Jahres haben", sagt der Mexikaner, der 2011 aus der GP2 in die Formel 1 aufstieg. "Es war ein Traum, einen Ferrari zu pilotieren. Mit einem solchen Team zu arbeiten und eine andere Arbeitsweise kennenzulernen, ist wichtig für mich."

Spekulationen, wonach er in Kürze immer einen roten Rennoverall tragen werde, nimmt Perez erst einmal den Wind aus den Segeln. "Ich denke, wo ich im Augenblick bin, gibt es noch reichlich Raum, um mich zu verbessern. Das ist aktuell mein Ziel", meint der 21-Jährige im Hinblick auf sein Engagement bei Sauber. "Es ist einfach unmöglich, abzusehen, wie die Dinge laufen werden."

"Mein Traum ist aber auf jeden Fall, Weltmeister zu werden. Es wäre klasse, würde dies mit einem Team wie diesem hier klappen", hält Perez fest. "Im Rahmen der Ferrari-Akademie lerne ich sehr viel. Die Arbeit im Simulator, die Meetings mit den Ingenieuren und dergleichen werden mir im weiteren Saisonverlauf und ganz allgemein in der Zukunft sicherlich eine Hilfe sein", meint der Mexikaner.

Bianchi mit Entwicklungsarbeit für Ferrari

Auch Bianchi, in diesem Jahr Gesamtdritter in der GP2-Meisterschaft, hatte einen interessanten Tag. "Wir konnten viele Runden zurücklegen. Es war eine sehr nützliche Erfahrung für mich. Diese Runden zählen sehr viel für die Zukunft, die ich gerne in der Formel 1 hätte. Jetzt freue ich mich auf den Young-Driver-Test in Abu Dhabi", sagt der Franzose, der dann erneut für Ferrari antreten wird.

Darauf ist Bianchi schon sehr gespannt: "Es wird sehr interessant sein, vom Auto des Jahrgangs 2009 in den aktuellen Rennwagen zu wechseln. Für mich stellt es eine gute Gelegenheit dar, Systeme wie KERS oder den verstellbaren Heckflügel erstmals auszuprobieren." In Fiorano hatte sich Bianchi in erster Linie mit Entwicklungsarbeit beschäftigt, wie Akademie-Oberhaupt Baldisserri erläutert.

"Jules ist schon seit dem vergangenen Jahr bei uns. In seinem Fall verwendeten wir ein Auto, das mit speziellen Sensoren ausgestattet war. Es ging darum, die Korrelation zwischen dem Auto auf der Strecke und dem Simulator zu erkunden", sagt der Italiener und merkt abschließend an: "Viele seiner Runden waren nicht aussagekräftig, weil das Hauptziel dahinter das Sammeln von Daten war."

Fotoquelle: Ferrari

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