Sebastian Vettel hat nach seiner Bestzeit am Freitag in Singapur gut lachen

Formel 1 2011

— 23.09.2011

Vettel: "Können um das Podium kämpfen"

Sebastian Vettel versucht auch nach seiner Freitagsbestzeit in Singapur, nicht an den WM-Titel zu denken: "Wir haben erst Freitag..."

Frage: "Sebastian, Tag eins in Singapur - deine Eindrücke?"
Sebastian Vettel: "Soweit war's ganz gut, wir hatten keine Probleme. Das Auto fühlt sich ganz gut an. Es ist ziemlich ruppig. Im Vergleich zu allen anderen Strecken im Kalender wird man schön durchgeschüttelt, aber es war ganz gut, denke ich."

Frage: "75 Prozent der 'Sky'-TV-Zuschauer glauben, dass du hier schon Weltmeister wirst. Ist das zu optimistisch? Wie siehst du deine Chancen?"
Vettel: "Ich glaube, es gibt genug Möglichkeiten, die eintreffen könnten. Wir konzentrieren uns darauf, ein gutes Rennen zu fahren. Was die anderen dann machen, werden wir sehen."

Frage: "Du warst als einziger Topfahrer mit einem dunklen Visier unterwegs. Was hat das für einen Vorteil?"
Vettel: "Nur am Anfang, als es noch hell war, heute Morgen (er meint Nachmittag; Anm. d. Red.). Später dann mit dem orangen. Das haben die meisten Fahrer gemacht."

Helmvisier wird überbewertet

Frage: "Trotzdem warst du der einzige Fahrer mit dem orangefarbenen Visier. Was hat das für Auswirkungen?"
Vettel: "Weiß ich nicht. Die letzten Jahre waren alle mit orange unterwegs - ich weiß nicht, was dieses Jahr anders ist. Mir hat das immer gut getan. Es hilft ein bisschen, schärft die Sinne und die Augen. Ich glaube, es ist nicht das große Geheimnis."

Frage: "Waren die Zeiten heute vielversprechend?"
Vettel: "Ja, ich denke schon. Die Strecke war von Anfang an in einem ziemlich guten Zustand, mit wenig Schmutz. Klar darf man nicht zu viel verlangen, aber ich glaube, man hat sich Mühe gegeben und es hat sich ausgezahlt. Was ein bisschen irreführend ist, ist, dass die Kerbs noch nicht überall da sind, wo sie sein sollten. Lassen wir uns morgen überraschen."

Frage: "Man sieht die Anstrengung in deinem Gesicht..."
Vettel: "Es ist schon warm! Wenn man so viel an hat, ist das wie ein Sommerurlaub mit Skigewand, in dem man auch noch ein bisschen was schafft! Da kommt man schon ein bisschen ins Schwitzen."

Frage: "Gestern hast du einen ausnehmend ruhigen Eindruck hinterlassen. Nach den zwei Trainings sieht man ein bisschen freudige Erregung - oder ist es noch derselbe Zustand wie gestern?"
Vettel: "Nüchtern. Es ist Freitag, wir haben noch viel vor uns. Heute war wichtig, einfach ein paar Runden zu fahren und ein Gefühl für das Auto zu kriegen. Ich glaube, das ist uns gelungen. Wir hatten keine Probleme und das Auto fühlt sich soweit gut an. Jetzt müssen wir vergleichen und unsere Hausaufgaben machen, dann schauen, was am Samstag und Sonntag rausspringt."

Podium auf jeden Fall möglich

Frage: "Wie lautet dein Fazit?"
Vettel: "Sieht so aus, dass wir ein gutes Auto haben, mit dem wir um das Podium kämpfen können. Das ist das Einzige, woran ich im Moment denke."

Frage: "Du warst dieses Jahr extrem dominant, obwohl du ja auch noch einen Teamkollegen hast..."
Vettel: "Ich weiß auch nicht. Es ist einfach glatt gelaufen, es war bisher eine sehr gute Saison. Ich habe kaum Fehler gemacht und war sehr konstant. Ich konzentriere mich immer auf den Moment, was dieses Wochenende auch das Geheimnis sein wird, denke ich. Ich versuche, an etwas anderes zu denken."

Frage: "Auf einer anspruchsvollen Strecke, nicht wahr?"
Vettel: "Ja, stimmt. Es ist ziemlich warm - mit dem Rennoverall, der Unterwäsche und so weiter wird es ziemlich schwül. Darüber hinaus ist es mental eine der schwierigsten Strecken. Ich mag sie, aber es gibt sicher niemanden, der aus dem Auto aussteigt und besser aussieht als vor dem Einsteigen..."

Frage: "Musstest du viel am Auto und am Setup arbeiten?"
Vettel: "Wir haben schon ein bisschen daran gearbeitet, obwohl die Basis nicht so schlecht war. Ich glaube, wir müssen über Nacht immer noch einen guten Schritt machen. Mal sehen, was die anderen anstellen. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen."

Konkurrenz schwierig einzuschätzen

Frage: "Hast du das Gefühl, gegenüber Ferrari und McLaren im Vorteil zu sein?"
Vettel: "Ich würde nicht Vorteil sagen, denn es hat ziemlich eng ausgesehen. Es hängt immer davon ab, wer wann auf die Strecke geht. Abwarten."

Frage: "Schritt eins damit erledigt..."
Vettel: "Wir haben erst Freitag. Morgen ist Samstag. Der nächste Schritt ist das dritte Training und dann kommt das Qualifying und erst dann das Rennen."

Frage: "Hast du heute mehr auf das Qualifying oder auf das Rennen hingearbeitet?"
Vettel: "Beide Setups sind ziemlich in Ordnung - ich fühle mich wohl im Auto. Wir müssen abwarten und schauen, wie schnell die anderen waren. Heute Abend machen wir unsere Hausaufgaben und dann schauen wir, was morgen geht."

Frage: "Heute schienen du und Fernando Alonso den Ton anzugeben, nicht wahr?"
Vettel: "Ich weiß nicht. Ich hatte noch nicht viel Zeit, die Zeiten zu analysieren, denn beim Fahren war ich beschäftigt. Ferrari macht aber sicher einen starken Eindruck, Felipe ja auch. Wir müssen schauen. Aber vergesst die McLarens nicht, denn Jenson hatte heute nicht den besten Tag. Wir werden sehen, was morgen passiert."

Fotoquelle: xpb.cc

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