Martin Whitmarsh entzieht Lewis Hamilton noch nicht das Vertrauen

Formel 1 2011

— 25.09.2011

Whitmarsh nimmt Hamilton in Schutz

Trotz der scharfen Kritik von Formel-1-Experten wie Marc Surer stellt sich McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh weiterhin hinter Lewis Hamilton

Schon mehrfach war Lewis Hamilton in dieser Saison in Kollisionen und Zwischenfälle verwickelt, die von Experten oftmals kritisch bewertet wurden. Beim heutigen Nachtrennen in Singapur kam es erneut zu einer Karambolage mit "Spezialfreund" Felipe Massa, der daraufhin nach der Zieldurchfahrt sogar bei einem Hamilton-Interview dazwischen ging und seinem Ärger vor laufenden Kameras Luft machte.

Auch 'Motorsport-Total.com'-Experte Marc Surer kann über den McLaren-Piloten "nur noch den Kopf schütteln", aber das Team steht weiterhin hinter Hamilton: "Vieles ist falsch gelaufen, gegen Lewis. Das kommt im Leben vor, das kommt im Sport vor", meint Teamchef Martin Whitmarsh. "Ich halte es für einen Test des Charakters, wenn sich jemand von so etwas erholt, was Lewis sicher schaffen wird. Er ist ja auch heute brillant gefahren und hat mehr Autos überholt als irgendwer sonst."

Hinter vorgehaltener Hand hört man freilich, dass Hamiltons Standing im Team durch die Serie an unnötigen Fehlern in den vergangenen zwölf Monaten enorm gelitten hat. Angeblich wurde Jenson Buttons Vertrag vorzeitig verlängert, der von Hamilton jedoch noch nicht. Viele finden daher, dass es an der Zeit wäre für ein klärendes Gespräch in der Fabrik in Woking. Whitmarsh winkt ab: "Ich setze mich ziemlich regelmäßig mit Lewis zusammen. Da sprechen wir über viele Dinge."

"Von der Garage aus betrachtet ist jeder Unfall vermeidbar", nimmt er den Weltmeister von 2008 in Schutz. "Wenn es im Team nicht gut läuft, ist es ganz natürlich, dass das für alle frustrierend ist. Es wäre leicht gewesen, zu Halbzeit des Rennens frustriert zu sein und aufzugeben, aber Lewis hat das nicht gemacht, sondern er hat uns einige der tollsten Überholmanöver gezeigt und sich mit einer fantastischen Fahrt wieder in die Punkte zurückgekämpft. Dafür verdient er Anerkennung."

Gleichzeitig räumt Whitmarsh ein: "Niemand ist perfekt. Es sind einige Fehler passiert, was uns sehr missfällt", sagt der McLaren-Teamchef und ergänzt: "Das Team ist zum Teil schuld daran, Lewis ist zum Teil schuld daran. Manchmal läuft es im Racing halt nicht so, wie man es sich wünscht. Es ist eine harte Saison, aber wir wollen versuchen, noch einige Siege zu feiern, und das gilt auch für Lewis, da bin ich mir sicher."

Zwischen den Zeilen hört man dann aber doch Kritik durch, wenn Sätze fallen wie: "Ich kann nur sagen, dass wir als Team versuchen müssen, besser zu werden. Lewis muss versuchen, als Rennfahrer besser zu werden." Das werde auch passieren, denn "Lewis ist unglaublich selbstkritisch", so Whitmarsh. "Er ist ein großartiger Fahrer. Es sind noch fünf Rennen zu fahren und ich bin mir sicher, dass wir da noch einige klassische Lewis-Fahrten sehen werden."

Fotoquelle: xpb.cc

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