Kimi Räikkönen ist sich über seine Motorsport-Zukunft noch im Unklaren

Formel 1 2011

— 27.09.2011

Räikkönen: Dockt er bei Williams an oder nicht?

Eine Verpflichtung Kimi Räikkönens würde für Williams durchaus Sinn machen, dessen Manager gibt sich aber noch zurückhaltend

Der Besuch von Kimi Räikkönen und dessen Manager Steve Robertson in der Williams-Fabrik in Grove vor wenigen Tagen hat die Gerüchte über eine mögliche Formel-1-Rückkehr des Weltmeisters von 2007 erneut angeheizt.

An seiner derzeitigen Aktivität in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) vergeht dem "Iceman" zusehends die Lust und auch seine beiden Ausflüge in die NASCAR sowie die Sportwagen-Szene waren offenbar nicht mehr als ein Versuch. Räikkönen fuhr im Mai das Rennen der Truck-Serie - der dritten NASCAR-Liga - in Charlotte, vor wenigen Wochen testete er einen Peugeot 908, wie er im Intercontinental-Le-Mans-Cup (ILMC) zum Einsatz kommt.

Aus beiden Fahrten hat sich bis heute nichts Weiteres ergeben. Räikkönen weiß gegenwärtig selbst noch nicht, in welcher Rennserie er künftig fahren möchte. Tatsache ist, dass sein Abschied aus der Formel 1 zum Ende der Saison 2009 nicht ganz freiwillig vonstatten ging. Insofern hat der Finne mit der Königsklasse noch eine Rechnung offen.

Mit der Formel 1 noch eine Rechnung offen

Räikkönens bis dato letzter Formel-1-Arbeitgeber Ferrari löste den Vertrag mit dem Finnen in Verbindung mit einer entsprechenden finanziellen Entschädigung ein Jahr im Voraus auf, um Fernando Alonso als Nachfolger verpflichten zu können. Der Hauptgrund, warum sich die Scuderia seinerzeit für den Spanier und gegen den Finnen entschieden hat, war weniger auf den Speed Räikkönens als vielmehr auf Alonsos Fähigkeit als Team-Leader zurückzuführen.

Aus Ferrari-Kreisen war am vergangenen Wochenende in Singapur zu hören, dass sich der Finne im Verlauf der Saison 2008 - als das Pendel zunehmend in Richtung Felipe Massa ausschlug - sichtlich unwohl fühlte. In der ersten Saisonhälfte 2009 fuhr Räikkönen ebenfalls nicht auf der Höhe seiner Fähigkeiten. Erst nach dem schweren Unfall von Massa im Qualifying zum Grand Prix von Ungarn war bei Räikkönen eine ansteigende Formkurve zu verzeichnen.

Daran wird deutlich, dass das Gefühl, ein Team hinter sich zu wissen, auch für den viel zitierten "Iceman" eine wesentliche Voraussetzung für Erfolge ist. Wie realistisch eine Rückkehr in die Formel 1 mit Williams ist, bleibt abzuwarten. Der inzwischen nicht mehr für die Truppe aus Grove tätige Sam Michael äußerte sich zum Thema Räikkönen in Singapur gegenüber 'Autosport' wie folgt: "Es wäre großartig, Kimi wieder in der Formel 1 zu sehen. Schließlich ist er eine Persönlichkeit, ein Weltmeister und zweifellos ein schneller Fahrer. Meine persönliche Meinung ist aber nicht zwingend die Meinung von Williams."

Von einem Verbleib Pastor Maldonados im Team geht nicht nur Michael aus: "Pastor wird in seiner zweiten Saison noch wesentlich stärker sein, da er dann alle Strecken kennt. Seine ersten vier Rennen verliefen schwierig. Für mich besteht jedoch kein Zweifel, dass er zu Recht in einem Formel-1-Cokpit sitzt." Hingegen sind die Aussichten von Rubens Barrichello auf eine Vertragsverlängerung in den vergangenen Wochen und Monaten nicht besser geworden.

Manager Robertson gibt sich bedeckt

Unterdessen gibt sich Räikkönens Manager Steve Robertson noch bedeckt und will dem angeglichen "Privatbesuch" in der Williams-Fabrik vor wenigen Tagen nicht allzu viel beimessen. "Die Leute wissen inzwischen, dass Kimi die Williams-Fabrik besucht hat. Mehr gibt es dazu aber auch nicht zu sagen", wird Robertson von 'GPUpdate.net' zitiert.

Auf die Frage, ob man sich gegenwärtig in Vertragsverhandlungen befinde, entgegnet der Räikkönen-Manager klar: "Nein". Stattdessen werde das Duo zu einem angemessenen Zeitpunkt einen Kommentar zu den künftigen Motorsport-Plänen Räikkönens abgeben.

Formel-1-Legende Jackie Stewart jedenfalls würde den Anblick Räikkönens im Williams-Cockpit absolut begrüßen. "Es stimmt, dass Kimi nur an McLaren und Ferrari gewöhnt ist, aber es wäre einen Versuch wert. Er ist ein unglaublich guter Fahrer und würde sicher einen guten Job machen", so der Schotte in Singapur.

Fotoquelle: Red Bull

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