Adrian Sutil steht bei Vijay Mallya immer noch hoch im Kurs, hört man

Formel 1 2011

— 27.09.2011

Mallya bleibt stur: Entscheidung erst im Dezember?

Offiziell will Vijay Mallya seine Fahrerentscheidung erst im Dezember treffen, hinter den Kulissen deutet aber vieles auf Adrian Sutil und Paul di Resta hin

Dass Teamchef Vijay Mallya die beiden Fahrer fr 2012 erst im Dezember bekannt geben will, erschwert fr Adrian Sutil, Paul di Resta und Testpilot Nico Hlkenberg ihre Zukunftsplanung. Denn wenn sie bis Dezember warten und dann doch kein Stammcockpit bekommen - und einer wird zwangslufig durch den Rost fallen -, knnten auch bei den anderen Teams alle interessanten Pltze besetzt sein.

Doch Mallya hat nicht vor, seine Herangehensweise noch einmal zu berdenken: "Ich habe ihnen gesagt, dass sie mich jetzt nicht mit Fahrerentscheidungen nerven sollen", wird der Inder von 'Autosport' zitiert. "Wir konzentrieren uns darauf, eine gute Position in der Konstrukteurs-WM zu erreichen. ber alles andere reden wir spter. berlasst das mir: Ich werde darber nachdenken, aber derzeit geniee ich den Augenblick."

Traum vom Podium in Indien

Denn am 30. Oktober, also nach den Grands Prix in Japan und Sdkorea, steht die Formel-1-Premiere in Indien auf dem Programm. Mallya hatte 2008 angekndigt, dass er beim ersten Indien-Grand-Prix (der damals noch fr 2010 geplant war) einen Force India auf dem Podium sehen mchte. Das scheint aus eigener Kraft nicht mglich zu sein, auch wenn der Aufwrtstrend zuletzt steil nach oben zeigt, wie das Nachtrennen in Singapur beweist.

Dort hat sich besonders di Resta hervorgetan, der nicht zuletzt dank einer cleveren Reifenstrategie (mit harten Pneus gestartet) Sechster wurde. "Wir haben vollstes Vertrauen in ihn, darum sitzt er im Renncockpit", lobt Mallya den amtierenden DTM-Champion. "Wir haben ihn schon immer fr sehr talentiert gehalten. Im Vorjahr hatten wir ihn als dritten Fahrer und wir haben gesagt, dass wir ihn ins Renncockpit setzen. Seither macht er mich stolz."

Paddock-Kenner gehen davon aus, dass di Resta sein Stammcockpit auch fr 2012 relativ sicher hat, nicht zuletzt wegen seiner engen Verbindung zu Force Indias Motorenlieferant Mercedes. In den vergangenen Wochen hat sich aber auch Sutil (zuletzt Achter in Singapur) mit starken Leistungen empfohlen. Der routinierte Deutsche ist in den Rennen meistens konstanter als di Resta und hat im Qualifying-Duell inzwischen auf 6:8 verkrzt.

Schlechte Karten fr Hlkenberg

Di Resta "hofft", dass sein neuer Vertrag nur noch Formsache ist, "aber ich kann nur weitermachen wie bisher. Ich bin dankbar, dass sie mir dieses Jahr eine Chance gegeben haben. Ich wrde gerne weitermachen, aber das ist die Entscheidung von Vijay. Ich hoffe, dass ich das erflle, was sie sich vorstellen, und dass ich die Ergebnisse hole. Ich fhle mich wohl in diesem Team. Sie haben groe Ziele, kmpfen sich nach vorne und werden immer strker."

Die schlechtesten Karten im Force-India-Spielchen "Aus drei mach zwei" hat damit wohl Hlkenberg, dessen Management bei einer Gesprchsrunde in Monza signalisiert bekam, dass sich die Entscheidung wirklich bis Dezember hinziehen wird. Der Manager eines Force-India-Stammfahrers lsst indes durchblicken, dass man davon ausgeht, auch 2012 noch im Team zu sein - und darber schon vor der ffentlichen Bekanntgabe im Dezember zu erfahren.

Als positives Indiz fr Sutil gilt brigens, dass dessen Sponsor Capri-Sonne gerade die Markteinfhrung in Indien plant. Eine Prsentation im Rahmen des Indien-Grand-Prix wre mehr als passend - und ein Rausschmiss des Deutschen, der dann Leitfigur einer begleitenden PR-Kampagne sein knnte, hchst unwahrscheinlich. Daher dementiert das Sutil-Management auch Gerchte ber einen angeblichen Besuch bei Williams in Grove.

Fotoquelle: xpb.cc

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