Die Formel-1-Fans in den USA dürften am Austin-Termin wenig Gefallen finden...

Formel 1 2011

— 29.09.2011

Austin: November-Termin als Sargnagel?

Der US-Grand-Prix in Austin fällt im Jahr 2012 ausgerechnet auf den Sonntag, an dem in Florida das NASCAR-Finale steigt - Miserable TV-Quoten absehbar

Die Formel-1-Premiere im texanischen Austin steht bereits mehr als ein Jahr vor dem Erlöschen der Startampel auf dem Circuit of the Americas unter keinem guten Stern. Nachdem die NASCAR - die in den USA mit Abstand populärste Rennserie - am Mittwoch den Kalender für die Saison 2012 offiziell bekannt gegeben hat, fällt auf, dass deren Saisonfinale und der Grand Prix der USA auf ein und denselben Sonntag fallen.

Der erste Auftritt der Formel 1 in Austin war erst vor wenigen Wochen vom ursprünglichen Juni-Termin in den November verlegt worden, um der texanischen Hitze im Sommer aus dem Weg zu gehen. Offenbar haben die Beteiligten rund um Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone und Streckenchef Tavo Hellmund dabei nicht bedacht, dass der US-Publikumsmagnet NASCAR das Saisonfinale seit Jahren am vorletzten November-Wochenende in Homestead im US-Bundesstaat Florida austrägt. Die Bekanntgabe des Kalenders am Mittwoch hatte lediglich offiziellen Charakter und war keineswegs eine Überraschung.

Zwar lässt sich eine Überschneidung angesichts von 36 NASCAR-Meisterschaftsläufen pro Saison kaum vermeiden, einige der Rennen werden allerdings als Nachtrennen am Samstagabend lokaler Zeit und nicht am Sonntagnachmittag ausgetragen. Dass der Austin-Termin nun ausgerechnet auf das Saisonfinale und damit das entscheidende Rennen im NASCAR-Titelkampf fällt, dürfte die Aussichten auf zufriedenstellende TV-Quoten für die Formel 1 alles andere als erhöhen.

Erschwerend hinzu kommt, dass die Startzeit für das 400-Meilen-Rennen in Homestead erst im vergangenen Jahr vom späten Nachmittag auf 14:00 Uhr Ortszeit nach vorn verlegt wurde. Es steht zu erwarten, dass dies auch in der Saison 2012 so beibehalten wird. Zwar befinden sich die texanische Hauptstadt Austin und Homestead nicht in derselben Zeitzone, der Unterschied beträgt jedoch gerade einmal eine Stunde. Demzufolge würde der US-Grand-Prix - die traditionelle Startzeit der Formel 1 von 14:00 Uhr vorausgesetzt - lediglich eine Stunde früher beginnen.

Wenn man bedenkt, dass die NASCAR-Rennen während der gesamten Saison von Millionen von Fans vor den TV-Geräten verfolgt werden, ist dies für die Formel 1 in puncto potenzieller TV-Quoten schon jetzt eine nahezu ausweglose Situation. Ob die Königsklasse bei ihren Neustart in den USA allein durch die Zuschauer vor Ort das Interesse wird genieren können, dass man sich im Fahrerlager vom ersten Grand Prix auf US-amerikanischem Boden seit dem Rennen in Indianapolis 2007 verspricht, bleibt abzuwarten. Durch die Terminplanung sind die Chancen jedenfalls nicht gestiegen.

Fotoquelle: xpb.cc

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