James Allison weiß, dass der Renault flüssige und schnelle Strecken bevorzugt

Formel 1 2011

— 30.09.2011

Allison spürt den Atem von Force India

Die Luft für Renault wird immer dünner: James Allison erklärt im Interview, welche Schlüsse man aus Singapur mitnahm und was für Suzuka zu erwarten ist

Renault wollte in Singapur mit Mercedes kämpfen und fand sich im hinteren Mittelfeld wieder. Damit steht zweifellos fest, dass der R31 kein Freund langsamer Strecken ist. Das komplexe Auspuffsystem stellt die Mannschaft immer wieder vor Rätsel, die beim Nachfolger für 2012 der Vergangenheit angehören sollen. James Allison erklärt im Interview, was man aus Singapur mitnehmen konnte und wo es in Suzuka hingehen soll.

Frage: "Was kann man vom Singapur Grand Prix lernen?"
James Allison: "Es ist deutlich schwieriger zu sagen, was unsere Performance auf solch langsamen Kursen dermaßen beeinflusst. Zudem ist es unklar, warum Singapur noch schlimmer war als Monaco und Ungarn. Durch unsere Experimente mit einer hinteren Mündung des Auspuffs wissen wir, dass man dadurch mehr Abtrieb an der Hinterachse generieren kann, besonders wenn man hinten eine hohe Bodenfreiheit fährt."

"Wir wissen, dass das Heck auf langsamen Strecken in allen Kurven immer hoch steht. Viel Abtrieb an der Hinterachse ermöglicht eine gute Traktion. Ebenfalls wissen wir, dass der vordere Auspuff besser funktioniert, wenn die hintere Bodenfreiheit zusammengestaucht wird. Das ist etwas, was in mittelschnellen und schnellen Kurven nicht vermieden werden kann."

"Unser Auto ist sehr empfindlich und gnadenlos, wenn es um die geringsten geometrischen Abweichungen geht. Wir werden von Problemen mit dem Heckflügel und dem Unterboden geplagt, die auf langsamen Kursen schlimmer werden. Bei hohen Geschwindigkeiten fühlt sich unser Auto wohler."

Frage: "Kann Renault diese Probleme beim R32 beheben?"
Allison: "Natürlich. Alle diese Probleme können wir bei der Entwicklung des R32 umgehen. Doch in dieser Phase der Saison ist es schwieriger, die vorliegenden Probleme des R31 anzugehen."

Frage: "Denkst du, dass der R31 in Suzuka wettbewerbsfähig sein wird?"
Allison: "Ich denke, dass wir mehr angreifen können als in Singapur. Es gibt in Suzuka lediglich zwei langsame Kurven. Der R31 fühlt sich auf flüssigen schnellen Strecken deutlich heimischer."

"Ich wäre betrübt, wenn wir im Qualifiying nicht in den Top 10 währen und damit die Enttäuschung von Singapur wettzumachen. Wir sollten in der Lage sein, das Auto wieder in die Punkte zu bringen. Das müssen wir, denn Force India atmet bereits in unserem Nacken und wir benötigen ein paar gute Ergebnisse, um sie hinter uns zu lassen."

Frage: "Welche Herausforderungen warten in Suzuka?"
Allison: "Suzuka ist, genau wie Spa, eine der klassischen Formel-1-Strecken. Sie ist bei den Fahrern beliebt. Die S-Kurven, die erste Kurve und die 130R sind ein Test für die Nerven und das Können. Die letzten beiden werden dieses Jahr besonders interessant, weil man sehen wird, wer im Qualifiying das DRS einsetzen wird. Ein nasses Suzuka-Rennen ist lange überfällig. Wir hatten seit 2005 immer eine nasse Session, aber in den Rennen war es seit zehn Jahren trocken."

Fotoquelle: Renault

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