Der Einzug ins Q3 von Suzka ist das Ziel von Bruno Senna und Witali Petrow

Formel 1 2011

— 01.10.2011

Renault: Große Hoffnungen für Suzuka

Das Renault-Team bringt weitere Updates nach Japan und ist überzeugt, auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Suzuka wieder in den Top 10 mitzuspielen

Nach dem nüchternen Singapur-Wochenende blickt das Renault-Team mit deutlich mehr Zuversicht nach Japan. Das schnelle Layout in Suzuka sollte dem R31 deutlich mehr entgegenkommen, als der verwinkelte Stadtkurs des vergangenen Rennens. In der Konstrukteurswertung hat Renault ganz klar den Anschluss an Mercedes verloren. Von hinten macht Force India Druck. Seit dem Rennen am Nürburgring konnte das Team von Vijay Mallya 31 Punkte aufholen und liegt nur noch 22 Zähler zurück.

"Ich bin überzeugt, dass Suzuka dem Auto besser liegen sollte", schildert Bruno Senna. "Die langsame Charakteristik von Singapur hatte zur Folge, dass es die schlimmste Strecke hinsichtlich der Performance für uns war. Das tat ein wenig weh, aber mit dem geplanten Update für Suzuka sollten wir stark sein. Hoffentlich können wir mit beiden Autos in die Punkte fahren. Dort gehören wir hin."

Senna wieder in den Punkten?

"Suzuka ist eine meiner Lieblingsstrecken. Die Mischung aus schnellen und mittelschnellen Kurven ist sehr reizvoll. Sie gehört zu den Klassikern und hat sich seit den Anfängen nur geringfügig verändert", berichtet der Brasilianer, der immer noch viel zu lernen hat: "Die anderen Fahrer haben zweifellos die Oberhand, weil sie mehr Rennen als ich fahren konnten. Bis jetzt bin ich auf drei sehr unterschiedlichen Strecken gefahren und Suzuka wird ein weiteres Traditionsrennen sein, bei dem ich bisher nur begrenzte Erfahrungen habe."

"Ich lerne und hole die anderen Piloten im Feld ein. Aber sie haben eine beträchtliche Menge mehr Erfahrung als ich und ein umfassenderes Wissen über die Reifen", unterstreicht Senna. "Mein Hauptziel besteht darin, weitere Punkte zu holen. Wenn wir das Auto hier und da ein bisschen verbessern können, würde das helfen."

"Wir müssen uns vor den Teams hinter uns, besonders Force India, behaupten. Wenn wir die Lücke zu Mercedes schließen könnten, würde das dem Team einen regelrechten Schub verleihen. In erster Linie müssen wir Position fünf behaupten und die Gegner in Schach halten", so Senna.

Viel Arbeit in England

Nach dem famosen Saisonstart mit dem Podium in Melbourne war die Bilanz der letzten sieben Rennen von Witali Petrow enttäuschend. Magere drei Punkte holte der Russe, der in der Meisterschaft auf Position neun liegt. "In den anstehenden fünf Rennen müssen wir zeigen, wozu wir in der Lage sind", fordert er.

"Ich bin direkt nach dem Rennen in Singapur zurück geflogen. Ich habe meine üblichen Trainingsprogramme wiederaufgenommen, bevor ich nach England zurückgekommen bin, um das Werk zu besuchen. Ich habe mich mit meinen Ingenieuren getroffen und durchgesprochen, was in Singapur passierte. Natürlich haben wir auch uns auch auf Suzuka vorbereitet. Die Ingenieure haben mir einige Daten aus dem Vorjahr gegeben, die helfen sollten", erklärt Petrow.

Für Japan ist der Renault-Pilot optimistischer als für Singapur. Dennoch ist sich Petrow auch der Komplexität der Traditionsstrecke bewusst: "Suzuka ist eine bekannte Stecke, aber auch eine recht knifflige. Jeder kennt den Kurs gut und alle Motorsport-Fans lieben ihn. Ich war erst einmal dort. Die Rennen sind etwas Besonderes. Die Strecke fordert uns in jeder Hinsicht. Sie ist herausfordernd und sehr schnell."

Petrow warnt vor dem Kies

"Wenn man die Hochgeschwindigkeitskurven - die man im vierten Gang oder höher durchfährt - zusammenzählt, dann erkennt man, dass es auf keiner anderen Strecke im Kalender mehr gibt. Der erste Sektor ist unglaublich: Die S-Kurven sind wie eine Achterbahn. Die Fliehkräfte wechseln in den langgezogenen Kurven hin und her. Es ist schwierig, auf der richtigen Linie zu bleiben. Wenn man eine Kurve nicht richtig erwischt, leidet man auch in den folgenden", so Petrow.

"Es ist wichtig, dass man in den Hochgeschwindigkeitskurven viel Vertrauen hat. Wenn das nicht der Fall ist, verliert man sehr viel Zeit", analysiert er und merkt an: "Es gibt nur wenig Spielraum für Fehler, weil es nur wenig Auslaufzonen gibt. Sobald man einen Fehler macht, ist man im Kies. Wenn man die anderen Fahrer beobachtet, realisiert man oft nicht, wenn sie einen Fehler machen."

"Man sieht, dass sie mit einem Rad über den Randstein und in die Auslaufzone fahren, bevor sie wieder auf die Strecke zurückkommen. Aber in Suzuka funktioniert das nicht", stellt Petrow fest. "Es ist eine der am meisten gefürchteten Strecken. Aber wenn man es richtig macht, erhält man eine immense Befriedigung."

Fotoquelle: Renault

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