Ecclestone und Mallya rechnen mit einer großartige Indien-Premiere

Formel 1 2011

— 05.10.2011

Ecclestone: Keine Bedenken wegen Indien-Premiere

Ob angedrohte Proteste, Zeitnot oder Probleme mit Visa oder Steuern - Bernie Ecclestone kann die Sorgen rund um die Indien-Premiere nicht nachvollziehen

Es wird eine Premiere mit Hindernissen. Der Grand Prix von Indien, der Ende Oktober auf dem Buddh International Circuit in Noida über die Bühne gehen wird, wird derzeit von einigen Unsicherheits-Faktoren umgeben. Die Streckenbetreiber arbeiten derzeit auf Hochtouren, um den Kurs rechtzeitig fertig zu stellen - Bauern drohen für das Formel-1-Wochenende mit Protestmärschen, weil sie laut eigenen Angaben nicht ausreichend für das Land, auf dem der Kurs gebaut wird, entschädigt wurden.

Und dann wären da noch die indischen Behörden, die dem Formel-1-Zirkus das Leben schwer machen. Zunächst wurden zahlreiche Visa - angeblich sogar von Nico Rosberg und einem Großteil des HRT-Teams - abgewiesen. Zudem wollen die Behörden von Teams und Fahrern zusätzliche Steuern erheben.

Ecclestone sieht keine Probleme

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone misst den zu überwindenden Hürden aber keine große Bedeutung bei. "Die Leute haben die Steuer-Struktur in Indien noch nicht verstanden und wie sie damit umgehen sollen", behauptet der 80-Jährige gegenüber 'dnaindia.com'. "Es gibt nicht wirklich ein Problem."

Der Brite zweifelt keine Sekunde daran, dass der Kurs rechtzeitig fertig wird: "Einige gute Nachrichten sind zuletzt gekommen. Die Leute leisten hervorragende Arbeit. Ich denke, dass die Fahrer sehr glücklich über die Strecke sein werden. Es ist eine sehr schöne Strecke." Sicherheitsprobleme durch die angekündigten Proteste sieht er keine: "Es gibt keinen Ort auf der Welt, wo es heutzutage nicht eine kleine Unsicherheit gibt. Ich denke nicht, dass es den geringsten Anlass zur Sorgen gibt."

Wurde in Indien alles richtig gemacht?

Sein Fazit: Man hätte beim Bau des Buddh International Circuit nichts besser machen können. "Neue Events sind wirklich ein Lernprozess", so Ecclestone, der die Situation mit dem Bau von Autos vergleicht: "Wenn Leute Autos oder ähnliches bauen, dann sehen sie sich erst mal um und machen dann weiter. Das gleiche gilt für Strecken. Wir machen große Fortschritte. Selbst wenn wir erst 2012 gekommen wären, dann wäre die Situation gleich."

Der Schritt, die Formel 1 mit Indien in einem Land, wo enorme Armut herrscht, auszutragen, sieht Ecclestone als hundertprozentig richtig: "Wir hätten schon vor langer Zeit dort sein sollen. Indien ist ein wichtiges Land und es wird immer wichtiger, je mehr Zeit vergeht. Es war so lange nicht im Kalender vertreten und jetzt wo es da ist, sind wir mehr als glücklich. Wir freuen uns wirklich auf Indien."

Fotoquelle: Force India

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