Adrian Sutil stellt sich selbst ein gutes Zeugnis aus: "Nicht viele Fehler gemacht"

Formel 1 2011

— 06.10.2011

Suzuka: Sutil hat Renault im Blick

Force-India-Pilot Adrian Sutil glaubt, dass sein Team in den verbleibenden Rennen noch an Renault vorbeiziehen kann - Im Qualifying ist Reifensparen angesagt

Für Adrian Sutil sind Formel-1-Rennen in Japan immer so etwas wie ein kleines Heimspiel, schließlich startete der gebürtige Starnberger 2006 in der japanischen Formel-3- und Super-GT-Serie. Den 5,8 Kilometer langen Kurs in Suzuka, auf dem die "Königsklasse" an diesem Wochenende gastiert, kennt Sutil seither bestens - zumal sich die Rennstrecke in den vergangenen Jahren nicht verändert hat.

"Das ist auch schön so", sagt Sutil. "Nicht einmal die Auslaufzonen haben sich verändert. Es sind nach wie vor Kiesbette da. Ich finde das gut, es ist noch eine richtige Naturrennstrecke. Es hat dabei noch sein eigenes Flair, das ist ganz wichtig." Zu den Charakteristika der Berg-und-Tal-Bahn gehört allerdings auch der traditionell hohe Reifenverbrauch.

"Da die Strecke sehr reifenmordend ist, glaube ich, dass man auch ein bisschen schauen muss und im Qualifying Reifen spart", meint Sutil, dem es wichtig ist, auch im Rennen noch auf frische Reifensätze zurückgreifen zu können. "Weil dann kommt man, wenn einer mit den Reifen Probleme hat, auf jeden Fall vorbei - egal ob es eine Strecke ist, auf der es einfach ist zu überholen, oder schwieriger. Deshalb muss man, glaube ich, eher auf Sonntag gucken."

Reifenausrüster Pirelli stellt an diesem Wochenende die weiche und die mittelharte Gummimischung zur Verfügung. Sutil kann damit gut leben. "Die haben uns bisher eigentlich ganz gut gelegen. Je mehr Rennen man fährt, desto mehr Erfahrung sammelt man, desto einfacher wird es. In jedem Rennen geht es besser. Ich glaube, dass wir inzwischen schon genug Rennen hatten, um die Reifen gut zu verstehen. Diesbezüglich sollten wir keine Probleme haben."

Angesichts der 36 WM-Punkte, die Force India in den vergangenen fünf Rennen holen konnte, rechnet sich Sutil Chancen aus, in der Konstrukteurswertung noch an Renault vorbeiziehen zu können. Die Schwarz-Goldenen haben zwar noch 22 Zähler Vorsprung auf Force India, sammelten aber im selben Zeitraum magere fünf Punkte. "Die Chancen stehen ganz gut, finde ich. Wir müssen natürlich dafür arbeiten, konzentriert und ruhig bleiben, aber es ist immer gut, wenn man am Ende einer Saison in einer stärkeren Position ist", findet Sutil.

In der vergangenen Saison ging Force India im letzten Saisondrittel die Puste aus. Letztlich musste man sich Williams knapp geschlagen geben und landete mit einem Punkt Rückstand auf die ehemalige Weltmeistertruppe auf Platz sieben der Gesamtwertung. Mit etwas Glück winkt in diesem Jahr Platz fünf in der Konstrukteurswertung. "Es ist immer noch möglich", glaubt Sutil.

Allerdings profitierte Force India in dieser Saison auch von den Problemen der Konkurrenz. "Es würde vielleicht ein bisschen anders aussehen, wenn wir nicht diesen Saisonauftakt und die Getriebeprobleme in Monza gehabt hätten", sagt beispielsweise Sauber-Geschäftsführerin Monisha Kaltenborn.

Zur Erinnerung: Die beiden Sauber-Piloten Sergio Perez und Kamui Kobayashi überquerten beim Saisonstart in Australien auf den Plätzen sieben und acht die Ziellinie, wurden aber anschließend wegen illegaler Heckflügel disqualifiziert - wodurch Sutil und Teamkollege Paul di Resta auf die Plätze neun und zehn vorrückten.

Doch seit dem Grand Prix von Deutschland trumpft Force India aus eigener Kraft auf. Beim vergangenen Rennen in Singapur erreichte Force India sogar mit beiden Autos die Punkteränge. "Darüber waren wir sehr glücklich", sagt Sutil. "Hier in Suzuka wird es vielleicht etwas anders sein, denn Renault ist hier besser als in Singapur. Aber wir haben immer eine Chance und wir müssen im Moment das Maximum rausholen."

Dieses Motto gilt auch für Sutil persönlich, schließlich weiß der 28-Jährige noch nicht, ob er auch in der kommenden Saison einen Platz in der Formel 1 finden wird. Mit seiner persönlichen Entwicklung ist er aber zufrieden. "Ich bin jedes Jahr besser und besser geworden. Letztes Jahr war bereits eine sehr gute Saison, abhängig vom Auto. In diesem Jahr habe ich nicht viele Fehler gemacht."

"Ich war konstant und habe so viele Punkte wie möglich geholt, insofern bin ich recht zufrieden", fährt Sutil fort. "Es gibt immer noch etwas Spielraum, um sich zu verbessern. Ich denke nie, dass ich schon genug gelernt habe, oder so. Selbst nach 15 Jahren kann man in einem derart schnellen Geschäft noch etwas lernen. Aber ich fühle mich gut und habe das Gefühl, dass ich mich in die richtige Richtung bewege."

Fotoquelle: xpb.cc

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