Lewis Hamilton will in Suzuka wieder ein positives Rennen fahren

Formel 1 2011

— 06.10.2011

Hamilton: "Der größte Test meiner Karriere"

Lewis Hamilton hat sich in Suzuka der Kritik gestellt - Der McLaren-Pilot will sich in den verbleibenden Rennen so gut wie möglich aus Problemen heraushalten

Seit dem Nachtrennen in Singapur ist Lewis Hamilton wieder im Kreuzfeuer der Kritik gestanden. Die Kollision mit Felipe Massa wurde unendlich diskutiert. Auch in Japan musste sich Hamilton am Donnerstag den Fragen der Journalisten stellen, wo es hauptsächlich um seine kontroverse Saison ging. Eigentlich lässt das den Briten ziemlich kalt. Er konzentriert sich auf das Rennwochenende und will gewinnen. Das Thema mit Massa hat der McLaren-Pilot abgehakt.

"Dazu gibt es nicht viel zu sagen. Ich konzentriere mich auf dieses Wochenende. Es ist schade, dass wir noch immer über das letzte Rennen reden. Aber so ist es eben. Ich konzentriere mich darauf, hier ein gutes Wochenende zu haben. Für mich ist das abgeschlossen, es liegt in der Vergangenheit. Ich hatte meine Strafe bekommen."

In Singapur kam es im Parc Ferme zu einer kleinen Auseinandersetzung. Was passiert in Suzuka, wenn sich Massa und Hamilton begegnen? "Ich glaube nicht, dass wir uns etwas zu sagen haben", findet der Brite. "Ich hatte meine Strafe bekommen. Ich glaube nicht, dass wir über irgendetwas diskutieren müssen. Ich werde ihn an diesem Wochenende sicher sehen und hoffentlich sprechen wir über normale Dinge."

Hamilton wollte in dieser Saison Weltmeister werden. Dieses Vorhaben ging gründlich daneben. Wenn man in einigen Jahren auf die Saison 2011 zurückblicken wird, dann bleiben eine dominante Leistung von Sebastian Vettel in Erinnerung, außergewöhnliche Rennsiege von Jenson Button und kontroverse Situationen um Hamilton. "Ich sehe nicht, dass jemand anderes auch diese Probleme hat. Ich sehe aber auch nicht viele Leute, die das erreicht haben, was ich geschafft habe", sagt der Weltmeister von 2008.

"Bis 2008 habe ich, seit ich acht Jahre alt war, in jedem zweiten Jahr meiner Karriere einen Titel gewonnen. Ich habe mich bis jetzt also gut geschlagen. Ich hatte aber auch ein paar harte Jahre. In dieser Saison war es vermutlich am schwierigsten. Es war der größte Test meiner Karriere bislang. Es geht nicht darum, wie oder was ich in diesem Jahr gemacht habe, sondern wie ich davon wachse."

"Wie ich daraus herauskomme und gleichzeitig an die Spitze komme. Ich glaube, ich hatte einfach Pech. Mir sind Fehler passiert. Jenson hat gute Arbeit geleistet. Man darf aber nicht vergessen, dass ich nur 17 Punkte hinter Platz zwei liege. Außerdem darf man nicht vergessen, dass alle mehr als 100 Punkte hinter Sebastian liegen."

Kritik lässt Hamilton kalt

Hamilton hat in diesem Jahr so viele Schlagzeilen wie Vettel geschrieben. Während der Deutsche von den weltweiten Medien in den Himmel gelobt wird, wurde Hamilton oft zerrissen. Wie geht er damit um? "Ich lese keine Kritik, aber ich weiß, dass alle hier und rund um den Globus Geschichten schreiben. Ich lebe einfach mein Leben und bin glücklich."

"Es gibt tolle Menschen in meinem Leben, ich habe ein großartiges Management. Ich habe eine tolle Familie und gute Freunde. Ich habe einen unglaublichen Job, also kann ich mich nicht beklagen. Ungeachtet der Leute, die Scheiße über mich schreiben, konzentriere ich mich auf die Hauptsache. Ich will Rennen gewinnen."

"Ich denke, die Kritiker haben das Recht auf ihre Meinung. Die Leute müssen aber verstehen, dass es im Auto keine einzige Sekunde gibt, die gleich ist. Keine einzige Kurve ist in der nächsten Runde genau gleich. Im Verlaufe des Rennens kommst du in eine andere Situation. In einer Runde bist du etwas vorne, in der nächsten etwas zurück."

"Es passieren so viele Dinge. Man jongliert mit ihnen. Speziell wenn man jemanden überholt, kann man einen Ball verlieren. Dagegen kann man nichts tun. Man kann einen Ball verlieren, man verbremst sich, fährt geradeaus und kann weiterfahren. Oder du verlierst einen Ball und bekommst eine Strafe. Diesen Ball habe ich recht oft fallengelassen. Es ist aber nicht immer gleich."
Management ist nicht schuldig

"Man kann leicht sagen, dass man aus diesem Fehler lernen muss, aber es passieren auch andere Fehler. Ich muss mein Bestes geben. Ich mache nichts falsch. Es ist nicht mein Management wie viele meinen. Ich bin sehr, sehr glücklich mit meinem Management. Das war eine meiner besten Entscheidungen."

Es kam oft das Thema zur Sprache, dass sich Hamilton verändert hat, seit ihn sein Vater Anthony nicht mehr so intensiv betreut. Das sieht er nicht so. "Als ich mit meinem Vater gesprochen habe, wollte er nur, dass ich glücklich bin. Ich sagte ihm, dass ich glücklich bin und er meinte, solange ich glücklich bin, ist er es auch. Er ist einfach nur ein besorgter Vater, was normal ist.

Hamilton ist es in den vergangenen Rennen schon ruhiger angegangen als im ersten Saisondrittel. Speziell beim Start ist er mit seinem McLaren relativ verhalten an die Sache herangegangen, was ständig Platzverluste zur Folge hatte. Dennoch ist in Singapur wieder eine unglückliche Situation passiert.

Für die restlichen Rennen hat sich der 26-Jährige vorgenommen, sich aus Problemen herauszuhalten. "Meine Fans und meine Freunde sagen mir ständig, dass ich so weitermachen soll, wie ich bin. Das hat mich aber in einige Schwierigkeiten gebracht. Ich werde sehen, wie es in den nächsten Rennen läuft. Wenn ich meine Aggressivität abstimmen und mich aus Problemen heraushalten kann, dann werde ich das tun.

Fotoquelle: McLaren

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