Jarno Trulli hat kein grundsätzliches Problem mit Lewis Hamiltons Fahrweise

Formel 1 2011

— 06.10.2011

Trulli nimmt Hamilton in Schutz: "Er tut keine verrückten Dinge"

Jarno Trulli hält nichts davon, Lewis Hamilton in einem Fahrerbriefing öffentlich wegen seiner Fahrweise zu kritisieren - "Ich habe kein Problem mit ihm"

Lewis Hamiltons Fahrweise sorgt in dieser Saison für reichlich Diskussionen. Zahlreiche Zwischenfälle und Kollisionen führten dazu, dass der Ex-Weltmeister regelmäßig bei den Rennkommissaren vorstellig werden musste. Nach Hamiltons jüngstem Techtelmechtel mit seinem alten Rivalen Felipe Massa in Singapur machten bereits Gerüchte die Runde, dass der sich Rest des Teilnehmerfelds den McLaren-Piloten in einer Fahrerbesprechung vor dem Grand Prix von Japan vorknöpfen würde.

Dazu wird es allerdings trotz der lauthals verkündeten Beschwerden Massas voraussichtlich nicht kommen. "Wenn man ein Problem mit ihm hat, soll man einfach zu ihm gehen und mit ihm reden", sagt beispielsweise Jarno Trulli über Hamilton. Der Lotus-Pilot wendet sich indirekt an Massa: "Es ist sinnlos, zur Presse zu gehen, eine Geschichte zu erfinden und sie immer mehr aufzublasen. Ich weiß nicht, was hier eigentlich die Situation ist und woher es kommt. Aber wenn man ein Problem, sollte man mit dem entsprechenden Fahrer reden."

Der Ferrari-Pilot lehnt es ab, auf Hamilton zuzugehen. Stattdessen erwartet der Brasilianer, dass Hamilton auf ihn zukommt. "Ich werde jetzt nicht mehr zu ihm hingehen, um mit ihm zu reden. Ich habe mir nichts zuschulden kommen lassen. Wenn er mich aufsuchen und reden will, ist das okay", meint Massa. Ein übliches Verhaltensmuster im Kindergarten der Egomanen, auch Formel-1-Fahrerlager genannt.

Trulli hält ähnlich wie sein erfahrener Kollege Rubens Barrichello nicht davon, einen einzelnen Fahrer vor allen anderen anzuklagen. "Ich ziehe es vor, es nicht vor allen auszubreiten, so lange es nicht ganz eindeutig ist. Unfälle können passieren", findet der Italiener. "Manchmal macht man einen Fehler - und er [Hamilton; Anm. d. Red.] hat mehrere gemacht, das ist klar. Damit hat er unglücklicherweise sein Rennen und das Rennen eines Anderen zerstört."

"Man kann sicher sagen, dass er sich etwas beruhigen muss", sagt Trulli über Hamilton. "Aber ich sehe in ihm keine Gefahr. Ich habe kein Problem mit ihm, aber ich stehe sowieso ganz hinten [lacht]. Wir alle haben den Eindruck, dass er derzeit überfährt, dass er vielleicht übertreibt. Aber er tut keine verrückten Dinge, er macht einfach Fehler."

Für Trulli sieht es vielmehr so aus, als habe sein über zehn Jahre jüngerer Konkurrent derzeit einfach einen schlechten Lauf. "Manchmal hat man einfach eine Phase, in der alles, was man tut, schlichtweg nicht zu funktionieren scheint. Da muss man einfach versuchen, alles weiterhin ordentlich zu erledigen und sich vielleicht etwas stärker zu konzentrieren. Dabei sollte man sich nicht zu sehr von seinem Kopf ablenken lassen. Man muss einfach wissen: Man hat einen Fehler gemacht oder etwas Pech gehabt."

"Solche Dinge passieren, das ist Teil des Spiels", fährt der 37-Jährige fort. "Aber man muss sich auf das, was man tut, konzentrieren, und sich nicht zu viele Sorgen darüber machen, wie man Dinge anders angehen kann. Natürlich muss man sich selbst und seine Rennen analysieren und feststellen, wo man einen Fehler gemacht hat und was man besser machen kann."

Fotoquelle: Team Lotus

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