Felipe Massa konnte in der Qualifikation Teamkollege Fernando Alonso schlagen

Formel 1 2011

— 08.10.2011

Ferrari zufrieden: Mehr war nicht drin

Während sich Fernando Alonso in der Qualifikation Teamkollege Felipe Massa geschlagen geben musste, zeigte sich das Team zufrieden

Fernando Alonso hatte schon am Freitag trotz guter Rundenzeit vermutet, dass man gegen die Konkurrenz in Suzuka keine Chance hat. Das bewahrheitete sich im Qualifying, als sich der Spanier mit 0,420 Sekunden Rückstand sogar knapp hinter Teamkollege Felipe Massa anstellen musste. Dem Brasilianer fehlten auf der vierten Position liegend 0,338 Sekunden auf Sebastian Vettel.

"Das war eine schwierige Qualifyingeinheit", so Massa. "Zumindest haben wir es geschafft, eines der vier besten Autos hinter uns zu lassen. Hier ist es nie leicht, eine perfekte Runde zusammen zu bekommen, und mein letzter Versuch war sehr gut, auch wenn ich im letzten Sektor etwas Zeit verlor. Morgen wird es wichtig sein, einen guten Start hinzubekommen."

"Die Tatsache, dass Hamilton in der Startaufstellung neben mir steht, macht für mich keinen Unterschied aus. Es ist egal, ob er es ist oder irgendjemand anderes. Es sieht danach aus, als würde das Rennen kompliziert werden, mit einer Menge Stopps, um die Reifen zu wechseln, welche hier eine beträchtliche Abnutzung zeigen. Das bedeutet, dass die Strategie eine Schlüsselrolle spielen wird. Es wird entscheidend sein, die richtige Geschwindigkeit zu finden. Man muss schnell sein, aber gleichzeitig auch die Reifen schonen."

"Das Überholen wird trotz KERS und DRS nicht einfach. Vielleicht wird die Abnutzung der Reifen mehr zählen, wenn man aus der sehr langsamen Schikane langsam auf die Hauptgerade herauskommt. Unser Ziel ist das Podium. Wir starten einen Platz davon entfernt, also ist das eine realistische Erwartung."

"Ich bin über dieses Ergebnis nicht sehr überrascht", so Alonso. "Schlussendlich waren McLaren und Red Bull das gesamte Wochenende über schneller als wir, und zumindest haben wir es geschafft, vor Webber zu kommen. Es scheint, als hätten wir dieses Jahr ein Ticket für den fünften Platz, zumindest bedeutet dies, dass ich von der sauberen Seite der Strecke starten kann."

"Ich erwarte, dass morgen eine beträchtliche Abnutzung der Reifen im Rennen den Schlüsselfaktor darstellen wird. Es besteht die Möglichkeit einiger Boxenstopps, was bedeutet, dass die Strategie eine sehr wichtige Rolle spielen wird. Wir hoffen, dass wir nicht dieselben Probleme wie in Singapur vor zwei Wochen haben werden."

"Wir werden versuchen, die besten Entscheidungen zu treffen und um eine Zielankunft auf dem Podium zu kämpfen, was ein realistisches Ziel ist. Der Sieg ist es sicherlich nicht, das haben wir im Qualifying gesehen, McLaren scheint hier sehr nahe an Red Bull zu sein."

"Der Start wird sowohl für mich als auch für Felipe ein wichtiger Moment, wir werden versuchen, Druck auf die dichtesten Fahrer bei uns zu machen. Wenn wir es schaffen, ein paar Plätze gutzumachen, dann werden wir versuchen, mitzureden."

"Mein Fehler auf dem ersten Versuch im dritten Qualifying-Durchgang? Ich machte bis an das Maximum Druck, aber nachdem ich mir die Analyse der Rundenzeiten angeschaut habe, denke ich nicht, dass ich auf meinem zweiten Versuch hätte viel besser abschneiden können."

"Bevor ich über unsere heutige Leistung sprechen werde, möchte ich diese Möglichkeit für eine allgemeinere Beobachtung nutzen", so Teamchef Stefano Domenicali. "Heute ist es einmal mehr vorgekommen, dass wir Autos gesehen haben - nicht weniger als vier im dritten Qualifying-Durchgang -, die eine fliegende Runde aufgegeben haben, so wie das schon oft während dieser Saison passiert ist."

"Es liegt nicht an mir, jene zu kritisieren, welche sich dafür entscheiden, was aus dem technischen Standpunkt absolut zu respektieren ist, aber ich denke, dass dies zeigt, dass dies nicht die richtige Art und Weise ist, in der ein Qualifying durchgeführt werden sollte. Wir sollten darüber für die Zukunft sorgfältig nachdenken, denn ich denke nicht, dass dies für die Zuschauer auf den Tribünen und vor dem Fernseher eine gute Sache ist. Ich muss sagen, dass sie in Bezug auf die Art und Weise, wie man ihre Leidenschaft für die Formel 1 fühlen kann, unglaublich sind."

"Um auf unser Ergebnis zu kommen, ich muss sagen, dass es mehr oder weniger das ist, was wir erwartet haben. Wir wissen, wo wir im Moment technisch stehen, und wir wollen versuchen, das Maximale aus jeder Möglichkeit zu machen, um um eine Zielankunft auf dem Podium zu kämpfen. Wir werden dies mit unserer bekannten Entschlossenheit tun."

"Alles in allem ist dies das Ergebnis, das wir erwarten konnten", so Chefingenieur Pat Fry. "Wir hatten das Gefühl, dass wir den Abstand auf die Pole im Vergleich zu den Rennen zuletzt ein wenig hätten reduzieren können, wenn wir das bestmögliche Paket zusammengestellt und das Maximale aus ihm herausgeholt hätten. Selbst wenn dies nicht die Hierarchie in der Boxengasse verändert hätte, hätte es so kommen können."

"Felipe hatte ein großartiges Qualifying, besonders im dritten Durchgang. Wir hoffen aus diesem Grund wirklich, dass er einmal nach all den Problemen, die er vor kurzem hatte, ein normales Rennen haben kann."

"Das morgige Rennen wird sehr hart, besonders für die Reifen, denen auf dieser Strecke für gewöhnlich eine harte Zeit beschert wird. Es wird aus diesem Grund entscheidend sein, die richtige Strategie zu wählen, die besten Momente zu finden, an denen man die Reifen wechselt vor allem darf man sich keinerlei Fehler erlauben."

"Wir sind verpflichtet dazu, bis zum letzten Ende zu kämpfen, um alle Ziele zu erreichen, die wir in dieser Saison noch erzielen können. Und wir werden nichts dem Zufall überlassen. Gleichzeitig müssen wir die verbleibenden Tage auf der Strecke in dieser Saison nutzen, um so viel wie möglich über Elemente zu lernen, die für kommendes Jahr nützlich sein könnten."

Fotoquelle: xpb.cc

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