Fernando Alonso hat großen Respekt vor Sebastian Vettel

Formel 1 2011

— 08.10.2011

Alonso: "Vettel fährt einfach perfekt"

Fernando Alonso lobte die Leistungen von Sebastian Vettel und Red Bull und hat kein Problem damit, einen Rekord an den Deutschen abzugeben

Sebastian Vettel knackte in der Kategorie "jüngster Fahrer" bereits einen Rekord nach dem anderen, egal, ob es um den ersten WM-Punkt, den ersten Sieg oder den ersten WM-Titel geht. Schon am Sonntag kann er sich zum jüngsten zweimaligen Formel-1-Weltmeister der Geschichte krönen.

Im Jahr 1995 setzte sich Michael Schumacher diese Krone auf, als er seinen WM-Titel 1995 in Aida (Japan) im Alter von 26 Jahren und neun Monaten erfolgreich verteidigte. 2006 übernahm Fernando Alonso in Sao Paulo im Alter von 25 Jahren und zwei Monaten, als er in Sao Paulo zum zweiten Mal Formel-1-Weltmeister wurde.

Am Sonntag wäre Vettel 24 Jahre und 98 Tage alt, würde damit Alonso in dieser Kategorie vom Thron stürzen. Der Spanier würde das gelassen sehen: "Damit habe ich kein Problem, hoffentlich werde ich dann der jüngste dreifache Formel-1-Champion!"

Alonso lobt Vettels fahrerischen Qualitäten

Der 30-Jährige hat kein Problem damit, weil Vettel einfach sehr gut fahre: "Ich habe dieses Jahr schon fünfmal gesagt, dass Sebastian eine perfekte Meisterschaft ohne Fehler fährt. Er fährt fantastisch. Generell hatten sie ein Paket, das besser war als die Pakete der anderen."

Aber natürlich habe auch das Team einen großen Anteil an den Erfolgen des Heppenheimers: "Sie verfügen über das beste Auto, es ist für sie die 15. Pole-Position in diesem Jahr in Folge. Vielleicht sehen wir in den kommenden 20 Jahren kein derart dominantes Auto mehr. Sie haben ein sehr gutes Auto."

Die Steigerung des Fahrer-Auto-Pakets ist gigantischs

Diese Saison hat Vettel nach 14 Rennen 309 Zähler auf dem Konto und genießt einen gewaltigen Vorsprung auf die Konkurrenz. Im vergangenen Jahr belegte er nach 14 Saisonrennen mit 163 WM-Punkten nur den fünften Platz.

"Auch im vergangenen Jahr war das Auto sehr schnell, aber sie haben nicht alle Rennen beendet", erinnert der Rennfahrer aus Oviedo. "Da hatten sie häufig mechanische Probleme, diese Saison passt das bei ihnen auch." In der Tat hatte Vettel damals bis zum 14. Rennen drei Nullnummern verkraften müssen.

"Und zudem leistet Sebastian perfekte Arbeit, in jedem Rennen, in jeder Qualifikation, bei den Starts - alles war perfekt. Sie verdienen die Meisterschaft. Wenn du die Meisterschaft fünf oder rechnerisch vier Rennen vor dem Saisonende gewinnst, dann ist das etwas Spezielles, und das haben sie dieses Jahr geschafft."

Auch Alonso vermisst das Testen

Ferrari konnte sich im Lauf der Saison zwar steigern, aber den Anschluss an die Konkurrenz hat man nie gefunden - nicht zuletzt deswegen, weil Testfahrten während der Saison verboten sind. Aus diesem Grund erinnert sich Alonso gern an die damalige Zeit.

"Es gab zu dieser Zeit natürlich potentiell mehr Raum, um kreativ zu sein, etwas Neues zu finden, das deine Gegner überrascht", so der Ferrari-Pilot. "Nun gibt es keine Überraschungen mehr, man muss die Aerodynamik verbessern und das Reglement möglichst gut interpretieren. Man muss während des Jahres das Limit von dem finden, was möglich ist. Darüber hinaus gibt es nicht viel Raum."

"Wir haben heute gesehen, wie Leute mit 1,2 oder 1,3 Sekunden Rückstand auf die Pole aus dem zweiten Qualifying-Durchgang ausgeschieden sind. Für einige der Teams ist das ein wirklich kleiner Abstand. Es geht alles sehr eng zu, und es gibt keine magischen Dinge mehr, die dich vor einen Gegner bringen können."

An die Millionen-schweren Entwicklungsschlachten blickt Alonso ein wenig wehmütig zurück: "Ich habe die Saison 2005 mit all den großen Herstellern wie Toyota, Honda und BMW geliebt, als alles komplett frei war. Aber die Situation ist heute nicht mehr wie damals. Ich denke, dass die wirtschaftliche Lage und Situation in der Welt es einfach nicht mehr zugelassen hat."

Fotoquelle: xpb.cc

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