Michael Schumacher soll 2012 die Chance auf Grand-Prix-Siege bekommen

Formel 1 2011

— 10.10.2011

Brawn verspricht: Mercedes 2012 schöner und schneller

Mercedes-Teamchef Ross Brawn sieht seine Mannschaft bezüglich 2012 auf einem guten Weg: Ziele teils übertroffen - Crashtests als mögliche Stolpersteine

Alle Mercedes-Fans warten seit dem Start ins 2010 auf große Erfolge. Nachdem die Stuttgarter damals die Weltmeistermannschaft Brawn übernommen hatte, kämpft man um den Anschluss an die Formel-1-Spitze. Die Arbeit ist mühsam und geht nur langsam voran - wenn es überhaupt voran geht. In den bisherigen 15 Rennen der Saison hat Mercedes 123 Punkte geholt. Zum Vergleich: Nach 15 Grands Prix des Vorjahres hatte das Team 168 Zähler auf dem Konto. Die Tendenz ist also eher negativ.

Man erklärte die bisherigen Probleme immer mit umfassenden Umstrukturierungen und einer Findungsphase als "neues Team". 2012 gelten diese Argumente nicht mehr. Man hat sich finden können, holte sich zum kommenden Jahr unter anderem in Aldo Costa und Geoff Willis erfahrenes und bewährtes Toppersonal an Bord. Im kommenden Jahr müssen die entsprechenden Ergebnisse kommen, sonst verliert womöglich Superstar Michael Schumacher die Lust - oder auch die Führungsetage des Daimler-Konzerns.

Mercedes hat sich recht frühzeitig auf die Entwicklung des Autos für 2012 gestürzt. "Wie alle neuen Autos wird es mit jeder Menge Referenzen entwickelt, im Vergleich zu dem Auto, das wir haben und kennen. Wir sind natürlich optimistisch und glauben, dass wir ein besseres Auto produzieren können als wir jetzt haben. Was wir aber nicht wissen, ist, was die anderen zustande bringen, ob die sich vor- oder rückwärts entwickeln", sagt Teamchef Ross Brawn.

"Aber wie jedes Team setzen auch wir uns bei einem neuen Auto eine Reihe von Zielen, die wir so ambitioniert wie möglich gestalten. All unsere Ingenieure arbeiten hart daran, diese Ziele zu erreichen. Wir nähern uns jetzt schon vielen dieser Ziele an, einige haben wir sogar bereits übertroffen", macht der Brite den Mercedes-Fans große Hoffnungen auf den kommenden Boliden, der wahrscheinlich den Namen MGP W03 tragen wird.

"Das Hauptziel ist aerodynamische Performance. Da haben wir uns ein sehr ambitioniertes Ziel gesetzt, was Anpressdruck und Effizienz angeht. Sich ein ambitioniertes Ziel zu setzen, heißt noch lange nicht, dass man es auch erreichen wird, aber ich glaube, dass wir einschätzen können, wie sehr wir uns weiterentwickeln müssen, um konkurrenzfähig zu sein. Das ist das Ziel, das wir uns gesetzt haben", erklärt Brawn. Gerade im Bereich Effizienz hinkte der Silberpfeil den Konkurrenzprodukten bislang hinterher.

"Bis jetzt läuft es gut. Wir befinden uns im Programm, aber diesen Winter ist die Herausforderung besonders groß, weil man nicht testen darf, solange man nicht alle Crashtests bestanden hat", beschreibt der Teamchef die Schwierigkeiten auf dem Weg ins neue Formel-1-Jahr. Als Ausrede darf dies allerdings nicht gelten. "Das betrifft alle Teams. Daher werden einige Programme, die man sonst erst knapp vor dem ersten Rennen erledigen würde, vorgezogen, um die Crashtests zu bestehen. Aber das wird schon gutgehen."

Brawn verspricht den Fans mehr als nur ein schnelles Auto. Es soll auch schöner werden. Nicht nur der Mercedes, sondern alle Autos der Königsklasse. "Werden sie auch, glaube ich. Das geht gerade in diese Richtung, weil wir die Nasen niedriger machen wollen, um bei einem Auffahrunfall das Risiko zu verringern", sagt Brawn. "Es hat aber aerodynamische Vorteile, das Chassis hoch zu halten. Also brauchen wir einen Übergang vom hohen Chassis zum tiefsten Punkt der Nase."

Fotoquelle: xpb.cc

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