McLaren-Team-Geschäftsführer Jonathan Neale plädiert für ein Miteinander

Formel 1 2011

— 12.10.2011

Neale: "Die Formel 1 muss zusammenhalten"

Jonathan Neale spricht über die Gerüchteküche in der Formel 1 und die Notwendigkeit, beim Thema Kosten eine intensive Zusammenarbeit zu pflegen

So sehr sich die Rennställe der Formel 1 auf der Strecke bekämpfen, so intensiv arbeiten die Teams abseits davon zusammen. Gemeinsam gilt es, die Zukunft der Meisterschaft so zu gestalten, dass der Sport langfristig auf soliden Beinen steht. Auch deswegen wurde die Teamvereinigung (FOTA) ins Leben gerufen, um beispielsweise Maßnahmen zur Kostendeckelung an den Start zu bringen.

Zuletzt kamen jedoch mehr und mehr Gerüchte auf, wonach gewisse Teams - Red Bull wurde hin und wieder genannt - nicht mehr dem Ressource-Restriktions-Abkommen (RRA) entsprechen würden. Davon will Jonathan Neale, Team-Geschäftsführer bei McLaren, aber nichts wissen. "Dieser Tage wurde viel spekuliert", meint der Brite in einer Telefonkonferenz vor dem Südkorea-Rennevent.

Tatsache sei, dass man als Außenstehender kaum eine Einschätzung abgeben könne. "Niemand von uns weiß es zu sagen", bestätigt Neale. Man sei weder ein Teil des betreffenden Teams noch habe man einen Einblick in die Business-Arbeitsweise oder in die Geschäftsbereiche eines anderen Rennstalls. "Es wird halt immer eine gewisse Spannung zwischen den Teams geben", sagt Neale.

"In der Formel 1 gibt es schon seit Jahrzehnten ein bestimmtes Misstrauen und Gerüchte zwischen den Teams. Ich denke, das ist ein Teil des Sports. Die Realität ist aber: Insgesamt muss die Formel 1 zusammenhalten", findet der McLaren-Teamfunktionär. Die FOTA leiste in dieser Hinsicht wirklich gute Arbeit, denn auf diese Weise gelinge es, "die Kosten in vielen Bereichen zu deckeln".

"Und das, obwohl jeder das Beste für sein Team will", merkt Neale an. "Die aktuelle Generation von Teamchefs ist auf jeden Fall mehr als dazu in der Lage, sowohl das große Gesamtbild zu sehen als auch ihre eigenen Interessen zu vertreten." Dies seien gute Vorzeichen für 2014 und darüber hinaus, meint Neale, der die neuen Formel-1-Regeln als "aufregende und ehrgeizige Herausforderung" sieht.

"Dabei wird es zu Drucksituationen kommen. Es gibt bestimmte Parteien, welche die Formel-1-Teams unbedingt auseinander bringen wollen. Wir bereiten uns indes darauf vor, in die nächste Runde der Verhandlungen über die Vermarktung einzutreten. Im Rahmen dessen werden sicherlich auch einige Spannungen auftreten", sagt Neale. Auch dies sei allerdings vollkommen normal in der Königsklasse.

Fotoquelle: McLaren

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