Michael Schumacher befindet sich schon seit einigen Rennen im Aufwind

Formel 1 2011

— 13.10.2011

Schumacher: Nur noch drei Punkte hinter Rosberg

In Südkorea könnte Michael Schumacher an Nico Rosberg vorbeiziehen, doch wichtiger ist ihm, dass sich Mercedes als Team nach vorne entwickelt

Im Qualifying-Stallduell liegt Michael Schumacher gegen Nico Rosberg zwar noch immer mit 3:12 im Rückstand, doch nach Punkten wird es zwischen den beiden Mercedes-Teamkollegen langsam eng: Weil Schumacher in den letzten vier Rennen 28, Rosberg aber nur 15 Zähler gesammelt hat, steht es aus Sicht des siebenfachen Weltmeisters nur noch 60:63.

Doch Schumacher "kommt es nicht darauf an", Rosberg zu schlagen oder auch nicht: "Ob ich einen Platz vor oder hinter ihm bin, ist mir nicht wichtig, sondern mir geht es nur darum, dass wir als Team in die richtige Richtung gehen und ein Auto bekommen, mit dem wir um vordere Positionen kämpfen können. Erst dann kommt es darauf an, wo ich im Vergleich zu ihm stehe", wiederholt der 42-Jährige eine in der Vergangenheit schon oft getätigte Aussage.

Allerdings dürfte es ihn freuen, dass er nach mehr als eineinhalb Jahren endlich auf einem ähnlichen Niveau fährt wie sein Teamkollege, denn ein dauerhaft verlorenes Stallduell gegen einen um 16 Jahre jüngeren Landsmann, der noch nicht einmal einen Grand Prix gewonnen hat, würde sich in den Geschichtsbüchern nicht gut machen. Aber Schumacher hat sich in den vergangenen Wochen gesteigert und insbesondere in den Rennen oftmals aufgezeigt.

Woran das liegt, weiß er selbst nicht so genau: "Unterm Strich ist es eine Kombination vieler Dinge. Der Punkt ist, dass wir öfter dazu in der Lage sind, 100 Prozent aus dem Auto herauszuholen. Das war nicht immer der Fall, aber seit drei oder vier Rennen sind wir in dieser Hinsicht ziemlich konstant", freut er sich. Nur auf eine schnelle Runde im Qualifying gelingt es Schumacher bisher nur selten, auf Rosbergs Niveau zu fahren.

Als Indiz für Schumachers Aufwärtstrend werden auch die Führungsrunden in Suzuka gewertet, auch wenn er davon "gar nichts wusste, bis es mir nach dem Rennen jemand gesagt hat". Er war so im Renngeschehen drin, dass er die Boxentafeln gar nicht beachtete. Aber: "Das ist eine schöne Nebenwirkung, doch es kam nur dazu, weil alle an die Box gegangen sind und ich draußen geblieben bin. Diese Runden zähle ich nicht als echte Führungsrunden."

Das erklärte Ziel des Comebacks war von Anfang an, wieder Grands Prix und vielleicht sogar noch eine Weltmeisterschaft zu gewinnen - wie zuletzt 2004 auf Ferrari. Bei den Roten wurde Schumacher ab 2000 fünfmal hintereinander Champion, ebenfalls mit Ross Brawn am Kommandostand. Ob er glaubt, solche Erfolge wiederholen zu können? "In der Tat, ja. Ich bin hierher gekommen, um mit Mercedes erfolgreich zu sein", antwortet er fest entschlossen.

"Nach den ersten eineinhalb Jahren war offensichtlich, dass wir etwas tun müssen. Obwohl wir fantastische Ingenieure und großartige Jungs haben, brauchen wir mehr Kapazität", weiß Schumacher. "Dafür haben wir jetzt zwei Leute geholt, von denen ich mit Aldo Costa einen schon aus meiner Ferrari-Vergangenheit kenne. Geoff Willis hat früher schon für dieses Team gearbeitet, wie man mir gesagt hat. Das sind zwei Männer mit viel Erfahrung, was uns in Zukunft helfen sollte."

Fotoquelle: Mercedes

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