Michael Schumacher kam im Qualifying nicht über die zwölfte Position hinaus

Formel 1 2011

— 15.10.2011

Mercedes: "Das Rennen dürfte interessant werden"

Nico Rosberg erzielte in der Qualifikation von Südkorea den siebten Platz, Michael Schumacher wurde Zwölfter: Mercedes will in die Punkte fahren

Gemischte Ergebnisse für Mercedes in Südkorea: Während Nico Rosberg das Potenzial seines W02 im Qualifying perfekt umsetzen und den siebten Startplatz erobern konnte, haderte sein Teamkollege Michael Schumacher mit einem Reifensatz und kam daher nicht in die Runde der letzten Zehn. Von Startrang zwölf möchte aber auch Schumacher für Mercedes noch in die Punkteränge vordringen.

Ein bisschen zerknirscht zeigt sich der Rekordchampion aber doch. "Beginnen wir einmal mit den positiven Aspekten der Qualifikation: Ich sparte mir zwei Sätze der superweichen Reifenmischung auf, was immer eine Hilfe ist. Andererseits ist es sehr schade, wie es für uns lief", meint Schumacher und schildert den Hergang der Ereignisse aus seiner Sicht: "In Q1 ging noch alles normal vonstatten."

"Und angesichts dessen, was man sonst von den Reifen erwarten kann, war es absolut gerechtfertigt, in Q2 nur einen Versuch anzusetzen. Leider spürte ich sofort, dass etwas nicht stimmte, als ich aus der Box herausfuhr. Ich hatte von Anfang an Vibrationen", meint der 42-Jährige. "Wir konnten also nur darauf hoffen, dass unser Vorsprung groß genug sein würde, um in den Top 10 zu verbleiben."

"Das war aber leider nicht der Fall. Nun müssen wir uns anschauen, was genau da vor sich ging. Anschließend konzentrieren wir uns darauf, im Rennen am Sonntag einige Positionen gutzumachen", kündigt Schumacher an. Rosberg ist indes schon jetzt "ziemlich zufrieden" und erklärt: "Es ist immer ein Kompromiss, das richtige Setup für Qualifying und Rennen zu finden." Dies gelte hier besonders.

Rosberg rechnet mit starkem Rennen

Im südkoreanischen Yeongam stand den Piloten schließlich nur eine Session im Trockenen zur Verfügung. "Es ist schön, dass wir einen Reifensatz der superweichen Sorte aufsparen konnten. Im Rennen dürfte es nicht einfach werden, einen der Top-6-Piloten abzufangen, doch hoffentlich haben wir erst einmal einen guten Start. Vielleicht können wir schon dabei eine Position gutmachen."

"Aus der Sicht der Reifen dürfte es ein interessanter Grand Prix werden", sagt Rosberg und fügt hinzu: "Vermutlich stehen viele Boxenstopps an. Ich bin aber zuversichtlich, dass unsere Jungs in den Boxen einmal mehr gute Arbeit leisten werden." Auch Teamchef Ross Brawn ist optimistisch: "Für Nico war es einmal mehr ein normaler Nachmittag. Rang sieben zeigt auf, was unser Auto leisten konnte."

"In seinem Fall wählten wir eine ausgewogene Strategie, indem wir in jeder Session nur einen Versuch wagten. Er geht mit zwei neuen weichen Reifensätzen und einem superweichen Satz ins Rennen. Die Unsicherheit in Bezug auf die Leistung der Pneus nach dem verregneten Freitag hatte zur Folge, dass wir uns möglichst viele frische Reifen aufsparen wollten", erläutert der Brite.

Schumacher hat noch alle Möglichkeiten

"Die Leistung scheint nun aber deutlich konstanter zu sein als befürchtet. Michael fuhr in Q1 auf der härteren Pneuvariante ebenfalls sehr gut, sprach bei seinem Versuch auf superweichen Reifen in Q2 aber davon, Vibrationen verspürt zu haben", hält Brawn fest. "Wir überlegten noch, die Pneus zu wechseln, entschieden uns aber dagegen und stattdessen dafür, einfach eine Rundenzeit zu fahren."

"Unterm Strich gibt diese Zeit nicht wieder, was das Auto hätte leisten können. Es war aber keine Zeit mehr, um noch einen weiteren Versuch zu starten. Trotzdem verfehlte Michael Q3 nur um eine Zehntelsekunde. Am Sonntag wird er gute Möglichkeiten haben", meint der Mercedes-Teamchef. Vor Schumacher stehen allesamt Fahrzeuge, welche der Silberpfeil über die Distanz schlagen sollte.

Hinzu kommt laut Brawn, dass die Strecke "nach all dem Regen" immer griffiger wird. "Da hier aber nur wenige Rahmenrennen stattfinden, passiert das aber nicht so schnell wie auf anderen Kursen. Das Rennen dürfte daher ziemlich interessant werden", meint Brawn und übergibt das Wort an Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Der Deutsche ist zufrieden mit dem Abschneiden des Teams.

Haug gratuliert McLaren

"Wie schon in den vergangenen Rennen, so konzentrierten wir uns auch dieses Mal darauf, die Autos bestmöglich auf den Grand Prix vorzubereiten. In Yeongam war das besonders schwierig, denn nach den nassen Verhältnissen vom Freitag hatten die Teams am Samstag nur eine Stunde im Trockenen, um sich im Rahmen des dritten Freien Trainings auf Qualifying und Rennen vorzubereiten."

"Nico und Michael konzentrierten sich darauf, Reifen für das Rennen zu sparen", erklärt Haug. "Das schränkte uns im Zeittraining vielleicht etwas ein. Am Morgen hatten wir Longruns auf beiden Mischungen absolviert und die Zeiten deuten auf eine solide Konstanz hin. Wir haben fest vor, unsere Leistungen der jüngeren Grands Prix in Spa, Monza und Suzuka zu wiederholen", meint Haug.

Es gelte für Rosberg und Schumacher, "das Bestmögliche aus unserem aktuellen Technikpaket zu machen", wie der Mercedes-Sportchef anmerkt. Abschließend schickt Haug noch Glückwünsche zu McLaren: "Gratulation an Lewis und McLaren-Mercedes zur ersten Pole-Position der aktuellen Saison, die nicht an Red Bull ging. Für McLaren-Mercedes war es bereits der 68. erste Startplatz."

Fotoquelle: Mercedes GP

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