Schumacher musste sein demoliertes Auto am Streckenrand abstellen

Formel 1 2011

— 16.10.2011

Mercedes: Guter Anfang - enttäuschendes Ende

Schumacher und Rosberg hatten gute Chancen, in Singapur in die Punkte zu fahren, am Ende schied Schumacher aus und Rosberg wurde noch zurückgereicht

Nico Rosberg beendete das Rennen in Yeongam auf der achten Position, doch eigentlich war sogar der siebte Rang im Bereich des Möglichen. Auch Michael Schumacher besaß eine gute Chance auf Punkte, bevor er von Witali Petrow unsanft von der Strecke geräumt wurde, als dieser bei einem Überholmanöver den Bremspunkt deutlich verpasste.

"Ich hatte zu Beginn des Rennens einen guten Speed, aber als wir auf die Prime-Reifen wechselten, wurde es schwieriger, weil der Reifenabbau zu stark war", berichtet Rosberg. "Ich hatte einige schöne Zweikämpfe mit Jenson Button und den Ferrari-Fahrern - ich gab alles, um mich im mittleren Stint gegen Felipe Massa und Fernando Alonso zu verteidigen."

"Dabei handelte ich mir Bremsplatten an den Vorderreifen ein und musste früher als erwartet an die Box - dadurch war mein letzter Stint auf den Prime-Reifen sehr lang. Gegen Rennende hatte ich nicht mehr genügend Grip und konnte deshalb meine Position nicht gegen Jaime Alguersuari verteidigen. Es war ein schwieriges Rennen für mich, aber ich konnte trotzdem ein paar Punkte erzielen."

"Ein unglückliches Ende eines viel versprechenden Rennens", so Schumacher. "Es ist sehr schade, denn unser Auto war im Renntrimm erneut sehr gut und ich hatte bereits einige Positionen gutgemacht. Es wäre interessant gewesen, zu sehen, was möglich gewesen wäre - wir hätten sicherlich ein paar Punkte erzielen können. Ich sah Witali Petrow bei dem Unfall nicht kommen - ich wurde plötzlich umgedreht und sah, dass mein Heckflügel herunterhing. Es war Pech, aber so etwas passiert, wenn man hart kämpft - das ist Rennsport."

"Die Anfangsphase des Rennens sah ermutigend aus", so Teamchef Ross Brawn. "Beide Fahrer machten gute Fortschritte auf den Option-Reifen - Nico kämpfte mit den Top 3-Teams und überholte dank unserer starken Boxenmannschaft die Ferraris. Beim ersten Stopp wechselten wir bei beiden Autos auf Prime-Reifen und wollten mit einer Zweistopp-Strategie durchfahren - das wäre mit den Option-Reifen im zweiten Stint grenzwertig gewesen."

"Nico fuhr gut, handelte sich aber in Runde 27 eine Bremsplatte an seinem linken Vorderreifen ein - dadurch musste er früher auf die Prime-Reifen wechseln. Ab diesem Zeitpunkt musste er für mehr als die halbe Renndistanz auf seine Reifen achten. Das gelang ihm sehr gut und er verbesserte sich von Platz 14 bis auf Position sieben. Leider konnte er Jaime Alguersuari auf der letzten Runde nicht hinter sich halten, dessen Reifen zehn Runden jünger waren."

"Michael fuhr gut, machte Positionen gut und konzentrierte sich auf sein Rennen, als ein anderer Fahrer in Kurve drei vergaß, zu bremsen. Wir haben heute nicht so viele Punkte erzielt, wie es unser Potenzial ermöglicht hätte. Dennoch sahen wir bei unserer Wettbewerbsfähigkeit ermutigende Anzeichen für die verbleibenden drei Saisonrennen. Darauf wollen wir in Indien aufbauen, wo uns alle ein neues Abenteuer erwartet."
"Das Rennen begann ziemlich gut für uns", so auch Mercedes-Sportdirektor Norbert Haug. "Nico lag nach der ersten Boxenstopprunde auf Platz fünf und vor beiden Ferraris - und er lieferte sich einige spannende Duelle mit Jenson Button, dem Sieger des letzten Rennens in Japan."

"Das Ende von Nicos Rennen war dann weniger zufriedenstellend. Er musste wegen eines Bremsplattens an seinem linken Vorderreifen früher an die Box und fuhr als Folge einen sehr langen dritten Stint, der über die Hälfte der Renndistanz ging. Auf der letzten Runde wurde Nico dank DRS überholt."

"Michael fuhr vom zwölften Startplatz ein starkes Rennen, kämpfte sich durch das Feld und lag vor dem Ferrari von Fernando Alonso, als er von einem optimistisch agierenden Gegner aus dem Rennen gerempelt wurde. Trotzdem kann unser Team von diesem Wochenende einige positive Aspekte mitnehmen: Zu Beginn des Rennens sahen wir mit hoher Spritladung und den superweichen Reifen im Konkurrenzvergleich gut aus - damit hatten wir zu Saisonbeginn noch Probleme. Wir sind mit unserem Lernprozess auf dem richtigen Weg, was eine unserer Zielsetzungen ist."

"Der zweite Platz von Lewis Hamilton ist der 100. Podestplatz für unseren V8-Motor in 105 Rennen - und in den letzten 86 Grand Prix schaffte unser V8 34 Siege. Ein Dankeschön und großes Kompliment zum Erreichen dieses Meilensteins an all unsere Kollegen bei Mercedes-Benz HighPerformanceEngines in Brixworth. Jetzt freuen wir uns alle auf den ersten Großen Preis von Indien in vierzehn Tagen."

Fotoquelle: xpb.cc

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