Lewis Hamilton konnte mit aller Kraft Mark Webber hinter sich halten

Formel 1 2011

— 16.10.2011

McLaren-Mercedes mit gestutzten Flügeln

Sowohl bei Lewis Hamilton als auch bei Jenson Button konnten die Frontflügel im Rennen nicht den vollen Abtrieb liefern

Nach der Pole-Position von Lewis Hamilton im Qualifying zum Großen Preis von Südkorea hatte der Brite im Rennen gegen Sebastian Vettel keine Chance. Am Ende belegte der McLaren-Mercedes-Pilot den zweiten Rang. Wie auch Teamkollege Jenson Button kämpfte Hamilton mit einem Problem am Frontflügel, welches Abtrieb kostete. Button kam auf der vierten Position ins Ziel.

"Dies war eines meiner stärksten Rennen der Saison", so Hamilton. "Es gab so viel Druck von Mark hinter mir, und es war so einfach, einen Fehler zu machen, die Räder zu blockieren oder neben die Ideallinie zu kommen - aber ich bin wirklich zufrieden, dass ich mir nicht einen einzigen erlaubt habe. Ich glaube, dass dies das Abzeichen eines Weltmeisters ist, dass man dem Druck widersteht, und ich denke, dass ich das im heutigen Rennen gezeigt habe."

"Unser Auto ist ganz gut vom Fleck gekommen, aber die Frontpartie hat im Verlauf des Rennens nachgelassen. Gegen Ende waren alle Schalter, die ich als Abhilfe verstellen konnte, bis an das Maximum verstellt. Das Differenzial und der Frontflügel waren am Maximum, und es gab einfach nichts mehr, was ich noch hätte tun können."

"Ich fuhr beinahe mit dem maximalen Lenkradeinschlag in die Kurven, und das Auto lenkte immer noch nicht ein. Ich konnte aus diesem Grund nicht die Geschwindigkeit in die Kurven nehmen, und aus diesem Grund konnte Mark auf mich aufholen. Erst nach dem Rennen entdeckte ich, dass wir ein Problem mit einem Trümmerteil hatten, das sich im Frontflügel verfangen hatte. Das hat womöglich das Untersteuern verursacht."

"Dies war für das Team ein gutes und starkes Ergebnis. Die Jungs haben sich das gesamte Wochenende über keinen Fehler erlaubt, wir sollten aus diesem Grund auf das heutige Ergebnis stolz sein. Aber Jungs, das war hart. Ich hoffe wirklich, dass wir unseren anhaltenden Schwung während der nächsten drei Rennen mitnehmen können. Es fühlt sich gut an, wieder zurück zu sein."

"Ich denke nicht, dass ich heute viel mehr als den vierten Rang hätte erreichen können", so Button. "Ich hatte damit zu kämpfen, während des Rennens mein Untersteuern loszuwerden. Der vierte Rang ist also ein faires Spiegelbild dessen, zu was das Auto in der Lage ist."

"Auf der ersten Runde bremste ich in die dritte Kurve, aber Felipe Massa zog innen neben mich und ich blieb außen hängen und verlor aus diesem Grund ein paar Plätze. Am Ende der ersten Runde war ich Sechster, ich denke jedoch nicht, dass diese schwache erste Runde etwas an meinem Ergebnis verändert hat."

"Während des Rennens hatte ich vorne keine Haftung. Ich kam auch nicht in die DRS-Zone, es war aus diesem Grund immer schwierig zu versuchen, auf das Auto vor mir aufzuholen, da mir der Vorteil auf der Gerade fehlte."

"Ich wurde nach meinem ersten Boxenstopp von Nico Rosberg überholt, als er sich selbst am Ausgang der Boxengasse verbremste. Der Ausgang dort ist ein wenig ungewöhnlich. Wenn man die Boxengasse hinter einem anderen Auto verlässt, dann ist man womöglich in der Lage, nach vorne zu kommen, da man den Vorteil von DRS zur dritten Kurve hin hat. Aber Nico blockierte aus den Boxen heraus seine Räder und kam neben die Ideallinie. Also überholte ich ihn, was bedeutete, dass er hinter mir die DRS-Linie überquerte, DRS nutzte, um mich auf der Gerade zu überholen."

"Ich war in der Lage, ihn mir ziemlich schnell wieder zurück zu holen, und konnte auf den Kampf um den zweiten Rang zwischen Lewis und Mark aufholen. Gegen Ende eines jeden Rennabschnitts ließen die Vorderreifen jedoch nach. Ich konnte im letzten Sektor nicht nahe genug herankommen."

"Bei den Boxenstopps stellten wir den Frontflügel steiler ein, aber ich hatte jede Menge Untersteuern, konnte also nicht nahe genug an Mark herankommen, um DRS zu verwenden. Ich denke, dass ich im gesamten Rennen DRS lediglich nur einmal verwendet habe. Selbst wenn dies ein schlechter Tag war, so war er nicht allzu schlecht."

"Ich denke, dass die Fahrt von Lewis heute absolut inspirierend war", so Teamchef Martin Whitmarsh. "Er mag das vielleicht herunter spielen, weil er ein Perfektionist ist und gewinnen wollte, aber einem solch enormen Druck Runde für Runde von einem schnelleren Auto zu widerstehen, war eine Fahrt, die den größten Champions gerecht wird."

"Seine Position im Zielmarkt im Geschichtsbuch lediglich als ein weiterer Zweiter Platz eingehen, aber er leistete sich keinen Fehler, dies war eine fantastische Fahrt, wunderschön gesichert und perfekt eingeschätzt."

"Um dies noch zu krönen, die Daten zeigten, dass er an seinem Frontflügel beträchtlich Abtrieb verlor. Nach dem Rennen untersuchten wir den Frontflügel von Lewis und entdeckten, dass links ein Schlitz durch Reifenabrieb verstopft war, ohne Zweifel ein Ergebnis des Reifenabriebs auf der Strecke."

"Als Ergebnis litt er unter massivem Untersteuern, was den Reifen zusätzlich schadete. Unter diesen Umständen war dies eine absolut fantastische Fahrt, denn es wäre absolut schnell passiert, dass man nach hinten durchgereicht wird, wenn man es mit solch massivem und konstantem Druck zu tun bekommt."

"Gleichzeitig hat Jenson eine weitere brillante und gut eingeteilte Fahrt gezeigt. Auch am Auto von Jenson entdeckten wir nach dem Rennen, dass auch er unter Beschädigungen an seinem Auto zu leiden hatte, welche durch einen Stein verursacht wurden, der den Frontflügel getroffen hatte."

"Das daraus resultierende Untersteuern hat die Möglichkeit von Jenson, im letzten Sektor der Strecke auf Mark aufzuholen beeinträchtigt, und aus diesem Grund war er nicht in der Lage, in der DRS-Zone einen Angriff zu starten und sich den dritten Rang zu sichern."

"Nichtsdestotrotz hat der heutige Tag gezeigt, dass wir ein sehr gutes Rennfahrzeug haben. Wichtiger ist jedoch noch die Tatsache, dass dies auch gezeigt hat, dass wir zwei brillante Rennfahrer haben, welche vom Start des Rennens bis zum Ende kämpfen und niemals aufgeben werden."

"Ihre beherzten Fahrten waren heute eine Belohnung für das gesamte McLaren-Mercedes-Team, das die vergangenen zwei Wochen fern ab von seiner Heimat, Familien und Freunde verbracht haben."

"Während wir alle die großartige Leistung von Red Bull anerkennen müssen, dank der sie sich heute den zweiten Konstrukteurstitel gesichert haben, möchte ich auch den Leistungen und Opfern Tribut zollen, welche unser gesamtes Team während der vergangenen zwei Wochen geleistet hat."

"Sie haben es uns ermöglicht, in den vergangenen zwei Rennen 65 WM-Punkte zu holen, eine Summe, die nun unsere Position in der Konstrukteursmeisterschaft festigt. Nach zwei fantastischen Rennen in Japan und Korea möchte ich ein herzliches Dankeschön an das gesamte Team richten. Es verbleiben 2011 noch drei Rennen und ich weiß, dass ich für alle spreche wenn ich sage, dass wir alle drei gewinnen wollen."

Fotoquelle: xpb.cc

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