Der Automobil-Weltverband FIA soll den Amerikanern bei der Unfallanalyse helfen

Formel 1 2011

— 19.10.2011

FIA soll Wheldon-Unfall untersuchen

Die IndyCar-Verantwortlichen wollen nach dem tödlichen Unfall von Dan Wheldon mehr Sicherheit - Mark Webber: "Man denkt nur selten an die Gefahren"

Nach dem tragischen Unfalltod von Dan Wheldon in Las Vages wollen die IndyCar-Verantwortlichen die Sicherheit in ihrem Sport verbessern. Von vielen Seiten gab es bislang reichlich gut gemeinte Ratschläge, doch man will nun auch nicht voreilig Maßnahmen ergreifen. Der fatale Massencrash vom vergangenen Wochenende soll intensiv analysiert werden, anschließend will man gemeinsam mit Experten an einer Verbesserung der Situation arbeiten - ein ähnliches Vorgehen wie nach dem Senna-Tod 1994 in der Formel 1.

Die Erfahrungen, die man in der Königsklasse damals machte, sollen nun auch bezüglioch der Sicherheit in der IndyCar-Serie helfen. "IndyCar hat eine intensive Untersuchung des Unfalls in Gang gesetzt. Wir werden vom amerikanischen Verband und vom Weltverband FIA unterstützt. Wir wollen herausbekommen, welche Faktoren zu diesem Unfall geführt haben", heißt es in einer Erklärung der IndyCar-Verantwortlichen. Man bittet die Öffentlichkeit um Geduld. Erst nach Abschluss der Untersuchung könne man Maßnahmen ergreifen.

Der tragische Tod des zweimaligen Indy-500-Siegers hat auch die Formel 1 wieder wachgerüttelt. "Man denkt wirklich nur selten an die Gefahren", erklärt Mark Webber im 'Sydney Morning Herald'. "Als Fahrer liebt man den Wettbewerb, man geht gern ans Limit, reizt es bis zu den ultimativen Grenzen aus. Wenn ich im Auto sitze, dann will ich immer schneller werden. Schneller, schneller - das ist alles, woran ich während der Fahrt denke."

Der Tod von Dan Wheldon führte auch bei Webber dazu, sich über die stets vorhandenen Gefahren neuerlich Gedanken zu machen. "Es gibt auch bei uns einige Stellen und Kurven, wo man niemals in einen Drift kommen sollte. Die Entscheidungen des Fahrers spielen eine erhebliche Rolle. Diese Entscheidungen treffen wir in Sekundenbruchteilen. Ich entscheide immer instinktiv so, wie ich es in dem Moment für richtig halte."

Die Gefahren im Motorsport könne man nicht komplett abstellen, meint der Australier. Die Sicherheit auf den Strecken sei in den vergangenen Jahren zwar immer weiter verbessert worden. Aber keine Maßnahme könne das Risiko auf Null herunterschrauben. "Das ist seit den 1940er-Jahren so wird es auch im Jahr 2040 noch sein", sagt Webber. "So ist der Motorsport eben. Am schlimmsten sind ohnehin technische Fehler am Auto. In solchen Fällen kannst du oft gar nichts mehr machen."

Fotoquelle: xpb.cc

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