Das schwache Abschneiden in Südkorea wurde bei Sauber detailliert analysiert

Formel 1 2011

— 21.10.2011

Sauber: Heißer Titelendspurt

Für Sauber ist die Saison 2011 noch nicht vorbei: Force India liegt nur knapp vor den Schweizern, während Toro Rosso mit Riesenschritten näher kommt

Die WM-Titel sind seit Suzuka beziehungsweise Yeongam vergeben. Dennoch hält die Saison noch einige spannende Kämpfe im Mittelfeld bereit. Zwischen den Positionen sechs und acht liegen bei den Konstrukteuren lediglicht zwölf Punkte. Durch die stark unterschiedlichen Prämien haben die Teams einen großen Ansporn, die Saison bestmöglich zu beenden. Zusätzliche Würze bekommt der Kampf durch die vielen Fragen, die die Fahrer und Teams in Indien haben.

Kamui Kobayashi freut sich vor allem auf das Essen, auch wenn er etwas Bedenken hat: "Diese Reise wird meine erste nach Indien. Ich bin sehr neugierig darauf, etwas von dem Land zu entdecken. Jeder sagt einem, man müsse mit dem Essen aufpassen. Mittlerweile bin ich zwar einerseits etwas besorgt um meinen Magen, aber andererseits ist Butter Chicken Curry mein Lieblingsessen und ich würde es sehr gerne einmal da essen, wo es herkommt."

Kobayashi hofft auf viele Fans

"Natürlich kenne ich die Strecke noch nicht. Vielleicht werde ich sie ablaufen, wobei ich das generell nicht als sehr hilfreich betrachte. Denn das Tempo, mit dem du da später im Formel-1-Rennwagen entlang fährst, ändert einfach alles. Ich will bei dem ersten Grand Prix von Indien ein gutes Ergebnis für das Team und für mich holen und ich hoffe, das Interesse der Menschen dort wird groß sein", erklärt der Japaner. "Das ist immer eine kritische Frage bei Debütveranstaltungen. Interessierte Fans schaffen eine gute Atmosphäre."

Sergio Perez blickt der Premiere ebenfalls gespannt entgegen: "Ich freue mich auf die neue Rennstrecke in Indien. Das ist ein weiterer unbekannter Kurs für mich, aber diesmal geht das allen Fahrern so, also bin ich nicht der einzige, der bei Null beginnt. Etwas mehr werde ich noch am Montag vor dem Rennen über die Strecke lernen, wenn ich im Ferrari-Simulator fahre."

"Ich denke, dass der erste Grand Prix von Indien ein aufregendes Ereignis wird. Ich habe indische Freunde, und die erzählen mir andauernd, wie emotional die Leute dem Grand Prix entgegensehen. Auf jeden Fall will ich das Beste aus dem Rennwochenende machen und wieder Punkte holen", so Perez.

Wenig Grip in Noida

James Key, der Technischer Direktor von Sauber hat nach dem enttäuschenden Abschneiden in Südkorea offensichtlich den Fehler gefunden: "Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir die Belastung der Vorderachse und der Vorderreifen falsch eingeschätzt hatten, was zu Untersteuern und einer Überbeanspruchung der Vorderreifen führte."

"Was den Grand Prix von Indien betrifft, freuen wir uns in ein Land zu gehen, das neu ist für die Formel 1. Die Strecke ist natürlich kaum bekannt, mit Ausnahme der Simulationen und den andern Vorbereitungsarbeiten, die man mit den zur Verfügung stehenden Daten ausführen kann", analysiert Key. "Aber man weiß nicht genau, was man erwarten kann, bis man dann wirklich dort ist."

"Wie vor einem Jahr in Südkorea handelt es sich hier ebenfalls um eine völlig neue, eben erst fertig gestellte Strecke, bei der sich das Grip-Niveau im Laufe des Wochenendes stark verändern wird. Das hat natürlich Auswirkungen auf die Balance des Autos, und man wird wohl auch den Abtrieb entsprechend anpassen müssen", so Key.

Parallelen zu anderen Kursen

"Die Strecke ist anscheinend interessant. Sie verfügt über eine lange Gerade, aber auch einen kurvenreichen Teil, in dem man genügend Abtrieb benötigt", erklärt er. "Der Kurs ist den andern neuen Strecken nicht unähnlich. Es gibt anscheinend Möglichkeiten zum Überholen, aber die Piloten müssen das natürlich zuerst ausprobieren und vor allem sehen, wie wirkungsvoll das DRS ist."

"Das Abtriebsniveau wird wohl ähnlich sein wie bei den vergangenen Rennen. Wir werden den weichen und den harten Reifen zur Verfügung haben. Es ist schon eine ganze Weile her, dass wir die harte Mischung gefahren sind, also müssen wir erst einmal sehen, wie sie dort funktioniert. Vieles wird von der Asphalttemperatur abhängen, aber es gibt auch einige Kurven, die die Reifen stark beanspruchen, sodass das Aufwärmen durchaus in Ordnung sein könnte", schildert Key.

"Vielleicht wird es etwas schwieriger mit den weichen Reifen, aber auch das weiß man erst verlässlich, wenn man dort fährt. Am Auto werden wir kleine Modifikationen der Heckflügel und des Frontflügels haben", erzählt er.

Fotoquelle: xpb.cc

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