Mclaren hat im Diffusor-Bereich auf Klassenprimus Red Bull aufgeholt

Formel 1 2011

— 26.10.2011

Lowe: Neue Auspuffregeln kein Problem für McLaren

Paddy Lowe, der Technikdirektor von McLaren, macht sich keine Sorgen über die neuen Auspuffregeln für 2012 - Es werden trotzdem alle die Auspuffgase nutzen

Der angeströmte Diffusor hat in dieser Saison viel viele Diskussionen gesorgt. Nach dem Höhepunkt in Silverstone wurde beschlossen, dass die Auspuffendrohre im kommenden Jahr nicht mehr in der Diffusorregion enden dürfen, sondern oben aus der Karosserie münden müssen. Damit will der Automobilweltverband FIA verhindern, dass wieder extreme Lösungen bei der Motorsteuerung und beim Diffusor entwickelt werden. Mehr Anpressdruck erhöht natürlich auch die Kurvengeschwindigkeit. Dennoch wird es auch diesmal findige Ingenieure geben, die die Auspuffgase auch künftig nutzen werden, um den Abtrieb zu verbessern.

"Ich habe darüber keine Bedenken", sagt Paddy Lowe, der Technikdirektor bei McLaren-Mercedes. "Ich verstehe nicht, warum manche Technikdirektoren sagen, dass sie Bedenken haben. Wovor haben sie Angst? Der Hinweis steckt im Namen: Formel 1. Es ist eine Formel, es gibt eine Reihe von Grenzen, die wir im Reglement festlegen. Wenn diese feststehen, dann arbeiten wir so hart wir können, um das Auto innerhalb dieser Regeln so schnell wie möglich zu machen."

Abgesehen vom Unterboden sind auch die Motorenmappings ins Visier der FIA geraten. Selbst wenn die Fahrer nicht am Gas stehen, läuft der Motor mit hoher Leistung weiter, um einen konstanten Fluss der Abgase in den Diffusor zu ermöglichen. Jede Kurve wird eigens programmiert. Im kommenden Jahr sollen auch diese extremen Mappings eingeschränkt werden.

Lowe findet, dass jeder naiv ist, der glaubt, es wird in Zukunft nicht mit den Auspuffgasen gearbeitet werden, um aerodynamischen Anpressdruck zu generieren. "Wir hatten also diese Krise in Silverstone und haben einige Vereinbarungen für die kommende Saison getroffen", sagt Lowe. "Die Teams haben seither an Limits gearbeitet, bis zu welchen Ausmaßen die Auspuffgasse zur Generierung von Abtrieb verwendet werden können. Es wurde aber nie erwartet, dass man die Effekte der Auspuffgase auf den Abtrieb ganz eliminieren kann."

"Das wäre unrealistisch. Wir haben noch nie Regeln geschrieben, die Effekte innerhalb des Autos eliminieren. Es wird immer einen kleinen Effekt geben. Simpel gesagt, gibt dir ein Auspuff, der nach hinten ragt, eine große Menge Schub. Das ist aerodynamischer Fakt. Wir wissen aber alle, dass wir noch viel mehr herausholen können. Deshalb haben sich die Teams dieses Gebiet mit offenen Augen angesehen."

"Ich finde es also etwas komisch, wenn Leute sagen, dass sie Angst davor haben, wenn jemand über die Auspuffgase Performance gewinnen will. Natürlich werden sie das tun. Das müssen wir tun. Es wurden nur sehr extreme Limits gesetzt, um diese extremen Formen zu reduzieren."

Die geplanten Einschränkungen bei den Motormappings beeindrucken Lowe ebenfalls nicht: "Wir haben vor Kurzem eine Klarstellung der FIA erhalten, wie ein Motor laufen sollte. Das ist aus heiterem Himmel gekommen. Das wurde vorher von der FIA nicht angegeben. Aber auch das sorgt für bestimmte Limits, innerhalb derer wir arbeiten müssen."

Fotoquelle: xpb.cc

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