Remi Taffin freut sich auf das Formel-1-Debüt im indischen Noida

Formel 1 2011

— 26.10.2011

Taffin: "Noida eine große Herausforderung"

Renault-Motoreningenieur Remi Taffin stellt sich anhand der Simulationen der Strecke in Noida auf ein interessantes Rennwochenende in Indien ein

Die Formel 1 betritt am Wochenende mit dem Buddh International Circuit im indischen Noida Neuland. Der von Hermann Tilke entworfene 5,14 Kilometer lange Kurs weist neben der rund 1,1 Kilometer langen Gegengeraden als Besonderheit vor allem Kurve 10 auf, die über zwei Scheitelpunkte verfügt. Zudem zeichnet sich die teilweise mehr als 20 Meter breite Strecke durch einige Höhenunterschiede aus, was eine Runde sowohl für die Piloten als auch für die Zuschauer zusätzlich interessant macht.

"Da uns für diesen Kurs in der Nähe von Neu-Delhi keine Daten aus den Vorjahren vorliegen, verlassen wir uns bei der Erarbeitung eines Basis-Setups auf Computersimulationen sowie auf die Erkenntnisse von den Motorenprüfstand-Tests", sagt Renault-Motoreningenieur Remi Taffin im Hinblick auf das bevorstehende Wochenende in Noida.

"Die letzten zehn Prozent Feintuning finden dann an der Strecke statt, sobald wir Faktoren wie Windgeschwindigkeit, Wetterbedingungen, Reifenverschleiß und die Beschaffenheit des Asphalts genauer abschätzen können", so der Franzose weiter. Gemäß der Simulationen wird die Durchschnittsgeschwindigkeit auf dem Buddh International Circuit bei rund 210 km/h liegen.

"Der Vollgasanteil liegt bei etwa 60 Prozent", weiß Taffin und vergleicht den Kurs mit jenem in Yeongam, wo im Oktober 2010 im Zuge des ersten Grand Prix von Südkorea das bislang letzte Debüt eines Kurses stattfand: "Wie in Korea besteht der erste Streckenabschnitt vorwiegend aus Geraden. Nach der Boxengeraden folgt zunächst eine kurze Bergabpassage. Kurz danach folgt die beeindruckende, 1,12 Kilometer lange Gerade. Ungewöhnlich ist, dass die erste Hälfte bergab führt. Daher muss die Getriebeabstufung hier genau passen", so der Renault-Motoreningenieur.

Der zweite Teil der Strecke ist deutlich kurvenreicher. "Daher spielt die Fahrbarkeit des Motors in diesem Sektor eine wichtige Rolle", so Taffin. "Die Herausforderung besteht darin, die richtige Balance zu finden zwischen dem perfekten Ansprechverhalten einerseits - das in den hängenden Kurven wie etwa in Turn 13 und 14 benötigt wird - und konstanter Höchstleistung andererseits, die in den langen Kurven wie beispielsweise in Turn 10 gefordert ist."

Anhand der Simulationen stellt der Kurs in Noida für Renault "eine große Herausforderung dar, auf die wir uns sehr freuen", wie Taffin versichert. Auch wenn für den französischen Motorenhersteller sowohl der Fahrer- als auch der Konstrukteurstitel dank Sebastien Vettel und Red Bull bereits unter Dach und Fach ist, "treten wir an, um zu gewinnen", bekräftigt der Franzose. "Zudem bringen wir einige Neuentwicklungen mit nach Indien. Wir geben bis zum Schluss Vollgas."

Fotoquelle: xpb.cc

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