Mark Webber fühlt sich in der Formel 1 nach wie vor ziemlich gut aufgehoben

Formel 1 2011

— 27.10.2011

Webber kein Solokämpfer für die Sicherheit

Mark Webber fühlt sich in der Formel 1 zwar recht sicher, wünscht sich aber dennoch, gemeinsam mit jungen Fahrern für mehr Sicherheit zu kämpfen

Obwohl sich Jackie Stewart wünscht, dass Mark Webber nach den tödlichen Unfällen von Dan Wheldon (IndyCar) und Marco Simoncelli (MotoGP) in seine Fußstapfen tritt und sich in der Formel 1 als vorderster Kämpfer für mehr Sicherheit engagiert, sieht sich der australische Red-Bull-Pilot nicht alleine in dieser Rolle.

"Dass ich so etwas alleine mache, ist unwahrscheinlich", winkt Webber ab. "Ich hätte gerne viele Jungs aus verschiedenen Altersgruppen, bei mir angefangen bis zu einem Jungen wie Jaime Alguersuari, der aus einer anderen Generation stammt. Es gibt viele Fahrer, die dabei helfen können, den Sport darauf aufmerksam zu machen, was passiert ist, denn so werden wir daran erinnert, dass wir auf der Hut sein müssen."

In der Geschichte der Formel 1 hat es seiner Meinung nach mehrere Phasen gegeben, durch die enorme Sicherheitsfortschritte erreicht wurden. "Jackies Ära war so eine", findet Webber, "und nach Imola 94 gab es den nächsten großen Schritt. Wir müssen aber immer dazulernen und dürfen nie so arrogant sein, dass wir den Kopf in den Sand stecken und sagen, unsere Kategorie sei perfekt." Auch wenn es in der Formel 1 seit 17 Jahren keinen toten Fahrer mehr gegeben hat.

Mit ein Grund dafür ist, dass sich die Formel 1 nie vor radikalen Maßnahmen verschlossen hat. Insofern gibt es viele, die für die Einführung von Sicherheitskuppeln rund um das Cockpit sind, auch wenn sich Traditionalisten das nicht vorstellen können. Webber schon: "Natürlich muss die Formel 1 herausfordernd und draufgängerisch sein, aber wir sollten uns nie dagegen wehren, in Betracht zu ziehen, das Risikoelement zu verringern, wenn es möglich ist."

Simoncellis Tod am vergangenen Wochenende hat ihn besonders getroffen: "Irgendwie fühle ich mich dem Motorradsport noch mehr verbunden als Autorennen, denn mit Motorradsport habe ich angefangen", sagt der 35-Jährige. "Ich habe das Rennen live gesehen. Es war so eine Sache, von der man sich wünscht, dass sie nicht real ist. Er war noch so jung und ein phänomenaler Charakter, der ohne Frage vermisst werden wird."

Angst hat er trotz der tödlichen Unfälle nicht: "Ich hatte in meiner Karriere einige haarige Momente. Wenn du ins Auto steigst, ist dir das nicht bewusst, aber du weißt genau, dass dein Job riskant ist - wegen der Geschwindigkeit, weil du gegen andere Fahrer antrittst, weil es Fehleinschätzungen geben kann, auch von einem Mechaniker, oder wegen des Wetters. Durch solche Dinge kannst du verletzt werden - so ist es einfach."

Aber: "Wenn ich morgen fahre, werde ich mich sicher fühlen und voll attackieren." Übrigens mit einem Wheldon-Aufkleber auf dem Helm, denn Webber, Jenson Button und der verstorbene IndyCar-Pilot sind früher gemeinsam Nachwuchsrennen gefahren. "Ich habe Jenson nach Südkorea eine SMS geschickt, ob er sich das vorstellen kann, und er wollte es machen", so Webber. "Wir haben ihn beide gekannt, daher ist das ganz normal."

Fotoquelle: xpb.cc

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