Sebastian Vettel hat nach den ersten beiden Trainings gut lachen

Formel 1 2011

— 28.10.2011

Vettel: "Das Auf und Ab macht am meisten Spaß"

Zweimal Zweiter zum Auftakt in Indien: Sebastian Vettel spricht über die Schwierigkeiten und Highlights des neuen Buddh-International-Circuit

Beinahe hätte sich Sebastian Vettel heute Morgen die erste Formel-1-Bestzeit in Indien gesichert, doch nach Ablauf der regulären 90 Minuten machte ihm Lewis Hamilton noch einen Strich durch die Rechnung. Auch am Nachmittag belegte der Red-Bull-Pilot Platz zwei. Dennoch kann er mit dem Auftakt auf dem Buddh-International-Circuit in Noida angesichts eines problemlosen ersten Trainingstages zufrieden sein.

Frage: "Sebastian, wie viel Spaß hat dir die Strecke gemacht?"
Sebastian Vettel: "Als die Hunde einmal aus dem Weg waren, war es nicht schlecht (grinst; Anm. d. Red.)! Im Ernst: Es ist eine interessante Strecke, sie macht Spaß. Es ist nicht ganz einfach, immer die Linie zu treffen, vor allem bei dem vielen Staub und dem vielen Schmutz, der auf der Strecke liegt, aber das wird besser werden übers Wochenende. Trotzdem wird das etwas sein, womit wir das ganze Wochenende rechnen müssen. Über Nacht bläst der Wind wieder ein bisschen Dreck drauf. Das gehört wahrscheinlich zur Strecke hier dazu."

Zwei Sektoren sehr anspruchsvoll

Frage: "Wie viel Spaß macht die Streckenführung an sich?"
Vettel: "Es macht schon Spaß, ist eine interessante Strecke. Manche Kurven sind aus dem Cockpit raus ziemlich trickreich und schwierig, gerade im zweiten und dritten Sektor. Der erste Sektor hat natürlich mehrheitlich lange Geraden, aber die Spitzkehre, Kurve drei, wo es danach auf die lange Gerade geht, ist ziemlich interessant, weil man den Scheitelpunkt nicht einsehen kann und trotzdem versucht, alles rauszuholen. Man kommt so ein bisschen auf ein Plateau, wo das Auto leicht wird."

"Das Auf und Ab hier macht alles in allem am meisten Spaß, was man vielleicht im Fernsehen nicht so sieht, aber es hat auf jeden Fall einiges davon. Es scheint eine interessante Strecke zu sein. Ich glaube, für Sonntag könnte es ein gutes Rennen werden."

Frage: "Wie seid ihr aufgestellt?"
Vettel: "Schauen wir mal. Heute ist Freitag, aber ich glaube, heute war ganz gut für uns. Ich fühle mich wohl im Auto, die Balance stimmt - das ist das Wichtigste. Der Rest wird sich zeigen. Es kommt heute nicht darauf an, vorne zu stehen, aber das Auto fühlte sich von Anfang an gut an. Ich war knapp dran, den Rhythmus auf der neuen Strecke zu finden - das schien ganz gut zu funktionieren. Aber man muss abwarten. Die Strecke ist eine Herausforderung und verzeiht keine Fehler. Wir müssen uns auf morgen konzentrieren."

Frage: "Was könnten auf dieser Strecke die neuralgischen Punkte sein?"
Vettel: "Erstmal der Start, gerade weil die Zielgerade ziemlich schmutzig ist. Der Start wird mit Sicherheit interessant. Ansonsten sind glaube ich die Kurven um die lange Gerade rum, drei und vier, ganz wichtig. Für die Rundenzeit und für die Reifenwahl sind es mehr der zweite und dritte Sektor, der zweite im Speziellen. Es hat ein bisschen von allem was. Die breiten Kurveneingänge bieten sehr viele verschiedene Linien und können dadurch zu Überholvorgängen führen. Ob es dann so wird, wird sich am Sonntag zeigen - das ist vorher nur schwer zu sagen."

Frage: "Der offensichtliche Überholpunkt liegt am Ende der langen Geraden, nicht wahr?"
Vettel: "Ja, glaube ich auch. Wir haben hier zwei DRS-Zonen, aber selbst ohne DRS sollte es eine gute Strecke zum Überholen sein. Das sollte gehen, denn es gibt lange Geraden, breite Kurveneinfahrten und harte Bremszonen. Interessant."

Viel Staub neben der Ideallinie

Frage: "Wie schwierig ist es, eine fehlerfreie Runde am Stück hinzulegen?"
Vettel: "Schon schwierig, denn es ist so staubig, besonders neben der Linie. Wenn vor dir ein Auto von der Linie abkommt und zurück auf die Fahrbahn fährt, dann hast du den ganzen Sand auf der Linie. Nicht einfach, aber das wird ein bisschen die Story dieses Wochenendes. Wir müssen sicherstellen, auf der Ideallinie zu bleiben. Damit müssen wir leider leben, aber ich glaube, es wird im Laufe des Wochenendes besser. Im Rennen sollte es kein großes Problem mehr sein."

Frage: "An der Boxenausfahrt haben wir eine haarige Szene beobachtet..."
Vettel: "Ja, ich hatte leider ein enges Manöver. Ich habe nicht Bescheid bekommen, dass da zwei Autos kommen. Michael ist durchgerutscht und ich dachte, das war's dann. Dann hätte ich beinahe noch Adrian erwischt. Im Rennen kann es schon eng werden dort. Für die nächsten Jahre sollte man schauen, ob man da eine andere Lösung findet, aber es ist nicht die schlimmste Strecke, was das angeht."

Frage: "Wie könnte man die Ecke anders machen?"
Vettel: "Weiß ich nicht, ob Platz ist, aber man könnte den Teich ein bisschen auffüllen und die Boxenausfahrt innen herum auf die Strecke leiten, ähnlich wie in Silverstone."

Frage: "Wirst du morgen weiterhin den Pole-Position-Rekord jagen?"
Vettel: "Ich weiß nicht. Wir werden sehen. Es ist noch ein weiter Weg."

Fotoquelle: xpb.cc

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