Versöhnt: Anthony und Lewis Hamilton gestern vor dem Start in Indien

Formel 1 2011

— 31.10.2011

Anthony Hamilton und der verlorene Sohn

Anthony und Lewis Hamilton haben ihre Differenzen beigelegt und sich endgültig versöhnt - Vater würde auf seinen Sohn sein neues Haus verwetten

Sportliche Krise, Todesfälle im Bekanntenkreis, Trennung von Langzeit-Freundin Nicole Scherzinger: Lewis Hamilton erlebt 2011 eigenen Angaben nach das "schlimmste Jahr meiner Karriere". Zumindest hat sein Tief aber zur endgültigen Versöhnung mit Vater Anthony geführt, den er nach persönlichen Differenzen 2010 als Manager gefeuert hatte.

Wenige Minuten vor dem Start des Grand Prix von Indien haben Hamilton und sein Vater mitten in der persönlichen Krise des früheren Formel-1-Weltmeisters öffentlich eine große Versöhnungsgeste zelebriert. Hamilton sen. nahm seinen Sohn lange in den Arm und drückte ihm einen herzhaften Kuss auf die Wange. In persönlich schwierigen Stunden scheint Hamilton nun doch den Rückhalt seiner Familie zu vermissen und zu suchen.

Hamilton sen. zeigt sich trotz der überstandenen Spannungen nicht gekränkt und empfängt seinen verlorenen Sohn mit offenen Armen: "Es ist ein schlechtes Jahr für Lewis, aber im Leben hast du eben gute und schlechte Jahre. Das gerade ist eines der Jahre, das Lewis schnell hinter sich haben möchte", sagt er der 'BBC'. "Ich bin mir sicher, dass wir nächstes Jahr einen wirklich starken Lewis Hamilton erleben werden. Darauf würde ich sogar mein Haus verwetten!"

Und das soll etwas heißen, denn der Brite hat sich erst kürzlich ein neues Haus gegönnt. Was seinen Sohn angeht, so glaubt er, dass dieser gestärkt aus der Krise hervorgehen wird: "Manchmal musst du halt auch den steinigen Weg gehen, nicht wahr? Daraus lernst du. Langsam beruhigen sich die Dinge wieder. Wenn ich an den Zwischenfall mit Massa denke, dann hat Lewis im Rennen relativ gut zurückgeschlagen. Mehr war im Auto nicht drin. Nicht so schlecht, denke ich."

Hamilton jun. haben in den vergangenen Wochen die Todesfälle von Martin Hines und Dan Wheldon besonders berührt. "Da denkst du schon darüber nach, dass du gerne noch die Zeit gehabt hättest, diesen Menschen etwas zu sagen. Das rückt die Dinge wieder in Perspektive und lässt dich darüber nachdenken, wer einem wirklich wichtig ist", sagt er. "Zum Beispiel meinen Dad anzurufen und ihm zu sagen, dass ich ihn liebe, damit er das weiß, denn man weiß nie, was passieren wird."

Übrigens: Während Anthony Hamilton, inzwischen ja auch Manager von Paul di Resta, seinem Sohn das ganze Wochenende über zur Seite stand, war Hamiltons neues Management (Simon Fullers Firma XIX Entertainment) weniger präsent. "Ich bin enttäuscht von Lewis' neuem Management", sagt Eddie Jordan. "Ich bin sehr kritisch, denn Lewis muss sein Mojo wieder finden, aber dafür muss er wieder aufgerichtet werden."

Fotoquelle: xpb.cc

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