Versteht die Welt nicht mehr: Buemi kämpfte nach dem Ausfall mit den Tränen

Formel 1 2011

— 01.11.2011

Buemi: "Habe noch nie so viel Scheiße erlebt"

Sebastian Buemi fühlt sich vom Pech verfolgt und sieht seine Felle im Cockpit-Kampf gegen Jaime Alguersuari davonschwimmen

Sebastian Buemi steht mit dem Rücken zur Wand. Der Schweizer hatte zwar die bessere erste Saisonhälfte bei Toro Rosso, doch wie in der vergangenen Saison ist die Tendenz bei Teamkollegen Jaime Alguersuari in der zweiten Saisonhälfte stark steigend, Buemis Leistungen stagnieren hingegen. Keine guten Vorzeichen für den Cockpitpoker beim Red-Bull-B-Team, denn zusätzlich zu den Stammfahrern rittern auch noch HRT-Pilot Daniel Ricciardo und Renault-World-Series-Ass Jean Eric Vergne um die zwei begehrten Plätze.

Auch das Glück scheint Buemi zuletzt verlassen haben. Der 23-Jährige verzeichnete in Indien einen Motorschaden - ein Defekt, der in der Formel 1 heutzutage kaum noch vorkommt. In Südkorea wurde er schon in der Startphase von einem Konkurrenten berührt und verlor einige Plätze, in Japan verlor er ein Rad - in Belgien und in Italien war er in Zwischenfälle verwickelt, bei denen sein Bolide Schaden nahm.

Inzwischen liegt Alguersuari in Punkten mit 26:15 voran - und Buemi kämpfte nach dem Rennen in Noida mit einer Mischung aus Wut und Tränen. "Was soll ich denn tun?", ist der Red-Bull-Junior gegenüber dem 'Blick' ratlos. "Ich gebe wirklich alles, aber wenn es das Schicksal einfach nicht will, bist du eben machtlos. Ich werde weiter pushen - auch wenn ich so viel Scheiße noch nie erlebt habe."

Schon beim Start kämpfte er mit einer schleifenden Kupplung, verlor zwei Plätze. "Doch dann überholte ich einige Autos, hatte schon eine um 0,5 Sekunden schnellere Rundenzeit als Alguersuari", vergleicht er sich mit dem Teamkollegen, der schließlich starker Achter wurde - bei Buemi platzte das Ferrari-Aggregat. "Für 2012 zählen nur die Resultate. Ich hoffe die Verantwortlichen sehen, dass ich auf der Strecke der schnellere Fahrer bin..." Buemi macht aber keinen Hehl daraus, dass er den aktuellen WM-Stand als "beunruhigend" empfindet.

Dennoch bläst er für die letzten zwei Saisonrennen zum Angriff und will den Kopf nicht in den Sand zu stecken: "Ich habe zwar im Transferkampf viel zu verlieren. Doch ich gebe niemals auf." Ob er glaubt, sein Cockpit 2012 auch im vierten Jahr zu behalten? "Ich kann es nur hoffen."

Fotoquelle: Red Bull/Getty

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