Die Formel 1 hat in den USA seit jeher einen schweren Stand

Formel 1 2011

— 01.11.2011

Whitmarsh: "Müssen in den USA Erfolg haben"

McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh hat seine eigene Philosophie, wie die Königsklasse in den Vereinigten Staaten neu durchstarten könnte

Die Formel 1 ist nahezu auf der gesamten Welt erfolgreich. Lediglich in den Vereinigten Staaten von Amerika tat sich die selbst ernannte Königsklasse des Motorsports in der Vergangenheit regelmäßig schwer, Fuß zu fassen. In der in erster Linie durch NASCAR, IndyCar und Drag Racing geprägten Motorsportslandschaft der USA hat der Grand-Prix-Zirkus in puncto Publikumsakzeptanz seit jeher einen schweren Stand.

Dessen sind sich alle Beteiligten bewusst. Umso wichtiger wird es für die Formel 1 sein, bei der Rückkehr in die "Neue Welt" in Form des Grand Prix der USA in Austin (November 2012), spätestens aber mit dem spektakulären Stadt-Grand-Prix vor der Skyline von Manhattan, Erfolg zu haben. Für McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh, der als Mitglied der FOTA zudem die Interessen aller Teams vertritt, ist dies ein entscheidender Punkt auf der Agenda für die kommenden Jahre.

"Die USA waren in meinen Augen lange Zeit ein vernachlässigtes Territorium was die Formel 1 angeht", sagt Whitmarsh und gibt zu bedenken: "Dabei ist dieses Land ein riesiger Markt." Rennen an der Ost- und Westküste wären laut Whitmarsh "großartig". Der erste Schritt hierzu wurde mit der Verkündung eines Zehnjahresvertrags über die Austragung eines Stadtrennens im Hafengebiet von New Jersey getan. "New Jersey hört sich hinsichtlich des Standorts mit der Skyline von Manhattan im Hintergrund fantastisch an. Das wird sicher ein großer Erfolg", so Whitmarsh, der Gleiches auch vom Rennen im texanischen Austin erwartet.

Für den Erfolg der Formel 1 ist in den Augen des McLaren-Teamchefs ein Punkt von entscheidender Bedeutung: "Wir müssen akzeptieren, dass Amerika die Formel 1 nicht braucht." Der Grand-Prix-Sport müsse daher eine andere Herangehensweise an den Tag legen. "Unser Ziel muss es sein, unsere gesamten Energien zu bündeln, um die Formel 1 in den USA zu einem Erfolg werden zu lassen. Ich sehe das so: Die Amerikaner mögen Autos und mögen die Tatsache, dass die Formel 1 in technologischer Hinsicht die Spitze im Motorsport darstellt. Was nun noch fehlt, ist ein erfolgreicher Formel-1-Pilot aus den Vereinigten Staaten."

"Ohne jemanden beleidigen zu wollen, sehe ich derzeit allerdings keinen. Ich hoffe, das ändert sich in der Zukunft", so der Brite, der es dem in der Renault-World-Series (WSbR) erfolgreichen Alexander Rossi offenbar nicht zutraut, in die Fußstapfen von Mario Andretti und Co. zu treten. Bis die USA ihren eigenen Formel-1-Helden haben, will Whitmarsh mit anderen Qualitäten punkten.

"Was wir tun können ist zum einen, den Leuten zu zeigen, dass wir eine tolle Show bieten können und zu anderen ihnen die technologischen und taktischen Aspekte unseres Sports näherbringen. Das braucht einfach seine Zeit. In Europa, Südamerika und Asien war es nicht anders. Mittlerweile wird die Formel 1 dort geliebt. Wichtig für uns ist, dass wir in den USA künftig erfolgreicher sind als in der Vergangenheit, weil es ein enorm wichtiger Markt für die Formel 1 ist. Zwei Rennen dort auszutragen, ist eine tolle Sache."

In Bezug auf den von den Amerikanern überaus geliebten Showaspekt müsse laut Whitmarsh nichts Grundlegendes geändert werden. "Wir haben in diesem Jahr eine tolle Show gezeigt. Einige Rennen wie beispielsweise jenes in Kanada waren wirklich fantastisch", sagt der McLaren-Teamchef nicht zuletzt im Hinblick auf die in dieser Saison für Spannung sorgenden Faktoren DRS und die Pirelli-Reifen und fügt abschließend hinzu: "Jetzt liegt es an uns, das Potenzial der neuen Standorte in den USA zu nutzen."

Fotoquelle: xpb.cc

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