Robert Kubica wird am 18. März in Melbourne eher nicht am Start sein

Formel 1 2011

— 02.11.2011

Renault: Zeichen stehen nicht auf Kubica

Eigentlich hätte Robert Kubica schon im September testen sollen, doch bis heute lässt er Renault warten - Petrow/Grosjean derzeit am wahrscheinlichsten

Auch wenn sich Renault-Teamchef Eric Boullier eine baldige Rückkehr von Robert Kubica ins Renncockpit wünscht, wird ein Comeback des bei einem Rallye-Unfall im Februar schwer verletzten Polen immer unwahrscheinlicher. Laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' stehen alle Zeichen derzeit auf eine Fahrerpaarung bestehend aus Witali Petrow und Romain Grosjean.

Petrow gilt nicht nur wegen seiner Sponsoren, sondern auch wegen der Verbindungen seiner Managerin Oksana Kossatschenko zur russischen Politik als gesetzt, insbesondere in Anbetracht des geplanten Formel-1-Rennens in Sotschi im Jahr 2014. Was Grosjean angeht, so hat sich Petrow im Gespräch mit russischen Journalisten verplappert, als die ihn auf die Freitagstests des Franzosen ansprachen, Petrow aber irrtümlich davon ausging, man habe ihn schon als seinen Teamkollegen für 2012 bestätigt.

Frist immer wieder verlängert

Die Chancen von Kubica, dessen Renault-Vertrag übrigens Ende 2011 ausläuft, sind in den vergangenen Wochen dramatisch gesunken, weil Boullier zuerst nur bis 15., dann immerhin bis Ende Oktober auf ein konkretes Signal seines Schützlings warten wollte. Doch trotz sich wiederholender positiver Stellungnahme aus Kubicas Umfeld mussten der von Renault schon seit Monaten angebotene Test im Simulator oder auch in einem 2009er-Auto auf einer Rennstrecke immer wieder verschoben werden.

"Es steht alles bereit", erklärt Boullier. "Die 2009er-Autos stehen in der Garage, können jederzeit gestartet werden. Wir sind bereit für ihn, aber wir warten darauf, dass er uns sagt, er ist bereit. Ich weiß, dass sie zuversichtlich sind, und das freut mich, denn ich bin der Erste, der Robert im Auto haben möchte, aber niemand kann es genau sagen. Niemand hat bisher einen medizinischen Bericht gesehen und niemand hat gesehen, dass er schnell in einem Auto fährt. Bevor das nicht der Fall ist, können wir nichts sagen."

Aber Renault kann nicht ewig auf ein Signal des 26-Jährigen warten: "Leider müssen wir uns die Option offen halten, Robert nicht zurückzunehmen", bestätigt Boullier, der nach wie vor "in regelmäßigem Kontakt" mit Kubicas Manager Daniele Morelli steht, aber nicht mit Kubica selbst, wie man hinter vorgehaltener Hand hört. Die Variante Grosjean ist als Ersatz insofern perfekt, weil man den hauseigenen Junioren jederzeit auswechseln könnte, sollte Kubica wider Erwarten doch noch rechtzeitig fit werden.

Eher Grosjean als ein Brasilianer

Das würde sich Rubens Barrichello, der dem Vernehmen nach ebenfalls schon bei Boullier angeklopft hat, wahrscheinlich nicht gefallen lassen, ebenso wenig wie Bruno Senna, der nach respektablen Leistungen in den vergangenen Rennen auf ein permanentes Stammcockpit hofft. Aber Sennas Chancen auf einen Verbleib werden wegen der starken Konkurrenz als gering eingeschätzt - es sei denn, die brasilianischen Geschäftspartner von Genii Capital legen noch die eine oder andere Million drauf...

Für Renault hat das Thema Kubica aber Priorität: "Meine letzte Information ist, dass wir uns hinsetzen und diskutieren müssen, wie wir sein Comeback durchführen können", sagt Boullier, der nicht daran glaubt, dass sich Kubica in den nächsten Tagen entscheiden kann, "sondern eher in den nächsten Wochen. Also müssen wir einen Plan für sein Comeback ausarbeiten. Ich brauche aber gleichzeitig auch einen ordentlichen Plan für den Fall, dass er nicht zurückkommt, auch wenn ich mir das natürlich nicht wünsche."

Fotoquelle: xpb.cc

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