Mark Webber hält es für überflüssig, dass jeder Zwischenfall geahndet wird

Formel 1 2011

— 03.11.2011

Webber fordert weniger Strafen

Mark Webber wundert sich, warum in der Formel 1 jeder Zwischenfall eine Strafe zur Folge haben muss und kritisiert das Urteil nach der Massa-Hamilton-Kollision

Das Verhalten der Rennkommissare rund um Ex-Formel-1-Pilot Johnny Herbert in Indien wirbelt nach wie vor Staub auf. Der Brite bestrafte Felipe Massa für seine vierte Kollision mit Lewis Hamilton in diesem Jahr. Bisher war stets der McLaren-Pilot zum Schuldigen erklärt worden.

Dieser hatte es in der 23. Runde in einer schnellen Linkskurve probiert, innen am Ferrari vorbeizukommen, war bereits auf gleicher Höhe, steckte dann aber zurück und wurde vom Brasilianer getroffen. Herbert argumentierte, Massa hätte den Unfall verhindern können, hätte er Hamilton Platz gelassen, doch der Ferrari-Pilot sah sich klar in Front und meint, er hätte damit ein Vorrecht auf die Kurve gehabt.

Webber: Geteilte Schuld bei Hamilton-Massa-Crash

Nun schaltet sich Mark Webber in die Debatte ein. Der Australier übt wie viele andere Kritik an der Entscheidung der Rennkommissare. Er hätte aber nicht Hamilton bestraft, sondern von einer Strafe komplett abgesehen. "Man könnte den ganzen Tag lang über den letzten Crash von Hamilton und Massa diskutieren, aber meiner Meinung nach war es ein 50-zu-50-Zwischenfall", meint der Mann aus "Down Under" in seiner 'BBC'-Kolumne.

"Die Kurve, in der sie kollidierten, ist recht schnell - fünfter Gang bei rund 135 mph (umgerechnet 217 km/h), man bremst dort also nicht sehr viel", kategorisiert er die Kurve nicht gerade als optimale Überhol-Stelle. "Es ist sehr schwierig, dort zu überholen, aber Lewis kam gut aus Kurve vier heraus und setzte sich innen neben Felipe."

Wird zu viel bestraft?

Der "Aussie" ist der Meinung, dass die Schuldfrage zu unklar war, um eine Sprache auszusprechen: "Wenn jemandem ein absoluter Schnitzer unterläuft, dann schön und gut - gebt ihnen eine Strafe, aber manchmal ist es vielleicht besser, wenn man sagt, es war einer dieser Fälle. Es war die uralte Situation: Lewis probierte es, Felipe fuhr entschlossen in die Kurve und dann versuchte Lewis, zurückzustecken und schaffte es nicht mehr."

Der Red-Bull-Pilot findet, dass in der Formel 1 zu viele Strafen ausgesprochen werden: "Es ähnelt immer mehr dem Straßenverkehr mit all den Strafen. Es scheint die Einstellung zu sein, dass jemand schuld sein muss, wenn ein Zwischenfall passiert. In diesem Fall dachten die Rennkommissare, dass Felipe Lewis etwas mehr Platz hätte lassen können und brummten ihm daher eine Durchfahrts-Strafe auf. Ja, Felipe hätte Lewis Platz lassen können, aber es war - aus meiner Sicht - keine klare Sache."

Fotoquelle: Red Bull/Getty

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