Webber (hinten) hatte 2011 gegenüber Teamkollege Vettel meist das Nachsehen

Formel 1 2011

— 06.11.2011

Coulthard rät Webber zu neuem Ansatz

David Coulthard sieht im verlorenen WM-Finale 2010 den Ursprung für das Abfallen der Leistungen von Mark Webber im Vergleich zu Sebastian Vettel

Während Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel in diesem Jahr dem übrigen Feld regelmäßig davonfuhr und sich in überzeugender Manier seinen zweiten Titel sicherte, fiel Teamkollege Mark Webber gegenüber dem 24-Jährigen in den meisten Fällen deutlich ab.

Nach der starken Saison 2010, in der Webber bis zum Saisonfinale in Abu Dhabi noch hervorragende Titelchancen hatte, bedeutet die Saison 2011 für den Australier vor allem eines: eine große Enttäuschung.

David Coulthard glaubt, dass das verlorene Saisonfinale 2010 der Knackpunkt in Webbers Psyche gewesen sein könnte. "Mark war knapp dran, die WM im vergangenen Jahr zu gewinnen. Er hat ja bis zum letzten Rennen in Abu Dhabi geführt. Dann machte Sebastian alles richtig und war der Champion. Das hat vielleicht Marks Leistungen beeinträchtigt", so der Schotte gegenüber 'ServusTV'.

Der ehemalige Formel-1-Pilot und heutige 'BBC'-Kommentator vergleicht die Situation bei Red Bull mit jener im Hause McLaren und Ferrari. "Das ist ein bisschen wie bei Hamilton oder bei Massa: Wenn man so starke Teamkollegen hat, dann ist das psychologisch natürlich eine Sache, die schwer in den Griff zu kriegen ist", sagt Coulthard und gibt zu bedenken: "Das Gehirn kontrolliert den Körper, nicht andersherum."

Im Hinblick auf die Saison 2012, die Webber erneut an der Seite von Vettel für Red Bull bestreiten wird, müsse sich der Australier nach Ansicht Coulthards einige Fragen stellen: "Mark muss diese Saison so stark wie möglich abschließen und sich im Winter anschauen, was Sebastian macht, damit er versteht, woher die Leistungsunterschiede kommen. Liegt es an der Arbeit mit den Ingenieuren? Liegt es an etwas anderem?"

In einem Punkt ist sich Coulthard sicher: "An der Fitness liegt es sicher nicht, denn sie sind beide sehr fit." Der Schotte legt Webber daher nahe, zu versuchen, "es mit einem neuen Ansatz im nächsten Jahr besser zu machen". "Niemand mag Kritik, aber man muss sich an der Leistung messen lassen. Und da ist er nicht auf dem gleichen Niveau wie Sebastian", hält Coulthard abschließend fest.

Fotoquelle: xpb.cc

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