Franz Tost wusste, dass Sebastian Vettel zu Höherem berufen ist

Formel 1 2011

— 08.11.2011

Tost: "Hätte nicht zugelassen, dass Vettel bei uns bleibt"

Teamchef Franz Tost erklärt, was Sebastian Vettel besser macht als andere und wieso ein Toro-Rosso-Verbleib trotz des Monza-Sieges nie ein Thema war

2007 bot Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost dem inzwischen zweifachen Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel sein erstes richtiges Formel-1-Cockpit an. Damals war der Heppenheimer Testpilot des BMW Sauber F1 Teams, wo er auch als Ersatz für Robert Kubica seine Premiere gab, doch bei der Truppe aus Hinwil erkannte man das wahre Potenzial von Vettel nicht sofort. Also schnappte sich Tost das Jungtalent.

Für ihn ist klar, in welchen Bereichen der Red-Bull-Pilot gegenüber der Konkurrenz Vorteile hat. "Er ist talentierter als andere, er ist disziplinierter als andere, er bringt mehr Leidenschaft für die Sportart als andere, er ist innovativer, er ist offener, er ist flexibler in der Annahme von Anregungen, die ihn schneller machen", zählt der Österreicher gegenüber der 'SportWoche' auf. "Und deshalb ist er der Weltmeister."

Tost: Vettel hätte nicht bleiben dürfen

2008 bescherte Vettel Tost und dem damaligen Toro-Rosso-Mitbesitzer Gerhard Berger in Monza den ersten und bisher einzigen Triumph der Truppe aus Faenza. Damit feierte man vor dem Red-Bull-A-Team sensationell den ersten Grand-Prix-Sieg in der Formel 1. Sogar im Red-Bull-Umfeld gab es damals Stimmen, wonach der Heppenheimer beim Team von Tost besser aufgehoben wäre, als bei Red Bull - dennoch wechselte Vettel 2009 zum Rennstall von Christian Horner.

Doch dachte man tatsächlich darüber nach, Vettel bei Toro Rosso zu behalten? "Das war keine Sekunde ein Thema", zögert Tost nicht lange. "Der Vettel hätte in der damaligen Situation gar nicht bei uns bleiben dürfen. Das hätte ich wahrscheinlich gar nicht zugelassen. Es geht schließlich um die Zukunft eines Fahrers und wir waren 2008 mit dem Auto von Adrian Newey und Red Bull Technology unterwegs."

Tost rechnete mit Red-Bull-Dominanz

Tost war sich sicher, dass der Aufstieg zu Red Bull der Schritt in die richtige Richtung ist, was sich später auch herausstellte. "Für mich war klar, dass Red Bull mit der Kombination Vettel - Newey über kurz oder lang dominieren würde", stellt der Teamchef klar. "Sie hätten ja schon 2009 den Titel geholt, wenn diese Doppeldiffusor-Geschichte von Brawn nicht erlaubt worden wäre."

Doch wird es mit der Sternstunde in Monza 2008 beim einzigen Toro-Rosso-Sieg in der Geschichte bleiben? "Nein, das soll sich wiederholen", gibt sich Tost zuversichtlich. "Möglichst oft."

Fotoquelle: xpb.cc

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