Rubens Barrichello will sich von seinen Fans noch nicht verabschieden

Formel 1 2011

— 10.11.2011

Barrichello: "Kimi hatte sicher nur sehr wenige Gespräche"

Warum Rubens Barrichello die Gerüchte um Räikkönen nicht ernst nimmt, wieso er an seine 20. Formel-1-Saison glaubt und weshalb er dem Team vertraut

Ende September brach Rubens Barrichello in einen Lachanfall aus, als ihn die 'BBC' damit konfrontierte, dass Kimi Räikkönen 2012 sein Cockpit übernehmen und damit seine Karriere beenden könnte. Heute ist längst klar, dass der Ex-Weltmeister mit Williams verhandelt und eine Gefahr für Barrichello darstellt.

Dennoch will sich der brasilianische Routinier trotz der vielen Spekulationen nicht verrückt machen lassen und gibt sich im Vorfeld des Grand Prix von Abu Dhabi betont gelassen. Er glaubt, dass ihm sein Team reinen Wein einschenkt: "Ich denke, dass viel geredet wird. Ich glaube daran, dass sie mir die Wahrheit sagen. Und die Wahrheit ist, dass die Gerüchte größer sind als die Wahrheit."

Barrichello verweist auf das Saisonende 2008. Damals wurde der Honda-Rennstall an Ross Brawn verkauft, neben Jenson Button deutete vieles daraufhin, dass ein anderer Brasilianer den Platz Barrichellos einnehmen würde. "Wenn ich den Gerüchten 2008 wirklich geglaubt hätte, dann hätte Bruno Senna bei Brawn unterschrieben", erinnert er sich. "Daher muss ich jetzt einfach warten. Und wenn ich mit dem Team spreche, dann scheinen sie mir das Richtige zu sagen - ich muss nur warten."

Barrichello spielt Räikkönen-Gerüchte herunter

Dass Räikkönen intensiv mit dem Team verhandelt, will Barrichello offenbar immer noch nicht wahrhaben. "Ganz ehrlich: Ich habe nie mit Kimi gesprochen, nicht einmal, als er noch Rennen fuhr", nimmt er die Gerüchte auf die leichte Schulter. "Ich glaube also, dass er bisher nur sehr wenige Gespräche mit dem Team hatte."

Sollte sein Platz aber doch an einen anderen Piloten vergeben werden, dann hätte Barrichello nur noch zwei Rennen in der Formel 1. Derzeit ist er bei keinem anderen Rennstall ernsthaft im Gespräch - daher wäre seine Karriere beim Heimrennen in Brasilien nach 324 Grands Prix zu Ende.

Ein Gedanke, mit dem sich der 39-Jährige nicht anfreunden kann: "Vielleicht komme ich ohne Bestätigung zum Brasilien-Grand-Prix, ohne irgendwas. Aber ich werde mich nicht von meinen Fans verabschieden. Ich möchte nächstes Jahr wieder dort sein und nehme das Risiko in Kauf."

Zweckoptimismus bei Barrichello?

Derzeit befindet sich Barrichello in der Warteschleife. Wäre er erst am Anfang seiner Karriere, würde ihn das laut eigenen Angaben beunruhigen, doch das kommende Jahr wäre seine 20. Saison - er kennt inzwischen die Spielregeln der Königsklasse des Motorsports, in der wirtschaftliche Interessen eine immer größere Rolle spielen.

"Es ist hart", gibt Barrichello zu, dass die Situation etwas an seinen Nerven zehrt. "Man ruft Leute an und wartet auf Anrufe von anderen Leuten. Das einzige, an das ich im Moment denke, ist wie ich das nächste Jahr verbringen möchte. Ich denke genau wie 2008, bleibe zuversichtlich. Das Team weiß, dass ich sehr motiviert bin, und ich warte einfach auf eine Antwort. Wenn Gott es so will, dann werde ich in meiner 20. Saison in der Startaufstellung stehen."

Barrichello meint, dass er auch mit anderen Teams gesprochen hat, möchte aber keine Namen nennen. Er will sich über die aktuelle Situation auch nicht beschweren: "Es ist eine schöne Situation, mit konkurrenzfähigen Teams zu sprechen. Das Leben ist zu gut zu mir, um jetzt über meine Probleme zu klagen und warum sie mich noch nicht verpflichtet haben. Ich konzentriere mich auf das Positive."

Fotoquelle: Williams

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