Niemand war im ersten Freien Training schneller als Jenson Button

Formel 1 2011

— 11.11.2011

Abu Dhabi: Button Schnellster im ersten Training

In Abu Dhabi hatten im ersten Freien Training wie erwartet McLaren und Red Bull die Nase vorne - Sebastian Vettel zunächst auf dem vierten Platz

Jenson Button erwischte einen perfekten Start ins vorletzte Rennwochenende der Saison und sicherte sich im ersten Freien Training zum Grand Prix von Abu Dhabi die Bestzeit. Der McLaren-Pilot umrundete den 5,554 Kilometer langen Yas-Marina-Circuit in 1:40.263 Minuten und unterbot damit sogar die Freitagsbestzeit von 2010 (Teamkollege Lewis Hamilton in 1:40.888 Minuten).

Die Gründe für diesen Zeitsprung sind schnell erklärt: Erstens liefert KERS mehr Power, zweitens gibt es dieses Wochenende gleich zwei lange DRS-Zonen, die auf mehr als einem Kilometer einen verbesserten Topspeed ermöglichen. Die Höchstgeschwindigkeit erzielte aber nicht McLaren, sondern wieder einmal Toro Rosso: Mit mehr als 323 km/h war niemand schneller unterwegs als der Spanier Jaime Alguersuari (10./+2,114).

Vettel langsamster Siegeskandidat

Doch Topspeed ist nicht alles, und so war Mark Webber (Red Bull) mit 0,126 Sekunden Rückstand erster Verfolger des McLaren-Piloten. Webber ging im letzten Versuch noch an Hamilton (McLaren/+0,140) vorbei und verhinderte eine doppelte McLaren-Bestzeit zum Auftakt. Weltmeister Sebastian Vettel (Red Bull), in Abu Dhabi noch ungeschlagen, landete mit knapp einer halben Sekunde Rückstand (und auf harten Reifen) auf Platz vier.

Experte Marc Surer rechnet mit einem Duell "McLaren gegen Red Bull - der Kampf ist eröffnet!" Ferrari sei "knapp dran, aber nicht dabei", meint er. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das: Fernando Alonso mit 0,539 Sekunden Rückstand Fünfter, Felipe Massa mit noch einmal einer halben Sekunde extra Sechster. Weil die beiden eine Zeit lang mit der Bremsbalance zu kämpfen hatten, kam es zum einen oder anderen Ausritt - und bei Massa zu einem zerschliffenen Reifensatz.

Starker Siebter wurde Adrian Sutil (Force India/+1,077), gefolgt von Nico Rosberg (Mercedes/+1,867) und Paul di Resta (Force India/+1,888). Grundsolide die Leistung von Jean-Eric Vergne: Der Toro-Rosso-Rookie war nur um zweieinhalb Zehntelsekunden langsamer als Alguersuari, schaffte ebenfalls 323 km/h Topspeed und landete auf dem guten elften Platz, sogar noch vor Romain Grosjean, der für Renault testen durfte.

Neulinge schlagen sich respektabel

Grosjean war mit 29 Runden der fleißigste Pilot - und empfahl sich für 2012, indem er seinem Teamkollegen Witali Petrow (13.) fast eine halbe Sekunde abnahm. Letzterer rollte zwar kurz vor Schluss mit starker Rauchentwicklung an die Box zurück, doch Grosjean lag schon davor stets vor ihm. Ordentlich auch der Kanadier Robert Wickens (+8,288), der im Marussia-Virgin 23. wurde und bis auf eine halbe Sekunde an Teamkollege Timo Glock rankam.

Katastrophal begann das Wochenende einmal mehr für Williams: Pastor Maldonado hat sein Motorenkontingent erschöpft und muss in der Startaufstellung ohnehin schon um zehn Plätze zurück, handelte sich zudem noch an einem Poller einen Riss im Frontflügel ein. Schon nach 24 Minuten war Rubens Barrichellos Arbeits-Vormittag beenden: "Der Motor ist weg, Öldruck", meldete er am Boxenfunk, nachdem er stehen geblieben war.

Die Zeiten richtig einzusortieren, fällt nach nur eineinhalb Stunden schwer - auch, weil Pirelli neben den Standard-Reifenmischungen heute einen zusätzlichen Experimentaltypen anbietet, den zum Beispiel Alonso im letzten Run verwendete. Es scheint aber alles auf ein Duell zwischen Red Bull und McLaren hinauszulaufen. Michael Schumacher (15./Mercedes/+3,126) gehört eher nicht zu den Anwärtern auf einen Podestplatz.

Fotoquelle: xpb.cc

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