Fernando Alonso wirkte nur kurz nach seinem Ausrutscher ein wenig geknickt

Formel 1 2011

— 11.11.2011

Ferrari macht sich keine falschen Hoffnungen

Auch wenn sowohl Felipe Massa als auch Fernando Alonso am Freitag vor beiden Red Bull standen, gibt man sich bei Ferrari keinen Illusionen hin

Von einem Ausrutscher von Fernando Alonso einmal abgesehen, der den Spanier am Abend einige Trainingsminuten kostete, verlief das Training für das Team am Freitag in Abu Dhabi erfolgreich. Fernando Alonso belegte mit 0,385 Sekunden Rückstand auf Lewis Hamilton Position drei, direkt vor Teamkollege Felipe Massa, der lediglich um neun Tausendstelsekunden langsamer war.

"So, wie das schon in Indien vor zwei Wochen der Fall war, habe ich hier in Abu Dhabi erneut etwas Zeit verloren", so Alonso. "Dort war es der Motor, der dazu führte, dass ich am Streckenrand stand, hier war es ein Ausflug neben die Strecke."

"Das hat uns nicht allzu sehr getroffen. Wir verloren etwa 20 Minuten, aber glücklicherweise konnte Felipe das Programm abschließen. Wir wollten sehen, wie die Abnutzung der Reifen mit viel Benzin an Bord ist, und wir verfügen über alle Daten von Felipe. Ich denke also nicht, dass uns dies allzu sehr beeinträchtigen wird."

"Es ist nicht so, dass es in der ersten Kurve mit der Haftung ein bestimmtes Problem gibt, aber wenn man den Randstein beim Bremsen berührt, dann verliert man etwas an Haftung. Ich denke, dass ich die Kurve außen angebremst habe. Wir versuchen in allen Kurven die Strecke maximal zu nutzen, aber morgen müssen wir vorsichtig sein."

"Da sowohl ich als auch Vettel an derselben Stelle von der Strecke flogen sehe ich eine Menge Ähnlichkeiten: Morgen werden wir womöglich versuchen, etwas auf der Mitte der Strecke zu bleiben, ohne in dieser Kurve zu sehr an das Limit zu gehen!"

"Ich bin verärgert darüber, dass ich etwas Zeit verlor, aber alles in allem tut es mir für die Mechaniker leid, welche nun etwas zusätzliche Arbeit verrichten müssen, um das Auto wieder auf die Reihe zu bekommen. Ich werde versuchen, das morgen Abend in der Qualifikation mit einer schönen Runde wieder gutzumachen."

"Es gab heute nichts Neues, das ich ausprobieren musste, also konzentrierten wir uns hauptsächlich auf den Vergleich der beiden unterschiedlichen Abtriebs-Level bei der Aerodynamik und bewerteten die neuen Pirelli-Reifen für 2012."

"Das Auto hat eine ganz gute Leistung gezeigt, wir haben nicht allzu viele Veränderungen am Setup vorgenommen und fühlten uns gleich von Anfang an wohl. Wie üblich ist es schwierig zu sagen, wo wir im Vergleich zu allen anderen stehen, denn es gibt am Freitag immer eine Menge Unbekannte."

"Ich denke nicht, dass ich um die Pole oder um den Sieg kämpfen werde, aber die ersten Eindrücke sind jene, dass wir ein wenig besser in Form sind, als wir dies erwartet hatten, als wir uns auf den Weg in dieses Wochenende gemacht haben. Felipe und ich sollten also morgen ganz konkurrenzfähig sein."

"Vielleicht wird sich die Startposition nicht verändern, da die dritte Reihe in der Startaufstellung unsere normale Startposition ist. Aber vielleicht sind wir etwas näher dran als wir dies zuvor dachten, denn wir machten uns über diesen Kurs ziemlich große Sorgen und darüber, wie konkurrenzfähig wir hier sein würden. Es scheint, als zeige das Auto eine gute Leistung, worüber ich ganz glücklich bin."

"Die Strecke hat sich zur zweiten Einheit verbessert, was zum Teil an den niedrigeren Temperaturen lag. Zur Mittagszeit war es auf der Strecke wirklich heiß! Mit den weichen Reifen fühlen wir uns definitiv wohl, aber auch mit der härteren Mischung schauen wir nicht so schlecht aus, das haben wir ja auch in den vergangenen paar Rennen gesehen."

"Was das DRS betrifft, so müssen wir natürlich Sonntag abwarten. Es ist im Moment nicht fair zu sagen, ob es funktionieren wird oder nicht. Der erste Eindruck ist jener, dass die Zone vielleicht etwas kurz ist, und dass es nicht einfach sein wird zu überholen. Mit ein paar mehr Metern wäre es vielleicht eine bessere Lösung. Aber natürlich ist dies ein erstes Gefühl, wir wissen es noch nicht."

"Das war für mich eine sehr gute Einheit", so Massa. "Dies bedeutet jedoch in Bezug auf das Qualifying nicht allzu viel. Vor zwei Wochen war ich am Freitagnachmittag in Indien der Schnellste und dann liefen die Dinge so, wie sie liefen."

"Gleichzeitig bin ich jedoch ganz glücklich darüber, wie die vergangenen zwei Rennen in Bezug auf die Geschwindigkeit gelaufen sind. Natürlich kann ich das selbe nicht über das Endergebnis sagen, denn immer ist mir in den Rennen etwas passiert. Lasst uns hoffen, dass es diesmal anders sein wird. Ich bin mir sicher, dass dies der Fall sein wird. Das Wichtigste ist, weiterhin gute Arbeit zu leisten, immer schnell zu sein, dann werden sich die Dinge selbst regeln."

"Die Helmlackierung? Mit dem Design feiere ich den 20. Geburtstag von Ayrton Sennas drittem Titelgewinn. Der Helm wird versteigert, um Geld für die Stiftung zu sammeln, welches seinen Namen trägt. Ich fühle mich geehrt, in der Lage zu sein, alle Initiativen zu unterstützen, an denen sie arbeiten."

"Der vibrierende Frontflügel? Um ehrlich zu sein, während ich fahre bin ich mir dessen nicht bewusst, das Auto verhält sich immer auf dieselbe Art, ohne Probleme."

"Da dies nun im letzten Teil der Meisterschaft Routine ist, stellen die beiden Trainingseinheiten am Freitag eine großartige Möglichkeit dar, an den beiden Fronten zu arbeiten, welche im Moment auf der Strecke unser Hauptziel darstellen", so Chefingenieur Pat Fry.

"Neben der üblichen Aufgabe, das beste Setup für das Auto für dieses Rennen zu finden, bringen wir eine Serie an Experimenten an einigen Fronten als Teil der Designarbeit am Auto für 2012 voran. Im Moment widmen wir dem neuen Frontflügel besondere Aufmerksamkeit und seinem Einfluss auf das Verhalten des Autos."

"Es ist klar, dass dies keine einfache Aufgabe ist, welche laufende Arbeit auf jedem Gebiet erfordert, von der Forschung in Bezug auf seine Leistung bis zur Verbesserung der Qualität der Komponenten. Hinzu kommt, dass wir einen Vergleich verschiedener Aerodynamikkonfigurationen fuhren, um jene zu finden, die am besten zu diesem Kurs passt, ohne dass wir die Arbeit der Bewertung der Reifen ignorieren."

"Es ist offensichtlich, dass hier viel gekocht wird, und wir sicherstellen müssen, dass wir das ordentlich erledigen, schnell an allen Zutaten arbeiten, sowohl an der Strecke als auch in Maranello!"

"In Bezug auf die Konkurrenzfähigkeit denke ich nicht, dass es hier irgendwelche Überraschungen gibt, was auch das ist, was man zu diesem späten Zeitpunkt der Saison erwartet. Wir wissen, wo wir stehen, und wir wissen, was wir uns vornehmen können."

Fotoquelle: xpb.cc

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