Aktuelles Problem: Nicht alle Fahrzeuge werden in Q3 auf Zeitenjagd geschickt

Formel 1 2011

— 12.11.2011

Teamchefs gegen erneute Veränderung des Qualifyings

Martin Whitmarsh und Ross Brawn sind mit dem aktuellen Qualifyingformat der Formel 1 zufrieden: Keine zusätzlichen Reifen für Q3 gewünscht

In den vergangenen Jahren wurden die Abläufe und Regeln im Qualifying der Formel 1 immer wieder verändert. In manchen Fällen wurden die Dinge aus Sicht vieler Beobachter nur "verschlimmbessert". Das aktuelle Regelwerk sieht eine Begrenzung bezüglich der Reifensätze vor. Als Konsequenz spart sich mancher, der es gerade eben noch ins Q3 geschafft hat, eine letzte Attacke, um einen frischen Reifensatz für das Rennen zu sparen.

In den vergangenen Wochen sah man mehrfach nur sieben oder acht Fahrzeuge auf echter Zeitenjagd im letzten Qualifyingabschnitt. Daher entbrannte eine neue Diskussion um die Anzahl der Reifensätze. Zusätzliche Pneus könnten der Jagd nach der Pole-Position noch mehr Würze verleihen - meinen die einen. Andere warnen: Sobald mehr Reifensätze zur Verfügung stehen, können die Topteams schon in Q1 mehr Gas geben. Dies könnte zur Folge haben, dass manch ein Pilot die 107-Prozent-Hürde nicht schafft.

Die Diskussion um die Abläufe im Qualifying wurde bei der Sitzung der Formel-1-Kommission in der vergangenen Woche in Genf wieder auf den Tisch gebracht. Mit welchen Ergebnissen? Die Beteiligten hüllten sich bislang in Schweigen, erst in der Pressekonferenz der Teamchefs am Freitag in Abu Dhabi kamen Details ans Tageslicht. "Manche Dinge bleiben hinter verschlossenen Türen, aber ich will es so offen wie möglich beantworten", so Martin Whitmarsh.

"Es gibt derzeit diese Diskussion, ob es für Q3 einen weiteren Reifensatz geben sollte. Hintergrund ist die Tatsache, dass sich manche Teams zuletzt gegen einen weiteren Run in Q3 entschieden haben", erklärt der McLaren-Teamchef, der gleichzeitig Chef der Teamvereinigung FOTA ist. "Die Teams halten das aktuelle Qualifyingformat für spannend. Wir haben in der Vergangenheit so oft etwas geändert, es dadurch manchmal sogar schlechter gemacht. Wir müssen so etwas sehr vorsichtig angehen."

"Für uns an der Boxenmauer ist solch ein Qualifying extrem aufregend. Selbst als Topteam ist es manchmal sehr knifflig, auf der härteren Mischung irgendwie durch Q1 zu kommen. Ich finde das derzeitige Format sehr gut, aus meiner Sicht funktioniert es", meint der Brite. "Es ist doch so: Wenn ein Mittelfeldteam ins Q3 vorrückt, dann hat es meistens in den anderen Abschnitten mehr Runs absolviert als die Topteams. Das ist doch ganz normal und gut so."

Whitmarsh möchte keine weiteren Veränderungen im Regelwerk. Er findet dabei Zustimmung seines Landsmannes Ross Brawn. "Q3 ist aufregend. Die Fans schauen doch auf die Spitze. Wenn dahinter dann ein paar Teams taktische Züge machen, dann bringt das doch eher noch mehr Würze hinein. Wir müssen vorsichtig sein, denn die Show stimmt derzeit. Der Kampf um die Pole-Position ist immer ein Spektakel. Dass dann ein paar Autos nicht mehr in Q3 fahren, halte ich für nicht so wichtig."

Fotoquelle: xpb.cc

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