Romain Grosjean will seine Chance nutzen und Eric Boullier überzeugen

Formel 1 2011

— 12.11.2011

Grosjean: "Es herrschte auch ein wenig Druck"

Der Renault-Testfahrer über seine Testkilometer am Freitag, bei denen er hofft, dass er das Team überzeugen konnte

Bei seinem Auftritt am Freitag zog sich Romain Grosjean achtbar aus der Affäre. Der Belgier war im 1. Freien Training um 0,433 Sekunden schneller als Stammfahrer Witali Petrow. Dass er einen derart souveränen Eindruck hinterließ, ist für den 25-Jährigen kein Zufall, denn in den vergangenen Jahren hat er sich weiterentwickelt. Mit dem Testvertrag bei Renault ging für ihn 2008 ein Traum in Erfüllung - eigentlich eine logische Konsequenz, denn dem Nachwuchskader des Teams gehört er schon seit Jahren an.

2009 kam er als Ersatzmann für den entlassenen Nelson Piquet jun. sogar zu Grand-Prix-Einsätzen, wirklich überzeugen konnte er aber nicht. Also fuhr Grosjean unter anderem in der GT- und der Auto-GP-Serie sowie bei den 24 Stunden von Le Mans, ehe er in die GP2 zurückkehrte, um noch einmal einen Anlauf auf die Formel 1 zu starten. Dieses Jahr wurde er tatsächlich zum zweiten Mal Renault-Testfahrer.

Nun besitzt der Rennfahrer eine realistische Chance, kommendes Jahr das Cockpit von Bruno Senna zu übernehmen - wenn er an den beiden Freitagstests überzeugt: "Dieses Mal ist es anders, denn ich habe bereits sieben Rennen bestritten, weiß also, um was es sich in der Formel 1 dreht", so der Wahl-Schweizer nach seinem Testtag gegenüber Medienvertretern.

"Ich bin mir bewusst, was vor sich geht, und welche Geschwindigkeiten man mit dem Auto fahren kann. Man vergisst beinahe das unglaubliche Gefühl, ein Formel-1-Auto zu fahren, aber das kehrt wieder schnell zurück. Es ist schwierig zu erklären, was man fühlt, es ist einfach unglaublich."

Der GP2-Champion durfte zuletzt nur Aerodynamiktests für das Team fahren, für ihn war es am Freitag also der erste richtige Test in einem Formel-1-Auto seit langer Zeit: "Ich bin es Schritt für Schritt angegangen. Zu Beginn war ich vorsichtig, benutzte das DRS nicht allzu viel und schaute, wie das alles funktioniert. Ich habe zum ersten Mal DRS verwendet, und es ist schon lange Zeit her, als ich zum letzten Mal KERS verwendete."

Im Renault R31 fühlte sich der Nachwuchspilot jedoch schnell wohl, konnte aus diesem Grund verschiedene Dinge ausprobieren: "Und ich konnte in Bezug auf den Fahrstil aggressiver werden. Ich fühlte mich viel wohler, aus diesem Grund bin ich ganz zufrieden."

Den Vorsprung auf Petrow möchte Grosjean nicht überbewerten, zumal man unterschiedliche Programme verfolgte: "Die Rundenzeit ist natürlich immer wichtig, denn schlussendlich geht es bei der Pole-Position um die schnellste Rundenzeit. Aber das war nicht mein Ziel."

"Ich wollte es Schritt für Schritt angehen, alles verstehen, dem Team so viele Rückmeldungen wie möglich geben. Das war eine fantastische Chance, und für das Team ist es ein Test. Sie wollen sehen, wie ich mich verbessert und seit dem letzten Mal verändert habe. Es herrschte als auch ein wenig Druck."

Fotoquelle: xpb.cc

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