Pat Fry, der ruhige Analytiker, soll Ferrari wieder zum WM-Erfolg führen

Formel 1 2011

— 12.11.2011

Wie gut ist Ferrari für 2012 wirklich aufgestellt?

Pat Fry, neuer Technischer Direktor des Teams, lässt Zweifel darüber aufkommen, wie weit Ferrari bei der Umstrukturierung des Teams wirklich ist

Im Kampf um die Rückkehr zu jener Dominanz, die das Ferrari-Team Anfang des Jahrtausends mit Michael Schumacher und Kimi Räikkönen genoss, hat der italienische Rennstall immer wieder personell umstellen müssen. Denn mit dem Weggang von Technik-Direktor Ross Brawn und Teamchef Jean Todt hat der Rennstall an disziplinierter Konkurrenzfähigkeit verloren und diese bisher nicht wieder erlangen können.

Weder Luca Baldisserri, Chris Dyer noch Aldo Costa konnten in ihren Rollen in die Fußstapfen von Ross Brawn treten und eine neue, konstant konkurrenzfähige Phase einläuten. Nun musste auch Costa gehen, denn nach dem unglücklichen Verlust des Titelkampfes im Saisonfinale 2010 war der Ferrari dieses Jahr nicht schnell genug, um die WM-Krone mitzufahren. Der Vorwurf an den Italiener: ein zu konservatives Design.

Nun hat Pat Fry den Posten übernommen und soll sicherstellen, dass das Auto 2012 so konkurrenzfähig wird, dass man wieder den WM-Titel gewinnen kann. Der Brite kam im Winter zum Team, nach 18 Jahren bei McLaren. Seitdem wurden ihm bereits drei verschiedene Rollen innerhalb des Teams zuteil, bis hin zur jüngsten Beförderung zum Technischen Direktor.

"Es ist immer gut, etwas anderes zu machen", so Fry gegenüber dem 'Telegraph'. "Ferrari ist anders, aber es ist großartig, andere Dinge zu tun. Für mich war es eine gute Erfahrung." Das Chaos innerhalb von Ferrari scheint noch nicht beseitigt zu sein, denn nach Aussage des Briten ist die Neuaufstellung noch nicht abgeschlossen. Das ist im Hinblick auf das kommende Jahr kein gutes Zeichen.

"Ich denke, dass wir die Dinge langsam organisiert bekommen. Meine Aufgabe war es zu schauen, wo wir uns verbessern müssen. Ferrari wollte jemanden haben, der sich verschiedene Teile der Organisation anschaut, ohne als solches einen Job dafür zu haben. Aber dann übernahm ich den Betrieb des Rennteams und nun übernehme ich die Rolle des Technischen Direktors."

Im Moment sei man dabei, "herausarbeiten, wie man die Dinge kommendes Jahr angeht": "Aber hoffentlich wird mir dies etwas mehr Zeit verleihen, um darüber nachdenken zu können, was wir tun müssen, um das Auto schneller zu machen."

"Wenn überhaupt, dann könnte man sagen, dass wir nicht so miteinander verbunden waren, wie dies der Fall sein muss. Also haben wir im Mai ein paar Veränderungen vorgenommen, ich denke, dass wir von da an beginnen können, etwas besser zu arbeiten." Man müsse "noch ein paar weitere kleine Veränderungen" vornehmen, es seien jedoch keine größere Veränderung mehr geplant.

Das Auto für das kommende Jahr sei "sicherlich bedeutend anders als jenes, das wir im Moment haben", so der 47-Jährige. "Ich denke, dass wir ein paar mehr Risiken eingegangen sind und größere Veränderungen vorgenommen haben als in der Vergangenheit. Aber ich weiß nicht, ob man dies wirklich als aggressiv bezeichnen kann."

Fotoquelle: xpb.cc

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