Fernando Alonso freut sich, dass seine Trophäen-Sammlung nun komplett ist

Formel 1 2011

— 13.11.2011

Ferrari: Mit Alonso deutlich stärker als erwartet

Fernando Alonso konnte in Abu Dhabi beinahe mit Rennsieger Lewis Hamilton mithalten und wurde Zweiter, Felipe Massa belegte Position fünf

Fernando Alonso war beim Großen Preis von Abu Dhabi deutlich stärker, als dies das Team erwartet hatte. Nicht zuletzt dank einer exzellenten ersten Runde belegte der Spanier am Ende Position zwei. Teamkollege Felipe Massa kämpfte unterdessen im letzten Rennabschnitt mit den härteren Reifen und leistete sich einen Dreher. Am Ende belegte der Brasilianer den fünften Rang.

"Mit diesem Ergebnis bin ich zufrieden", so Alonso. "Endlich ist meine Sammlung an Trophäen komplett! Ich bin 37-mal in den Top 3 ins Ziel gekommen und habe es geschafft, auf allen Strecken auf dem Podium zu stehen, die in den vergangenen zehn Jahren im Formel-1-Kalender waren."

"Im kommenden Jahr gehen wir nach Austin und im Jahr danach nach Russland, es wird also immer neue Herausforderungen geben, die man in Angriff nehmen kann, und Ziele, die man erreichen kann, selbst wenn es natürlich immer das Hauptziel ist, den Titel zu gewinnen. Es ist klar, dass dies für mich und alle im Team kommendes Jahr das Ziel sein wird, den Titel zu gewinnen."

"Heute haben wir den ganzen Weg über bis zum Ende um den Sieg gekämpft. Wir haben einen guten Start hinbekommen und konnten mit dem Tempo von Hamilton mitgehen. Der erste Boxenstopp verlief gut, während ich beim zweiten ein paar Sekunden verlor, was mit Verkehr auf meiner Runde an die Box und einem Problem beim Wechsel des vorderen linken Rads zu tun hatte. Aber ich denke nicht, dass wir dort das Rennen verloren haben. Denn ich bin überzeugt, dass schlussendlich das schnellste Auto gewinnt, und so war es auch."

"Die erste Runde war aufregend. Am Start habe ich mich in der ersten Kurve außen an Webber vorbeigezwängt, da ich wusste, dass es dort mehr Haftung gab. Als ich sah, dass Vettel abgeflogen war, kam ich in Buttons Windschatten, ging etwas Risiko ein, aber schlussendlich schaffte ich es, auch ihn zu überholen."

"Danach hatte ich erwartet, mehr zu kämpfen, aber heute war einer jener Tage, an dem das Auto viel besser lief als erwartet und man mehr damit beschäftigt war, mit jenen vor einem zu kämpfen als damit, in seine Rückspiegel zu schauen. Ich hoffte, dass ich dies bis zum Ende würde tun können, denn vielleicht würde Hamilton ebenfalls ein paar Probleme mit KERS haben wie sie Button hatte. Selbst wenn wir nicht um den Titel kämpften war es dennoch eine gute Saison. Wir haben uns als Team deutlich verbessert und eine Menge gelernt."

"Ich kann mit diesem fünften Platz nicht glücklich sein", so Massa. "Die Dinge verliefen ganz gut während ich auf den weichen Reifen war, aber auf den Medium-Reifen hatte ich wirklich damit zu kämpfen, das Auto auf der Strecke zu halten weil es mir an Haftung mangelte. Aus diesem Grund drehte ich mich in Runde 49, verlor damit die noch verbliebene Hoffnung, vor Webber zu bleiben."

"Im ersten Abschnitt des Rennens kämpfte ich mit Button und dem Australier, aber ich hatte in meinem Kopf immer den Gedanken, dass ich im letzten Rennabschnitt in Probleme kommen würde. Die Tatsache, dass ich den neuen Frontflügel nicht verwenden konnte, war eine größere Strafe, als ich mit den Medium-Reifen als mit den weichen Reifen fuhr. Denn auf dem härteren Reifen konnte man den mangelnden Abtrieb deutlicher spüren."

"Nun machen wir uns auf den Weg nach Brasilien, wo ich die Unterstützung meines Heimpublikums haben werde. Ich bin mir sicher, dass mir dies dabei helfen wird, die Saison gut zu beenden, die für mich definitiv keine positive war. Selbst wenn es offensichtlich ist, möchte ich klar zum Ausdruck bringen, dass ich trotz allem im Hinblick auf das kommende Jahr absolut motiviert sind. Zusammen mit dem Team werde ich daran arbeiten, ein konkurrenzfähigeres Auto zu haben. Dann wird man sehen, dass alles anders sein wird."

"Wir wussten, dass ein Podium möglich ist, und das hat sich heute Abend bestätigt", so Teamchef Stefano Domenicali. "Dank einer weiteren außergewöhnlichen Fahrt von Fernando befanden wir uns bis zum letzten Teil des Rennens im Kampf um den Sieg. Die erste Runde des Spaniers war außergewöhnlich, so wie auch seine Geschwindigkeit im Rennen danach."

"Auch Felipe hatte einen sehr guten Start, befand sich um den Kampf um eine Platzierung auf dem Podium. Aber auf dem Medium-Reifen hatte er zu kämpfen und war nicht in der Lage, ein ausreichend gutes Tempo einzuschlagen, um vor Webber zu bleiben. Es ist schlussendlich ein Grund für Befriedigung, dass es ein Fahrer auf das Podium geschafft hat."

"Nun gilt es noch ein Rennen zu absolvieren, in zwei Wochen in Brasilien. Der zweite Platz in der Fahrermeisterschaft ist immer noch zu holen. Er wird schwierig zu erreichen sein, aber es ist definitiv nicht unmöglich, und wir werden alles tun, um Fernando die Werkzeuge zu geben, mit denen er dies schaffen kann. Interlagos ist auch für Felipe ein wichtiges Wochenende, von dem ich mir sicher bin, dass er seinen immer enthusiastischen Fans etwas zum Jubeln bescheren möchte."

"Dank Fernandos Fahrt in einem attackierenden Rennen vom Start bis zum Rennen nach einer fantastischen ersten Runde ist dies ein nettes Ergebnis", so Pat Fry, Technischer Direktor. "Die Geschwindigkeit war auf den weichen Reifen so, wie sie es sein sollte. Wir waren aus diesem Grund nah an Hamilton dran."

"Im zweiten Abschnitt des Rennens wurde Fernando durch Verkehr der zu Überrundenden etwas ausgebremst und verlor zumindest ein paar wichtige Sekunden. Aber dennoch hätten wir es nicht geschafft, es vor dem McLaren-Mann wieder auf die Strecke zu schaffen, selbst wenn wir einen perfekten Boxenstopp absolviert hätten."

"Schon von Freitag an realisierten wir, dass unsere Geschwindigkeit auf den Medium-Reifen nicht so gut war wie jene unserer engsten Gegner. Danach konnten wir nicht attackieren. Aus dem strategischen Standpunkt betrachtet versuchten wir unsere bessere Abnutzung der Reifen auszunutzen, aber im Gegensatz zu dem, was in Indien bei unserem Duell mit Webber passierte, zahlte sich der Zug hier nicht aus."

"Felipe fuhr einen guten ersten Teil des Rennens, aber dann hatte er mit unserer Schwierigkeit auf der härteren Mischung mehr zu kämpfen als sein Teamkollege. Sowieso wäre es schwierig gewesen, vor Webber zu bleiben, aber sein Dreher beraubte ihn um jede verbliebene Chance."

"Nun haben wir drei sehr wichtige Testtage, die einzigen, die wir zwischen jetzt und Februar haben. Das stellt eine großartige Möglichkeit dar, neue Ideen auszuprobieren, einige Probleme aus der Welt zu schaffen, die wir immer noch haben, und vor allem einem talentierten jungen Fahrer wie Jules Bianchi etwas mehr Erfahrung zu schenken."

Fotoquelle: xpb.cc

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