Auch am Kommandostand ein gutes Team: Seabstian Vettel und Christian Horner

Formel 1 2011

— 14.11.2011

Aushilfs-Stratege Vettel begeistert Horner

Sebastian Vettel stellte sich nach seinem frühen Ausfall ganz in den Dienst des Teams, was ihn in der Gunst von Teamchef Christian Horner weiter steigen ließ

Nach nur einer Runde war der Große Preis von Abu Dhabi für Polesetter Sebastian Vettel bereits beendet. Angesichts der Enttäuschung aufgrund des frühen Ausfalls hätten die meisten Fahrer wahrscheinlich fluchtartig den Rennplatz verlassen und sich auf den Heimweg gemacht oder in das Nachtleben Abu Dhabis gestürzt.

Doch nicht so Vettel. Der Weltmeister machte das Beste aus der Situation und blieb beim Team. Neben Teamchef Christian Horner verfolgte er vom Kommandostand an der Boxenmauer aus das Rennen erstmals aus einer anderen Perspektive. Für Horner ist dies ein erneuter Beweis, warum sein Schützling einer der besten Fahrer im gesamten Feld ist.

Vettel als "Praktikant" an der Boxenmauer

"Das ist ein Teil seiner Persönlichkeit", erklärt Horner. "Er saugt Informationen wie ein Schwamm auf. Er sah die Möglichkeit, seinem Teamkollegen zu helfen, und nutzte die Gelegenheit, Erfahrungen an der Boxenmauer zu sammeln und zu sehen, wie wir im Rennen unsere Entscheidungen treffen. Er war begierig darauf, alles zu verstehen, und hat uns auf jede nur denkbare Weise unterstützt."

Mit seinem Erfahrungsschatz als Fahrer und seinen Eindrücken während des Rennens habe Vettel die Arbeit des Teams bereichert: "Er war sehr interessiert daran zu sehen, wie an der Boxenmauer gearbeitet wird und wie sich die strategischen Überlegungen auf der Rennstrecke umsetzen lassen."

So sehr sich Horner über diese überraschende Verstärkung am Kommandostand freute, so groß war doch bei allem Beteiligten die Enttäuschung über den frühen Ausfall:
"Das ganze Team war sehr frustriert, denn wir waren in einer guten Position, um das Rennen zu gewinnen. Seb hat in der Qualifikation einen herausragenden Job gemacht. Die Runde, mit der er auf die Pole gefahren ist, war wohl eine der besten in seiner gesamten Karriere. Er hat alles richtig gemacht, hatte einen guten Start und lag souverän vorne. Dann aus solch einem Grund auszufallen, war einfach nur riesiges Pech."

Siege sind keine Selbstverständlichkeit

Die Ereignisse in Abu Dhabi haben dem Team laut Horner brutal vor Augen geführt, dass Siege in der Formel 1 keine Selbstverständlichkeit sind: "Deshalb haben wir auch jeden einzelnen Sieg mit großer Befriedigung gefeiert. Grands Prix zu gewinnen ist unheimlich schwierig, da muss alles zusammenpassen."

Umso stolzer ist der Teamchef auf die herausragende Saisonbilanz von Red Bull:
"Elf von 18 Rennen zu gewinnen, mit einer Ausnahme immer auf der Pole-Position zu stehen und schon drei Rennen vor Saisonende beide Meisterschaften zu gewinnen - das war schon ein bemerkenswertes Jahr! Es wäre natürlich schön gewesen, wenn wir hier in Abu Dhabi weiter ungeschlagen geblieben wären, aber unglücklicherweise hat es wegen des Plattfußes nicht sein sollen."

Fotoquelle: xpb.cc

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